Cover-Bild Down Cemetery Road
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15,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 22.10.2025
  • ISBN: 9783257615784
Mick Herron

Down Cemetery Road

Zoë Boehm ermittelt in Oxford
Stefanie Schäfer (Übersetzer)

Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht – Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2026

skurril witzig british

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Wer sich anhand des stimmungsvollen Oxford-Fotos auf dem Cover auf einen typisch englischen Kriminalroman in gemächlichem Tempo eingestellt hat, wird sich wundern.
Zwar beginnt alles noch recht ruhig mit ...

Wer sich anhand des stimmungsvollen Oxford-Fotos auf dem Cover auf einen typisch englischen Kriminalroman in gemächlichem Tempo eingestellt hat, wird sich wundern.
Zwar beginnt alles noch recht ruhig mit Einblicken in das Leben von Sarah Tucker, einer beruflich erfolglosen, ergo erzwungenermaßen Nurhausfrau, die ihren Frust mit energischen Putzorgien bekämpft. Doch während eines Geschäftsessens ihres Mannes, das sie provokant mit ihren exaltierten Freunden als zusätzliche Gäste unterminiert hat, explodiert ein Wohnhaus in der Nachbarschaft.
In ihrer Perspektivlosigkeit fokussiert sich Sarah auf die Suche nach einem Kind, das seit dieser Nacht verschwunden ist, und schon bald findet sie sich Zielobjekt des Geheimdienstes wieder.
Leider wird die Handlung auch zu diesem Zeitpunkt unübersichtlich, denn es gibt einfach zu viele Akteure. Gerade bei einem Hörbuch, übrigens sehr schön vorgetragen von Cathrin Störmer, kann man nur schwer hin- und herblättern, wenn man die Orientierung verloren hat. Trotzdem werde ich nicht einen einzigen Bewertungsstern abziehen, denn ich bin von Mick Herrons Erzählkunst restlos begeistert. Er hat einen trockenen Humor, gewürzt mit einer scharfen Beobachtungsgabe. Seine Charakterisierungen sind oft so treffend böse, dabei skurril und witzig, dass die Handlung fast schon nebensächlich scheint. Für mich ist dieses Buch eine total positive Überraschung.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Hausfrau im Zentrum einer tödlichen Verschwörung

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Ich kenne und schätze Mick Herron als Autor der Geheimdienstserie um die "Slow Horses" des MI5. Da war ich natürlich neugierig auf seine Reihe um die Privatdetektivin Zoe Boehm und wurde nicht enttäuscht: ...

Ich kenne und schätze Mick Herron als Autor der Geheimdienstserie um die "Slow Horses" des MI5. Da war ich natürlich neugierig auf seine Reihe um die Privatdetektivin Zoe Boehm und wurde nicht enttäuscht: Auch hier findet sich die unwiderstehliche Mischung aus Spannung, Geheimnissen und einer ordentlichen Prise britischen Humors, dazu Protagonisten, die eher unfreiwillig in Verschwörungen und finstere Machenschaften stolpern. Zoe Boehm ist allerdings - bis jetzt - eine Nebenfigur, die erst spät in der Handlung Profil entwickelt.

Vor allem geht es um die Hausfrau Sarah, die weder beruflich noch privat gerade viel Freude an ihrem Leben hat. Ehemann Mark ist in der Finanzwelt tätig und verlässt sich darauf, dass sie ihm den Rücken freihält, ohne sie umgekehrt in ihren fast schon vergessenen Ambitionen zu unterstützen. Nun soll sie auch noch als Gastgeberin eines Dinners für einen wichtigen Kunden brillieren, den sie schon sehr schnell nervig und abscheulich findet. Dann allerdings eskaliert der Abend auf ganz andere Weise, denn in der Nachbarschaft explodiert ein Haus, es gibt zwei Tote, was Sara verwundert, denn dort lebte doch eine alleinstehende Frau mit ihrer Tochter, die als gerettet gilt, dann aber unauffindbar ist.

Sara macht sich auf die Suche nach dem kleinen Mädchen, sucht die Hilfe eines Privatdetektivs und erkennt viel zu spät, dass sie plötzlich selber Gejagte in einer Verschwörung ist, die sie - anders als die Leser*innen, denen Herron nach und nach Informationsbrocken serviert - erst viel zu spät erkennt. Ein geheimnisvoller Fremder könnte Freund oder Feind sein, Ehemann Mark führt ein Doppelleben, von dem sie nichts ahnt, und ein durchgeknallter Killer macht Jagd auf sie.

Sehr viel mehr soll hier keinesfalls verraten werden, doch langweilig wird es in "Down Cemetery Road" nie. Einmal mehr hat Mick Herron liebenswerte Protagonisten mit Macken und Schwächen geschaffen, die in der Krise über sich herauswachsen müssen, und als Gegenspieler Machtmenschen, die buchstäblich über Leichen gehen. Das macht neugierig auf den nächsten Band dieser Serie, auch wenn die Slow Horses für mich noch eine Nummer größer sind. Mick Herron enttäuscht nie.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Fingerübung

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Zum Inhalt:
Während Sarah einen Geschäftspartner ihres Mannes und ein befreundetes Paar bewirtet, fliegt ein Haus in der Nachbarschaft in die Luft. Das bei dem Anschlag anwesende Kind geht Sarah nicht ...

Zum Inhalt:
Während Sarah einen Geschäftspartner ihres Mannes und ein befreundetes Paar bewirtet, fliegt ein Haus in der Nachbarschaft in die Luft. Das bei dem Anschlag anwesende Kind geht Sarah nicht mehr aus dem Kopf; insbesondere deshalb, weil es spurlos verschwunden scheint. Sarah versucht es zu finden und bringt sich und ihr Umfeld in Lebensgefahr.

Mein Eindruck:
Was Mick Herron später in seiner Slow-Horses-Serie in Perfektion betreibt - Licht und vor allen Dingen Schatten im Umfeld von Macht und Geheimdiensten - ist in dem schon vor zwanzig Jahren erschienenen Buch noch eine Fingerübung. Herron zeigt auch hier schon die Distanz der (Schreibtisch-)Täter, die sich an Menschen wie an Schachfiguren bedienen: Gerne nützlich, um sich einen Vorteil zu verschaffen aber zumeist auch einfach nur Kanonenfutter. Mit der Figur der Privatermittlerin Zoe Boehm, die allerdings erst im zweiten Teil des Buches von einer Rand- zu einer Hauptfigur wird, kommt auch der lakonische, schwarze Humor zum Tragen und das Buch gewinnt dadurch nicht nur an Tempo, sondern auch an Esprit. Denn die Spannung ist von Beginn vorhanden, - den perfiden Einfällen Mick Herrons sei Dank, der nicht müde wird, die Politprofis aus der zweiten Reihe gekonnt zu diskreditieren und jedem seiner Leser auch schon in diesen Büchern die Blauäugigkeit und das Glauben an das Gute mit dem Dampfhammer aus dem Leib prügelt... oder mit einer Schrotflinte.... oder Zahnseide.... Kreativität ist Micks zweiter Vorname!

Mein Fazit:
Ein Muss für jeden Verschwörungstheoretiker, der es schon immer gewusst hat

Veröffentlicht am 19.12.2025

Coole Story

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Ich fand den Klappentext eigentlich schon richtig interessant und der Start ins Buch war dann auch direkt super einnehmend. Ich fand die Story selbst richtig spannend und die Charaktere auf ihre leicht ...

Ich fand den Klappentext eigentlich schon richtig interessant und der Start ins Buch war dann auch direkt super einnehmend. Ich fand die Story selbst richtig spannend und die Charaktere auf ihre leicht überzeichnete Art sehr faszinierend.

Mit dem Erzählstil habe ich aber so ein gehadert, der fühlte sich für mich sehr behäbig an, sodass ich nicht so richtig in einen guten Lesefluss gekommen bin. Die wechselnden Perspektiven haben mich immer so ein bisschen rausgeworfen

Die Handlung ist verquer, fast schon skandalös und die Verwicklungen der Figuren waren wirklich packend. Vor allem Michaels Geschichte hat mich auch total mitgenommen. Generell erfährt man super viel auf indirektem Wege über die Figuren, weil über sie gesprochen oder etwas beobachtet wird. Dadurch bleiben sie eher auf Distanz aber gleichzeitig bekommt man trotzdem so ein Rundumbild.

Überraschenderweise spielt Zoë in diesem Buch erst ziemlich spät eine Rolle. Anhand der Beschreibung hatte ich sie für eine zentralere Figur gehalten. Da es aber genug andere Charaktere gibt, fällt das nicht weiter ins Gewicht, ich war nur irritiert.

Das Ende war große Klasse, ein wilder Showdown, actionreich und mit ordentlich Tempo. Das gesamt Buch ist schon ein ziemlich wilder Ritt, der so ein bisschen an alte Gangsterfilme erinnert, bei denen reichlich viel schief geht. Ich fands cool.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Hat was

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Zum Inhalt:
Sarah ist in einem beschaulichen Vorort von Oxford in ihrer Rolle als Hausfrau gefangen. Als in der Nachbarschaft ein Haus explodiert und ein Kind verschwindet, setzt sie alles daran, das Kind ...

Zum Inhalt:
Sarah ist in einem beschaulichen Vorort von Oxford in ihrer Rolle als Hausfrau gefangen. Als in der Nachbarschaft ein Haus explodiert und ein Kind verschwindet, setzt sie alles daran, das Kind wiederzufinden. Dazu holt sie sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoè. Bei den gemeinsamen Ermittlungen werfen sie mehr Fragen auf als sie Antworten finden. Vermeintlich Tote tauchen wieder auf, andere hingegen gesellen sich ins Land der Toten.
Meine Meinung:
Ich hatte das Vergnügen sowohl Hörbuch als auch Buch genießen zu dürfen und beide Varianten haben mir gut gefallen, wobei das Hörbuch mir ein kleines bisschen besser gefallen hat, aber wirklich nur geringfügig. Der Schreibstil hat irgendwie was besonderes, der dann die Protagonisten oft sehr schlagfertig aber auch sarkastisch wirken lässt. Das hat durchaus einen Reiz. Manchmal konnte ich gerade Sarahs Handlungen nur bedingt nachvollziehen, auch das Zoè eine eher untergeordnete Role spielte, hat mich etwas verwundert. Insgesamt betrachtet fühlte ich mich gut unterhalten.
Fazit:
Hat was