kurzweilige, humorvolle Sommerlektüre mit Agenten und Politikbezug
00-LaschetArmin Laschet, gescheiterter Kanzlerkanditat, ist im Begriff seinen neuen Job als Bundespräsidenten anzutreten. Dafür verlässt er sein geliebtes Reihenhaus in Aachen und zieht nach Bellevue um standesgemäß ...
Armin Laschet, gescheiterter Kanzlerkanditat, ist im Begriff seinen neuen Job als Bundespräsidenten anzutreten. Dafür verlässt er sein geliebtes Reihenhaus in Aachen und zieht nach Bellevue um standesgemäß Empfänge abhalten zu können. Doch nichts ist so wie es scheint, gibt es doch unter dem Dienstsitz eine versteckte Geheimdienstzentrale des MI. Überrumpelt weiß Laschet nicht, ob er nicht den Geheimdienst, der auch dem Parlament unbekannt ist, auffliegen zu lassen. Doch es geht einfach rund überlebt er doch in den ersten vierundzwanzig Stunden einen Anschlag. Und rasch fügt er sich in seinen Auftrag. Er fungiert als Türöffner für die Agenten an seiner Seite, allem voran der jungen Topagentin 12, die die Welt vor der Auslöschung bewahren soll.
Wie man anhand der Gestaltung des Covers leicht feststellen kann, handelt es sich um ein Buch von David Safier, der schon eine Reihe um Angela Merkel als Ermittlerin verfasst hat.
Die Romanfigur Armin Laschet erscheint gemütliche Frohnatur, die teilweise etwas tollpatschig durch die Geschichte gleitet. Wie kommt man sonst fast zu einer Affäre mit dem Popstar Madonna. Umgeben von Agenten des geheimsten Geheimdienstes, bildet er also etwas den Gegensatz. Er ermittelt nicht im James Bond Manier sondern gemessen seiner Art – ruhig und gemütlich.
Der Stil ist humorvoll und leicht, typisch für Safier. Es gibt diverse Spitzen gegen Politiker der ganzen Welt und auch etwas gegen den Typus eines Geheimagenten. Es ist eben ein humorvoller Agentenroman, der aber auch bewusst überzeichnet bzw. abstrus ist.
Eine ideale leichte, humorvolle Sommerlektüre mit etwas Politikbezug.