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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

gelungene Fortsetzung - und dennoch nicht kategorisierbar

Die Rätsel meines Großvaters
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Dieser Band schließt vom Prinzip sehr nahtlos an den Vorgängerband, die Bibliothek meines Großvaters an, lässt sich problemlos, aber auch eigenständig lesen.

Kaedes Großvater leidet an einer speziellen ...

Dieser Band schließt vom Prinzip sehr nahtlos an den Vorgängerband, die Bibliothek meines Großvaters an, lässt sich problemlos, aber auch eigenständig lesen.

Kaedes Großvater leidet an einer speziellen Form der der Demenz, der Lewy-Körper-Demenz welche oft mit Halluzinationen einher geht. Im Vergleich zum Vorgängerband hat sich seine medizinische Situation allerdings auch verschlechtert. Dennoch ermitteln Kaede und ihr Großvater in einigen Fällen, denen sie unter anderem auch im Alltag begegnen. Der Großvater schafft es in diesen Situationen seine einzigartigen kombinatorischen Fähigkeiten und auch sein großes Wissen über Kriminalliteratur zu nutzen.

Das Buch vereint einen berührenden Einblick in die Lebensrealität von Demenzkranken und deren Familien mit dem kombinatorischen Ermittlungsgeschick einer Person, die Kriminalromane liebt. Natürlich kommt auch schon auf Grund des Settings ein Japanbezug nicht zu kurz, so dass man leicht in diese Welt eintaucht. So manche Dinge werden da es eine andere Kultur ist, dann doch anders bewertet. Stückweise werden einzelne Fälle präsentiert, die Kaede oder ihr Umfeld betreffen, doch auch hier gibt es wieder eine kleine Überraschung und so mancher Krimi ist näher als gedacht. Schön war es zu sehen, wie die Rahmenhandlung um Kaede, ihren Großvater, Iwata und Shiki weiter geht.

Der Schreibstil, bzw. die Weise, in der das Buch aufgebaut ist, ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings lohnt es sich definitiv sich darauf einzulassen. Es ist eben viel mehr als ein einfacher Krimi. Wie auch beim Vorgängerband ließ ich mich gerne mittreiben.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Nur nicht untergehen - düster wie das Moor und der Nebel

Moorland. Die Zwillinge
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Kommissarin Malia Gold startet gleich turbulent in ihren neuen Job, sind doch im dichten Nebel im Moorgebiet zwei 18-jährige Zwillinge Nike und Jana nicht von ihrem Ausflug zurückgekehrt. Der Vater meldet ...

Kommissarin Malia Gold startet gleich turbulent in ihren neuen Job, sind doch im dichten Nebel im Moorgebiet zwei 18-jährige Zwillinge Nike und Jana nicht von ihrem Ausflug zurückgekehrt. Der Vater meldet die beiden Vermisst, da man sie auch telefonisch nicht erreicht und eine Suche im Moor bleibt erfolglos, nur ein Fahrrad eines der Mädchen wird gefunden. Schwester Nike taucht etwas später wieder auf, doch Jana bleibt verschwunden. Verstörende Bilder tauchen auf ihrem Tik-Tok-Kanal auf. Erschütterung durchläuft die Gemeinde, wurde doch vor Jahren schon ein anderes Mädchen im Moor gesucht und nie gefunden.

Das Buch wird durch den atmosphärischen und bildhaften Schreibstil des Autors getragen, da er damit die Stimmung im Moor gut einfängt. Man fühlt sich im Geschehen – kalt, düster, neblig, einfach gruselig. Kurze Kapitel bzw. Unterabschnitte, die chronologisch präsentiert werden, halten den Spannungsbogen hoch, denn man bekommt ja alles nur scheibchenweise präsentiert. Nach so mancher Überraschung versucht man noch rasch, den nächsten Abschnitt zu lesen, was ob der Struktur ja leicht möglich ist.

Mit Malia Gold bin ich noch nicht ganz warm geworden, was auch an ihrer etwas kühlen Art liegen mag. Allerdings macht sie für mich einen glaubhaften Charakter aus und ihre eigene Familiengeschichte scheint auch so manches zu bieten haben. Sie ist entschlossen, stark und eben doch vielschichtig, daher hoffe ich auf mehr in den nächsten Bänden, da sie viel Potenzial hat.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Serie, da ich mir eine weitere spannende Geschichte erwarte. Außerdem bleiben ja noch einige Fragen zur Geschichte der Kommissarin Malia Gold.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

ein Mitmachbuch mit Tierkinderthema

Hilf den Tierkindern
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Wir, mein Neffe und ich, haben dieses Buch nach dem „Hilf den Fahrzeugen“ gelesen und sind wie bei ersterem sehr zufrieden.

Ein Pappbuch im handlichen Format, dass sich an Kinder im Alter ab 18 Monaten ...

Wir, mein Neffe und ich, haben dieses Buch nach dem „Hilf den Fahrzeugen“ gelesen und sind wie bei ersterem sehr zufrieden.

Ein Pappbuch im handlichen Format, dass sich an Kinder im Alter ab 18 Monaten richtet. Hier stehen nun Tierkinder im Fokus. Auch ein Thema das im Alltag von Kleinkindern schon Raum einnimmt, auch durch andere Bücher. Es werden jedem Tierkind zwei Doppelseiten gewidmet – dabei einmal eine Seite, die das Problem und die Anweisung vermittelt und eine Ergebnisseite. Beim Vorlesen wird das Kind zum Mitmachen animiert. So hilft man z.B. einem kleinen Kätzchen durch kräftiges Miauen, seine Eltern zu rufen. Man schüttelt, zeigt, macht Laute nach.

Die Gestaltung des Buches ist einfach und fokussiert, also nicht überladen. Die Textlänge der Seite ist angemessen und in passender Sprache.

Die Serie ist eine wirklich schöne Ergänzung zu den klassischen Vorlesebücher, Wimmelbüchern und Greif/Fühlbüchern. Gibt es doch schon einige Bücher dieser Serie zu unterschiedlichen Themen.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Ein etwas anders aufgebautes Ratgeberbuch

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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Ratgeberbücher über diverse Gartenprobleme gibt es so einige, auch über Pflanzenkrankheiten bzw. Schädlinge die Pflanzen befallen könne. Dieses Buch transportiert die doch vielleicht etwas trockene Thematik ...

Ratgeberbücher über diverse Gartenprobleme gibt es so einige, auch über Pflanzenkrankheiten bzw. Schädlinge die Pflanzen befallen könne. Dieses Buch transportiert die doch vielleicht etwas trockene Thematik mit sehr viel Witz und in generell neuem Stil. Wird doch aus jedem Problem ein kleiner Kriminalfall gestaltet. Systematisch – wie in einer Ermittlungsakte wird der Tatort beschreiben, Indizien präsentiert, Zeugen befragt, die den Täter beschreiben sollen. Schließlich werden die Fakten zusammengefasst und ein Täterprofil erstellt – mögliche Insekten, die in dieses Täterbild fallen, werden präsentiert. Schließlich wie bei einem echten Kriminalfall, der Täterkreis eingekesselt und der abschließende Verbrecher präsentiert - mit Beschreibung und Motiv.
Neben der generell auflockernden Variante wie Fakten präsentiert werden, ist auch die Gestaltung übersichtlich und gelungen.

Definitiv empfehlenswert für Personen die Hilfe im Garten suchen, allerdings auch amüsant zu lesen für allgemeine Krimiliebhaber. Wer löst nicht gerne 20 kleine Kriminalfälle, die sich im eigenen Garten ereignen können.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Schütteln, tuten - ein Mitmachbuch

Hilf den Fahrzeugen
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Ein schön gestaltetes Buch, dass sich um diverse Fahrzeuge dreht, denen man auch schon als Kind im Alltag begegnet. Schön und klar gestaltet, ist es einfach für das Kind einen Bezug zum Alltag herzustellen. ...

Ein schön gestaltetes Buch, dass sich um diverse Fahrzeuge dreht, denen man auch schon als Kind im Alltag begegnet. Schön und klar gestaltet, ist es einfach für das Kind einen Bezug zum Alltag herzustellen. Und umso gelungener ist es, dass es das Kind beim Vorlesen zum Mitmachen animiert. Einmal soll gepustet werden, dann geschüttelt und noch einiges mehr.
Alles sehr abwechslungsreich und auch lustig, wann darf man denn sonst schon tuten wie ein Polizeiauto. Jedem Fahrzeug wird sich mit zwei Doppelseiten gewidmet - einmal eine Aufforderungsseite und einmal eine Ergebnisseite.

Die Serie ist eine schöne Ergänzung zu den klassischen Vorlesebücher, Wimmelbüchern und Greif/Fühlbüchern.

Ich kann dieses handliche Buch, mit dem knappen, aber passenden Textausschnitten definitiv empfehlen. Auch weil sie eben nicht überladen sind und überfordern. Freuen darf man sich auf interaktive Schmökerzeit mit dem Kind.

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