Cover-Bild Down Cemetery Road
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19,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 22.10.2025
  • ISBN: 9783257301151
Mick Herron

Down Cemetery Road

Zoë Boehm ermittelt in Oxford
Stefanie Schäfer (Übersetzer)

Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht – Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Ein Netz aus Verschwörungen

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Down Cemetery Road hat mich vor allem durch das Setting neugierig gemacht. Ein ruhiger Vorort von Oxford, eine Explosion in der Nachbarschaft und eine Hausfrau, die plötzlich nicht mehr wegsehen ...

Down Cemetery Road hat mich vor allem durch das Setting neugierig gemacht. Ein ruhiger Vorort von Oxford, eine Explosion in der Nachbarschaft und eine Hausfrau, die plötzlich nicht mehr wegsehen kann. Das klang nach einem eher stillen, aber vielschichtigen Krimi. Im Mittelpunkt steht Sarah Tucker. Als nach einer Explosion in der Nähe ein kleines Mädchen verschwindet, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Offiziell ist ein Gasleck für die Explosion verantwortlich, aber Sarah hat eine andere Theorie. Sie engagiert einen Privatdetektiv, um nach dem Kind zu suchen. Und immer tiefer wird sie in ein Netz aus Geheimnissen, falschen Identitäten und politischen Verstrickungen hereingezogen. Die Geschichte ist gut erzählt. Besonders gut hat mir die Atmosphäre gefallen. Das scheinbar beschauliche Oxford bekommt hier eine ganz andere, abgründige Seite. Die Spannung entsteht nicht durch rasante Action, sondern durch das stetige Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas nicht stimmt. Sarah wirkt anfangs fast etwas verloren, wächst aber im Laufe der Handlung über sich hinaus. Sarah wirkt anfangs fast etwas verloren, wächst aber im Laufe der Handlung über sich hinaus. Privatermittlerin Zoë Boehm hingegen ist erfahren, direkt und angenehm unaufgeregt. Wer keine reine Action erwartet, sondern Spannung und komplexe Geheimnisse schätzt, wird hier gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Spannender Auftakt der Zoë Boehm - Krimireihe

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Der Anfang des Krimis ist im wahrsten Sinnen des Wortes explosiv: Nicht nur der kurz davor angekündigte Besuch von Marks wichtigen Kunden treibt seine Frau Sarah auf die Palme. An dem Abend kommt es auch ...

Der Anfang des Krimis ist im wahrsten Sinnen des Wortes explosiv: Nicht nur der kurz davor angekündigte Besuch von Marks wichtigen Kunden treibt seine Frau Sarah auf die Palme. An dem Abend kommt es auch zu einer Explosion in der Nähe ihres Hauses, es gibt Tote und ein kleines Mädchen verschwindet spurlos kurz danach.
Spannend und anschaulich schildert Mick Herron die Ereignisse des dramatischen Abends und der Tage unmittelbar danach. Die Explosion verändert nicht nur das Bild des bisher scheinbar ruhigen Vorortes von Oxford. Sie bringt auch das Leben von Sarah durcheinander; denn die bisher gelangweilte, unzufriedene Hausfrau beginnt nach dem verschwundenen vierjährigen Mädchen zu suchen. Ihre Recherche, die erschütternde Wahrheiten enthüllt, bringt nicht nur sie in lebensbedrohliche Lage.

Zuerst ist es für mich schwer nachvollziehbar, warum Sarah, die selbst keine Kinder haben will, nach dem fremden Mädchen sucht. Doch der Autor verrät ihre intimsten Gedanken, lässt mich in ihre Vergangenheit eintauchen; dadurch kann ich die unkonventionelle Sarah viel besser verstehen.
Viel interessanter jedoch fand ich die Privatermittlerin Zoë Boehm, die bedauerlicherweise – trotz des Untertitels des Buches – erst zum Schluss aktiv am Geschehen teilnimmt.

Nichtdestotrotz hat mich der Krimi sehr gut unterhalten. Ich habe den feinen atmosphärischen Schreibstil des Autors, seinen sarkastischen schwarzen Humor und die scharfsinnigen, geistreichen Dialoge sehr genossen.
Down Cemetery Road ist das erste Buch aus der Reihe mit Zoë Boehm. Auf die Fortsetzung bin ich sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Eine tapfere Hausfrau sticht in ein Wespennetz

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Darum geht es:
Sarah Tucker steckt in einem frustrierenden Leben als Hausfrau fest. Ganz deutlich wird es ihr bei einem unerfreulichen Geschäftsessen, das sie für ihren Ehemann zuhause ausrichten muss. ...

Darum geht es:
Sarah Tucker steckt in einem frustrierenden Leben als Hausfrau fest. Ganz deutlich wird es ihr bei einem unerfreulichen Geschäftsessen, das sie für ihren Ehemann zuhause ausrichten muss. Da scheint eine Explosion eines Hauses in der Nachbarschaft eine tödlich faszinierende Ablenkung. Nur ein Kind überlebt das Unglück. Obwohl Sarah die Familie nicht kannte, fühlt sie mit dem Kind, das jedoch aus dem Krankenhaus verschwindet.
Sarahs Erkundungen bleiben nicht unbemerkt und plötzlich steht sie im Fokus von Polizei und Geheimdienst.

Mein Eindruck:
Ich weiß nicht, warum dieser Thriller mit der Privatdetektivin Zoe Boehm beworben wird, sie spielt nur am Rande eine Rolle. Vielleicht ist es der aktuellen Verfilmung geschuldet, denn im englischen Original erschien das Buch schon 2003. Sarah Tucker jedenfalls treibt die Handlung voran, stellt die Fragen und gerät dadurch ins Zielfenster der Gegner. Denn was passiert ist, warum das Haus in die Luft fliegen musste und warum das Kind verschwand, das alles darf nicht bekannt werden. Die Hintergründe des »Warum« sind auch im Blick auf den Entstehungszeitpunkt (2003) zu sehen, lassen mich aber auch jetzt noch erschaudern, weil sie so unglaublich real erscheinen.
Sprachlich ist es ein Vergnügen, Down Cemetery Road zu lesen. Die Personen, die Szenen sind lebhaft und aktiv beschrieben. Ich fühle mit Sarah in ihrer gezwungen Gastgeberrolle, gleich in der ersten Szene. Mit wenigen Worten und Aktionen wird hier ein umfassendes Bild gezeichnet, literarisch ein spannendes Werk.
Die Handlung an sich erinnert mich immer mal wieder an eine Mischung der Autoren John Le Carré, Ian Fleming und Robert Ludlum. Und tatsächlich hat der Autor Mick Herron eine zweite Reihe im Spionagemilieu angesiedelt, die von Diogenes schon übersetzt und veröffentlicht wurde.

Fazit:
Ein starker Thriller mit Sprachwitz und einem erschreckenden Motiv (das ich nicht verraten werde). Wer Geschichten über Geheimoperationen, teils brutale Gewaltanwendung gemischt mit sympathischen Anti-Helden und mutigen Frauen mag, der wird hier wunderbar unterhalten.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

der erste Mick Herron Spionage Roman- typisch britisch

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Sarah Tucker, wohnhaft in Oxford, ist gelangweilte Hausfrau, und das auch nicht freiwillig. Als es in ihrer Nachbarschaft zu einer Explosion kommt und dabei ein Kind spurlos verschwindet, wird ihr Ehrgeiz ...

Sarah Tucker, wohnhaft in Oxford, ist gelangweilte Hausfrau, und das auch nicht freiwillig. Als es in ihrer Nachbarschaft zu einer Explosion kommt und dabei ein Kind spurlos verschwindet, wird ihr Ehrgeiz geweckt. Gemeinsam mit der Privatermittlerin Zoe Boehm fängt sie zu ermitteln an und stößt rasch auf Täuschungen, Verwirrungen und persönliche Verstrickungen. Und zu allem Überfluss ist auch noch die Regierung irgendwie beteiligt.

Sollte man den mittlerweile doch bekannten Autor Mick Herron kennen findet man sich auch in diesem – seinem Erstlingsroman aus dem Jahr 2003- in seinen bekannten Stil wieder. Schwarzer Humor, das typisch britische, die doch sehr speziellen Charaktere, scharfsinnige Dialoge, all das stellt sich wie auch in seinen chronologisch betrachtet späteren Werken der Slough Horses Serie dar. Manches mag vielleicht noch etwas unausgegorener sein und noch nicht so perfekt sitzen wie in den späteren Werken, aber man erkennt die Handschrift.
Rasch wird eine düstere, leicht klaustrophobische Atmosphäre in Oxford geschaffen und man lernt die Figuren ausgiebig kennen. Etwas zu ausgeprägt vielleicht, bis die Spannung und Handlung konstant dichter werden. Man erhält spannende, leicht unkonventionelle Charaktere, die exakt präsentiert werden. Auch wenn Sarah Tucker, hier maßgeblich ermittelt, sollte man sich Zoe Boehm merken, da sie die eigentliche Ermittlerin in den nächsten Werken wird. Weiters sind Dialoge messerscharf, Alltagsbeobachtungen exakt auch teils über Absurditäten wie der richtige Ort die Zahnseide aufzubewahren. Handlungen und Hintergrundgeschichten werden auf unglaubliche Weise verknüpft- mit realem Bezug und Betrachtung der Politik von Großbritannien. Auch mit allgemeiner Gesellschaftskritik wird nicht gespart.

Rasch hat man ganz viele Handlungsstränge in der Hand und muss genau aufpassen beim Lesen, um keinen zu verlieren. Es wird mit Täuschungen gearbeitet und genau dies macht den Reiz für mich aus. Man fragt sich, wem man eigentlich noch trauen kann. Es ist also definitiv kein Buch für zwischendurch und definitiv kein Cozy Crime.

Für mich war es definitiv lesenswert, auch weil ich mich gefreut habe ein frühes Werk von Mick Herron zu sehen und damit seine Entwicklung zu verfolgen. Ich werde definitiv auch noch die anderen Bände der Zoe Boehm Reihe lesen – auf Deutsch oder Englisch entscheidet dabei wohl der Verlag.

Veröffentlicht am 11.01.2026

Spannende Krimireihe

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Klappentext:
Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet ...

Klappentext:
Sarah Tucker lebt in einem beschaulichen Vorort von Oxford, in der Rolle als Hausfrau gestrandet. Als jedoch nach einer Explosion in der Nachbarschaft ein Kind spurlos verschwindet, findet sie keine Ruhe mehr und holt sich Hilfe bei der Privatermittlerin Zoë Boehm. Gemeinsam bringen die beiden Frauen mehr Geheimnisse als Antworten ans Licht, Menschen, die lange für tot gehalten wurden, weilen unter den Lebenden, während sich immer mehr schnell zu den Toten gesellen. Vom ruhigen, abgründigen Pflaster Oxfords in ein Netz aus Verschwörungen von hochoffizieller Seite.

„Down Cemetery Road“, ist der 1. Band der Reihe „Zoë Boehm ermittelt in Oxford“ von Mick Herron.

Sarah Tucker lebt in Oxford. Sie ist Hausfrau und in ihrer Ehe mit Mark nicht wirklich glücklich. Nach einer Explosion in der Nachbarschaft, bei der zwei Menschen ums Leben kommen und die 4jährige Dinah geborgen werden kann, aber dann spurlos verschwindet.

Sarah, die auf ihre Fragen nach Dinah keiner Antworten bekommt, ahnt das hier etwas nicht stimmt. Sie beauftragt die Privatdetektiven Zoë Boehm, mit ihr zusammen das Kind zu suchen. Bald schon sehen sie sich eine Verschwörung gegenüber, die sie in tödliche Gefahr bringt.

Mick Herron versteht es gut, Spannung aufzubauen und sie über die gesamte Geschichte aufrechtzuhalten.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und interessant. Sarah Tucker, die das Dasein einer gelangweilten Hausfrau fristet, ist schnell damit beschäftigt nach Dinah zu suchen. Später stößt dann noch Zoë Boehm hinzu. Die beiden Frauen als Team gefallen mir gut.

Die Handlungsorte werden gut beschrieben.
Die Geschichte schreitet in einem ordentlichen Tempo fort.
Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und etwas anspruchsvoller als beide en meisten Kriminalromanen.
Mit seinem sarkastischen Humor, vor dem auch der britische Geheimdienst nicht verschont wird, lockert Mick Herron die Geschichte immer wieder auf.

„Mir hat „Down Cemetery Road“ gut gefallen und ich freue mich schon auf den 2. Band.

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