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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

durchwachsen

The Woman in Suite 11
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Ruth Ware war mir als Autorin noch unbekannt. Also kannte ich auch Lo Blacklock nicht, die wohl schon vor einigen Jahren Hauptdarstellerin in einem anderem Thriller war. (Der wurde, glaub ich, auch verfilmt.) ...

Ruth Ware war mir als Autorin noch unbekannt. Also kannte ich auch Lo Blacklock nicht, die wohl schon vor einigen Jahren Hauptdarstellerin in einem anderem Thriller war. (Der wurde, glaub ich, auch verfilmt.) Ich bin also unvoreingenommen rangegangen und hatte gehofft, dass die Story in sich abgeschlossen und ein quereinsteigen möglich ist.

Der Plot an sich scheint ähnlich wie im ersten Band. Ich fand ich ganz okay aber etwas vorhersehbar und gewollt. Die Spannung wird durch kurze Sätze, schnelle Kapitelwechsel und regelmäßige Bedrohungen von Lo hoch gehalten. Leider war mir auch hier einiges zu unrealistisch oder zufällig und resultierte vor allem daraus, dass Lo, trotz der Erfahrungen aus der Vergangenheit und ihrem Alter, dennoch immer wieder wie ein naiver Teenager handelte und ich als erwachsene Frau immer wieder den Kopf schütteln musste, was sie so alles für Situationen heraufbeschwört, nur weil sie ihr Hirn nicht einschaltet.

Mir hat das Buch nur mäßig gefallen. Ich denke, die Autorin und ihr Stil sind nichts für mich.

Veröffentlicht am 24.01.2026

wunderbar für alt und jung

Alexander
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Da ich ein Schirach-Fan der ersten Stunde bin, war ich sehr gespannt auf das Buch "Alexander", dass sich zwar an jüngere Leser wendet, dass aber durchaus ein Familienerlebnis ist, wenn man es gemeinsam ...

Da ich ein Schirach-Fan der ersten Stunde bin, war ich sehr gespannt auf das Buch "Alexander", dass sich zwar an jüngere Leser wendet, dass aber durchaus ein Familienerlebnis ist, wenn man es gemeinsam liest und reflektiert.

Im Grunde geht es um die Menschenrechte und die Demokratie. Um die Überlegungen, die diesen zugrunde liegen und die hier in der Story von ein jungen Mensch, Alexander eben, in eienr antiken Welt zusamemn getragen werden. Dabei befragt er unterschiedlichste Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten und macht sich sehr viele Gedanken darüber, was für jeden einzelnen aber vor allem auch für das gemeinsame Miteinander wichtig ist.

Schirachs geniale Stärke ist es, mit wenig Worten genau die richtigen Fragen und Aussagen zu finden. So dass jeder zum Nachdenken angeregt wird aber man sich nicht bevormundet fühlt.

Ein wunderbares Buch für jung und alt.

Veröffentlicht am 20.01.2026

wenig Thrill

Down Cemetery Road
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Wie andere auch bin ich erst durch die Streaming-Serie wirklich auf das Buch aufmerksam geworden und da der erste Teil einer Reihe ist, habe ich mich mal daran versucht.

Gefallen haben mir die beiden ...

Wie andere auch bin ich erst durch die Streaming-Serie wirklich auf das Buch aufmerksam geworden und da der erste Teil einer Reihe ist, habe ich mich mal daran versucht.

Gefallen haben mir die beiden Hauptdarstellerinnen, die herrlich biestig und unverbraucht sind und sich wohltuend von männlichen englischen Ermittlern abheben. Die Hausfrau Sarah Tucker und die Privatermittlerin Zoë Boehm sind ein Gespann, dass so unterschiedlich wie einvernehmlich sein kann.

Was mir nicht so gefallen hat war das eher träge Tempo und dass der Humor teilweise etwas angestrengt rüber kam. Und im Ganzen war es mir zu wenig Thrill. Ich glaube, dass dieser erste Teil nicht der Stärkste der Reihe ist und deshalb erst später auf deutsch herausgekommen ist. Eigentlich schlau, dass die Serie sozusagen als Werbeträger für das Buch agiert. Ich bin unsicher, ob ich noch ein weiteres Buch dieser Reihe lesen würde.

Veröffentlicht am 20.01.2026

hervorragend

Minnesota
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Wenn Jo Nesbo einen neuen Thriller rausbringt, dann bin ich immer zur Stelle. Als bekennender Fan des Autors. Und da es sich um einen Standalone und einen neuen Ermittler handelt, war ich sehr gespannt.

Aber ...

Wenn Jo Nesbo einen neuen Thriller rausbringt, dann bin ich immer zur Stelle. Als bekennender Fan des Autors. Und da es sich um einen Standalone und einen neuen Ermittler handelt, war ich sehr gespannt.

Aber mal ehrlich. Neu ist an dem Ermittler vor allem, dass er in Amerika lebt und arbeitet. Aber das fatalistische, das Schicksal einer schwierigen Vergangenheit, die großen menschlichen Verluste, die Oz erlitten hat, das erinnert schon sehr an sein Pendant in Norwegen. Da bleibt Nesbo sich treu. Aber das düstere, depressive, blutige ist ein Markenzeichen, mit dem ich gut kann, da ich finde, es passt zu den Geschichten, die Nesob erzählt.

Es geht mal wieder nicht um einen Helden sondern einen Kerl, der spröde und sperrig ist und der nur in seiner Arbeit Erfüllung und Seelenheil finden kann.

Ein Thriller wie er sein sollte mit einer dicken Portion Psychologie und Gesellschaftskritik. Hervorragend.

Veröffentlicht am 20.01.2026

etwas dünne Handlung

Ruf der Leere
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Was mir gefallen hat war erst mal die Ausgangslage, deshalb habe ich mir das Buch zum Lesen besorgt. Ich mag Thriller, in denen die Akteure entweder durch Naturereignisse oder durch räumliche Begrenzung ...

Was mir gefallen hat war erst mal die Ausgangslage, deshalb habe ich mir das Buch zum Lesen besorgt. Ich mag Thriller, in denen die Akteure entweder durch Naturereignisse oder durch räumliche Begrenzung auf sich selbst und einander zurückgeworfen werden. Hier also auf eine Hütte im Wald.

Ich mag auch, dass das Buch sehr viele psychologische Aspekte aufgreift und sich nicht allein auf Action verlässt.
Andererseits kam irgendwann der Punkt, dass ich mehr Handlung und mehr Wendungen erwartete. Hier sehe ich ein Manko im Roman, denn die Bedrohung ist eher Innerlich in den Gedanken als Äußerlich real. Und dadurch verliert der Spannungsbogen immer wieder an Kraft.

Es war mein erstes Buch des Autors und meiner Meinung nach wurde das Potential nicht ausgeschöpft. Ich vermisste auch ein wenig, dass mir die Akteuere emotional nicht wirklich nahe kamen. Man konnte wenig Partei ergreifen und fieberte nicht mit.