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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2024

Unglück oder KI-Fehler?

Der 1. Patient
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Warum habe ich eigentlich noch keinen Thriller aus dieser Reihe gelesen? Vielleicht, weil vor Jahren ein Tzokos-Krimi nicht nach meinem Geschmack war. Aber entweder hat er seinen Stil sehr vorteilhaft ...

Warum habe ich eigentlich noch keinen Thriller aus dieser Reihe gelesen? Vielleicht, weil vor Jahren ein Tzokos-Krimi nicht nach meinem Geschmack war. Aber entweder hat er seinen Stil sehr vorteilhaft weiterentwickelt, oder durch den zweiten Autor Florian Schwieker. Wie auch immer. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Eine Ärztin, die mit Hilfe einer neuen KI eine OP vermurkst, steht im Zentrum des Falles. Hat sie den Tod ihres Patienten selbst verschuldet oder war die KI fehlerhaft oder nicht ausreichend gut progammiert?

Das Ganze mündet in einem Verfahren in dem jede Sichtweise beleuchtet wird. Gerade das hat mir gefallen. Ich mag Justiz-Thriller und das Thema ist meiner Meinung nach aktuell und klug aufgearbeitet.

Ich mochte den Stil, die Darsteller, den Ablauf. Ich würde die Wendungen nicht überraschend nennen sondern folgerichtig und logisch vorbereitet, so was mag ich auch sehr. Also muss ich Ausschau halten nach den Vorgängern.

Veröffentlicht am 28.07.2024

Jahreshighlight

In den Farben des Dunkels
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"In den Farben des Dunkels" ist eines meiner Jahreshightlights geworden. Und das ging auch ziemlich schnell mit der Entscheidung. Schon nach einem Drittel war mir klar, dass, komme was da noch wolle, die ...

"In den Farben des Dunkels" ist eines meiner Jahreshightlights geworden. Und das ging auch ziemlich schnell mit der Entscheidung. Schon nach einem Drittel war mir klar, dass, komme was da noch wolle, die Geschichte ein ganz großer Wurf ist.

Noch nie habe ich ein Buch mit einem ähnlichen Plott gelesen. Die Abgründe der Menschen, das Dunkel in ihnen, war greifbar und berührend. Kinder, die ein zutiefst traumatisches Erlebnis so erschüttert, dass sie auch im Heranwachsen und als junge Erwachsene nicht aus der Finsternis herauszukommen scheinen. Ich habe so mit ihnen mitgelitten, als wären es reale Menschen. Die Trauer aber auch die Hoffnung sind spürbar und deshalb hat mich die Schwere auch nicht heruntergezogen sondern ich hatte immer ein positives Gefühl, dass am Ende doch noch Vieles - vielleicht nicht alles - gut wird. Ich verrate nicht, wie es ausgeht. Aber ich hatte ein paar Mal feuchte Augen.

Veröffentlicht am 14.07.2024

sehr komplex

Am Himmel die Flüsse
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Es ist bei weitem nicht mein erstes Buch von Elif Shafak. Aber mit Abstand das kompexeste und anspruchsvollste. Man merkt, dass der Schreibstil der Autorin von Buch zu Buch verändert. Das fängt an bei ...

Es ist bei weitem nicht mein erstes Buch von Elif Shafak. Aber mit Abstand das kompexeste und anspruchsvollste. Man merkt, dass der Schreibstil der Autorin von Buch zu Buch verändert. Das fängt an bei der über mehrere Jahrhunderte, Länder und Generationen gehende Geschichte mit sehr viele unterschiedlichen Personen, die durch einen Wassertropfen miteinander verbunden werden. Da sind die verschnörkelten Beschreibungen und Vergleiche, die man erst mal auf sich wirken lassen muss.

Die Idee dieser Verbundenheit hat mich gefesselt. Auch wenn ich nur langsam voran kam, das Buch immer wieder mal beiseite gelegt habe, es nicht als Pageturner bezeichnen würde. Torztdem konnte ich nicht aufhören zulesen. Ich wollte wissen, wie das ganze Bild aussieht, die diese feine Webkunst zu einem guten Ende geführt wird.

Wer sich also nicht vor ein wenig Lese- und Kopfarbeit fürchtet und wer die Autorin vielleicht schon kennt, der wird das Buch sicher genießen.

Veröffentlicht am 14.07.2024

nicht meins

Cosy Secrets – Der kupferne Schlüssel
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Vorneweg, ich mag die Fantasybücher von Franzi Kopka außerodentlich, deshalb habe ich mir Cosy secrets gekauft. Und ja, ich lese ganz gerne mal leichte Liebesgeschichten mit jungen bis jugendlichen Darstellern. ...

Vorneweg, ich mag die Fantasybücher von Franzi Kopka außerodentlich, deshalb habe ich mir Cosy secrets gekauft. Und ja, ich lese ganz gerne mal leichte Liebesgeschichten mit jungen bis jugendlichen Darstellern. Also war ich zuversichtlich, hier richtig zu liegen. Ich dachte mir, dass der Crimefactor geringer wäre, denn bei Krimis bin ich wählerisch. Das muss schon handfeste Spannung sein. Und die hat mir hier gefehlt.

Irgendwie hat die Mischung einfach nicht richtig gezündet, so dass beide Genres etwas auf der Strecke geblieben sind. Also die Liebesgeschichte war mir etwas zu oberflächlich und aufgesetzt. Und die Spannungsgeschichte zu jugendlich und holprig.

Da es sich ja um einen Reihenauftakt handelt, muss ich sagen, dass ich den zweiten Teil wohl nicht lesen werde. Mich konnte die Geschichte einfach nicht richtig überzeugen. Ich hoffe auf neue Fantasy der Autorin. Da bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

Veröffentlicht am 14.07.2024

schwierig zu lesen

Das Lied des Propheten
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„Das Lied des Propheten“ war mein erstes Buch von David Lynch. Ich hatte eine anspruchsvolle Dystophie erwartet und irgendwie habe ich das auch bekommen. Allerdings musste ich von Anfang an damit kämpfen, ...

„Das Lied des Propheten“ war mein erstes Buch von David Lynch. Ich hatte eine anspruchsvolle Dystophie erwartet und irgendwie habe ich das auch bekommen. Allerdings musste ich von Anfang an damit kämpfen, dass Lynch handwerkliche Stilmittel benutzt in dem er Satzzeichen und Absätze oder Kapiteleinteilungen weglässt und damit eine Art Fließtext schreibt, durch den ich oftmals etwas ziellos gestolpert bin. Wo beginnt ein Gespräch, wo endet eine Szene. Dinge, die sicherlich nur einen Rahmen für das Leseverständnis geben und ich hätte nicht gedacht, dass mich das Weglassen so stören würde. Auch ist die Sprache des Autors vor allem in seinen bildlichen Vergleichen eine Herausforderung für mich gewesen. Ich musste immer wieder innehalten. Das Gelesene nochmals lesen. Das Gelesene in eine Sinnhaftigkeit für mich bringen und verdauen. Langer Rede kurzer Sinn, ich habe mich schwer getan. Darunter hat mein Gesamteindruck sehr gelitten. Es war einfach kein Lieblingsbuch auch wenn die Geschichte hochinteressant und hochaktuell ist.

Eine Rezension sollte möglichst ehrlich sein und eine Rezension ist nur die Meinung einer einzelnen Person. Also für mich war das Buch leider nichts.