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Veröffentlicht am 18.04.2021

Spannung, Action, Frankreich-Feeling

Zara und Zoë - Die Tochter des Paten
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Im dritten Teil der Reihe um die ungleichen Zwillinge Zara und Zoë geht es wieder spannend zur Sache. Der Pate Benito Bolatelli hat für Zoë diesmal einen besonderen Auftrag. Sie soll das Unmögliche möglich ...

Im dritten Teil der Reihe um die ungleichen Zwillinge Zara und Zoë geht es wieder spannend zur Sache. Der Pate Benito Bolatelli hat für Zoë diesmal einen besonderen Auftrag. Sie soll das Unmögliche möglich machen, einen schwer bewachten Goldtransport überfallen. Nur so bekommt er seine Tochter Chiara von den Entführern frei. Doch ohne Zaras Hilfe hat Zoë keine Chance. Wird ihr Zara helfen?

Das Cover sticht ins Auge, es passt perfekt zu den anderen der Reihe. Obwohl ich den zweiten Teil eigentlich noch gut im Gedächtnis hatte, ging der Einstieg nicht so glatt, wie erhofft. Das hat sich dann aber im weiteren Verlauf gegeben.

Wieder wird die Story aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, diesmal erfährt man einiges aus der Vergangenheit, was ich sehr interessant fand. Die Handlung ist fesselnd, die Spannungskurve nimmt kontinuierlich zu. Zara und Zoë sind mir beide sympathisch, wobei mir Zoë, das "bad girl" näher steht als Zara, die immer noch unterkühlt wirkt.

Ich habe die Story atemlos verfolgt, der Autor baut Wendungen ein, die mich sprachlos zurück lassen. Die Mischung aus Spannung und Action ist perfekt bei diesen Thriller. Dazu kommt jede Menge Frankreich-Flair auf, das Lust auf Urlaub macht.

Fazit: Genialer Thriller, man darf gespannt sein wie es im nächsten Teil weiter geht.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Theo Krummes siebter Fall

Dunkler Grund
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Inhalt übernommen: "Eine entsetzliche Entdeckung zerreißt die sommerliche Idylle Nordfrieslands: Auf einer Segeljacht im Husumer Hafen liegt eine erstochene Frau. Wer konnte der reizenden Nantje, die mit ...

Inhalt übernommen: "Eine entsetzliche Entdeckung zerreißt die sommerliche Idylle Nordfrieslands: Auf einer Segeljacht im Husumer Hafen liegt eine erstochene Frau. Wer konnte der reizenden Nantje, die mit ihrem Mann ein beliebtes Fischrestaurant führte, nur so etwas antun? Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat haben Nantjes Mann in Verdacht. Doch dann verschwindet der Restaurantbesitzer unter mysteriösen Umständen. Bei seinen Ermittlungen muss Krumme ein großes Risiko eingehen und kommt auf die Spur einer Wahrheit, so tief und dunkel wie die Nordsee …"

"Dunkler Grund" ist der siebte Teil der Reihe um den sympathischen Ermittler Theo Krumme, der in Nordfriesland seine neue Heimat gefunden hat. Man kann den Krimi natürlich ohne Vorkenntnisse lesen, doch dann würde dem Leser so einiges entgehen. Ich empfehle, die Reihe von Anfang an zu lesen, um Krumme, Pat und die privaten Beziehungen der einzelnen Protagonisten genau kennenzulernen. Damit entgeht dem Leser auch kein Detail und man kann die Entwicklung der einzelnen Personen wunderbar nachvollziehen.

Ich schätze diese Reihe sehr, auch der siebte Teil hat mich wieder in seinen Bann gezogen, die Mischung aus Krimi und Mystik vor der landschaftlich wundervollen Kulisse der Nordsee ist einzigartig. Die Landschaft ist detailliert beschrieben, ich hatte beim Lesen Kopfkino. Parallel zur Haupthandlung gibt es einen Strang, der in der Vergangenheit spielt, der nicht minder fesselnd ist.

Ich habe mich über das Wiedersehen mit den alten Bekannten gefreut, Krumme und Pat, die so liebevoll skizziert sind. Auch die Nebendarsteller sind sehr gut beschrieben, ich hatte sie bildlich vor Augen. In diesem Teil läuft Pat Krumme den Rang ab, sie hat sich richtig gut gemacht, sich weiterentwickelt. Besonders gut gefällt mir auch, dass Krumme inzwischen auf den Hund gekommen ist und sein tierischer Begleiter seine Rolle hatte.

Der Plot ist dicht, spannend, bis zum Schluss habe ich gerätselt, hatte aber keinen wirklichen Verdacht. So muss es sein.

Fazit: Fesselnder Nordsee-Krimi mit viel Atmosphäre, ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2021

ganz großes Kino

Der gekaufte Tod
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Schauplatz Detroit: Der Ex-Cop August Snow kehrt nach mehr als einem Jahr Abwesenheit in sein Elternhaus in Mexicantown, Detroit, zurück. Nachdem ihm in einem Korruptionsprozess gegen die Polizei der ...

Schauplatz Detroit: Der Ex-Cop August Snow kehrt nach mehr als einem Jahr Abwesenheit in sein Elternhaus in Mexicantown, Detroit, zurück. Nachdem ihm in einem Korruptionsprozess gegen die Polizei der Stadt Detroit zwölf Millionen zugesprochen wurden, ist Snow alles andere als beliebt in der Stadt. Wegen seiner Anschuldigungen wurden Karrieren beendet, Männer verurteilt, er hat unter den Cops und Politikern viele Feinde. Eigentlich möchte Snow nur das heruntergekommene Viertel, in dem sein Elternhaus steht, wieder aufbauen. Doch ein Anruf von Eleanore Padget durchkreuzt diese Pläne. Ihre Bitte, merkwürdige Vorgänge in ihrer Bank zu untersuchen lehnt er ab, wenig später ist Eleonore tot. Snow fühlt sich verantwortlich, an die Selbstmordtheorie glaubt er nicht. Er beginnt, Nachforschungen anzustellen und bringt damit sich und andere in Lebensgefahr.

Mit Octavio Snow hat Stephen Mack einen interessanten und sympathischen Protagonisten geschaffen. Snow hat afroamerikanische und mexikanische Wurzeln, er ist ein aufrechter und mutiger Typ, der sich nicht scheut, sich mit den Reichen und Mächtigen anzulegen. Er hilft wo er kann und kommt sehr sympathisch rüber. Ein Typ mit Ecken und Kanten, der das Zeug zum Serienhelden hat.

Die Handlung ist dicht, die Szenerie Detroits kommt beim lesen plastisch rüber, ich hatte Kopfkino. Dazu trägt auch der authentische Schreibstil bei. Locker-ironisch geschrieben, kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Dazu noch eine große Portion Spannung und Action, die den Thriller zu einem Pageturner machen.

Fazit: Ganz großes Kino, für mich ein Lesehighlight 2021. Ich hoffe dass es noch eine Fortsetzung geben wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2021

Livs fünfter Fall

Tödliche See
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Inhaltsangabe, übernommen: "Die Nordsee, fast achtzig Kilometer vor Sylt. Im Gerüst unter einer Versorgungsplattform wird die Leiche eines Tauchers gefunden. Unfall oder Selbstmord sind ausgeschlossen. ...

Inhaltsangabe, übernommen: "Die Nordsee, fast achtzig Kilometer vor Sylt. Im Gerüst unter einer Versorgungsplattform wird die Leiche eines Tauchers gefunden. Unfall oder Selbstmord sind ausgeschlossen. Liv Lammers und ihre Kollegen von der Mordkommission fliegen mit dem Hubschrauber ein. Sie stoßen auf eine eingeschworene Gemeinschaft von Arbeitern. Bald aber zeigt sich: Hinter den Kulissen brodelt es. Als auch die Firmeninhaberin auf Sylt bedroht wird, nimmt der Fall eine neue Wendung, denn vielen Einheimischen ist die Offshore-Anlage vor der Insel ein Dorn im Auge ..."

"Tödliche See" ist schon der fünfte Fall für die sympathische Ermittlerin Liv Lammers. Da die Bücher in sich abgeschlossen sind, kann der Krimi auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Der Fall, den sie zusammen mit ihrem Team aufklären soll, spielt diesmal vor einer ungewöhnlichen Kulisse, einem Windpark in der Nordsee. Die Atmosphäre ist super eingefangen, ich hatte die Szenerie bildlich vor Augen. Die Weite der See, die Sonnenaufgänge, das Gefühl der Einsamkeit auf dieser Plattform. Sehr gut gelungen. Dazu erhält man nebenbei interessante Informationen zum Thema Windkraft, ein spannendes Thema.

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, zum einen aufgrund der ungewöhnlichen Situation, bei der sie auf die Mithilfe der Mitarbeiter vorort angewiesen sind, denn schon die Bergung der Leiche ist nur mit deren Unterstützung möglich. Die Befragungen bringen erst einmal nicht viel Verwertbares, der Tote scheint allseits beliebt gewesen zu sein. Doch dann kommen unerwartete Wendungen, die Ermittlungen gehen in verschiedene Richtungen. Wer könnte ein Motiv für den Mord gehabt haben? Ich konnte wunderbar miträtseln und hatte bis zum Ende keinen wirklich Verdächtigen, die Auflösung hat mich überrascht.

Neben den bekannten Protagonisten aus dem Ermittlerteam und Livs privatem Umfeld gibt es eine Vielzahl an neuen Figuren. bei der Zuordnung der Mitarbeiter des Windparks hatte ich anfangs etwas Probleme, das gab sich im weiteren Verlauft. Die Protagonisten sind gut charakterisiert, ich fand es etwas schade, dass Livs Privatleben diesmal wenig Raum einnahm. Doch so wie es aussieht, wird es im nächsten Band wieder eine größere Rolle spielen.

Fazit: Fesselnder Krimi vor einer atemberaubenden Kulisse. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2021

Armin Trosts 6. Fall

Der Fall des Grazer Königs
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"Der Fall des Grazer Königs" ist Armin Trosts 6. Fall und nicht minder fesselnd als die vorigen Teile.

Mit einem zweitausend Jahre alten Pfeil wird ein ehemaliger Richter getötet. Doch Gstrein war nicht ...

"Der Fall des Grazer Königs" ist Armin Trosts 6. Fall und nicht minder fesselnd als die vorigen Teile.

Mit einem zweitausend Jahre alten Pfeil wird ein ehemaliger Richter getötet. Doch Gstrein war nicht nur ehemaliger Richter, seine Frau ist Abgeordnete und er selbst Gutachter beim geplanten Autobahn-Ausbauprojekt. Gibt es ein politisches Motiv für den Mord? Einige Politiker haben Drohbriefe erhalten...

Armin Trost, Schulmeister und Lemberg ermitteln in alle Richtungen.

Auch dieser Teil hat mich begeistert. Eine dichte Story, Spannung und viel Lokalkolorit lassen die Seiten nur so dahin fliegen. Jeder Band ist in sich abgeschlossen, trotzdem empfehle ich die Reihe mit dem ersten Teil zu beginnen. Nur so lernt man Trost wirklich kennen, erfährt alles über seine Beziehungen sowohl im privaten als auch beruflichen Bereich.

Ich habe mich über das Wiedersehen mit all den alten Bekannten gefreut, zwischen Trost und Annette funkt es immer noch und Schulmeister ist wieder mit von der Partie. Trost hat eine Antenne für das Böse, er kann es spüren. Er hat Tagträume, Visionen? Diese erzeugen eine schaurige Atmosphäre. Überhaupt ist die Atmosphäre dicht, teils mystisch und gruselig, im Kaiserwald perfekt eingefangen. Es gibt immer wieder skurrile Szenen, die diese Reihe für mich so Besonders machen. Mein Highlight war die Szene auf dem Portiunkulamarkt, so plastisch und skurril.

Auch lebt diese Serie von ihren Figuren. Hier gibt es keine austauschbaren 08/15 Typen, sondern Menschen mit Ecken und Kanten, die facettenreich gezeichnet sind. Wie in den anderen Teil haben merkwürdige Gestalten ihren Auftritt.

Ich habe die Handlung atemlos verfolgt, mitgerätselt und gefiebert, vor allem als Trost und Schulmeister sich in gefährlichen Situationen befanden. Die Beschreibungen sind detailliert, so dass ich die Szenen plastisch vor Augen hatte. Kopfkino pur.

Fazit: Hier stimmt alles, die Mischung aus Spannung, Humor und Lokalkolorit ist perfekt gelungen. Man darf auf Trosts nächsten Fall gespannt sein, auch wie es im privaten Bereich weiter geht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere