Einfach großartig!
„Widdersehen“ aus der Feder von Leonie Swan ist nun bereits der 3. Schafkrimi, in dem die Schafe aus Glennkill im Mittelpunkt stehen. Für mich war es der erste Schafkrimi, und ich muss gestehen, die Schafe ...
„Widdersehen“ aus der Feder von Leonie Swan ist nun bereits der 3. Schafkrimi, in dem die Schafe aus Glennkill im Mittelpunkt stehen. Für mich war es der erste Schafkrimi, und ich muss gestehen, die Schafe von Glennkill haben einen neuen Fan.
Der Inhalt: Als ihre Schäferin Rebecca urplötzlich die Europareise abbricht und die Herde rund um Miss Maple zurück in irische Gefilde führt, sind die Schafe zunächst optimistisch wie Frühlingslämmer. Denn wo könnte es schöner sein als auf der Heimatweide? Auch der jüngste Zuwachs ist gespannt – Madouc, offiziell Ziege, inoffiziell »Schaf auf Probe«, hofft auf viele neue Einblicke in die geheimnisvolle Welt der Schafe. Kaum dort angekommen, ist das Bedauern jedoch groß: Die geliebte Weide ist gar nicht mehr so schön, wie sie es in der Erinnerung war, und obendrein haben drei fremde Schafe mit seltsamen Namen alle Lieblingskräuter weggeknabbert. Als wäre das nicht schon genug, ist Rebecca plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Zurückgeblieben ist nur ein einzelner Finger (kein guter Anfang) und ein geheimnisvoller Brief, aus dem sich die Schafe mangels Vorlesemenschen keinen Reim machen können. Die Herde befürchtet das Schlimmste. Es ist völlig klar: Sie müssen ihre verschollene Hirtin retten. Unversehens finden sie sich in einem Familiendrama wieder, und einmal mehr zeigt sich: Alles ist zu meistern – man braucht nur genügend Wollensstärke!
Ich war und bin immer noch total begeistert. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und ihr ist eine tolle unterhaltsame Mischung gelungen. Auf der einen Seite ein spannender Krimi, da habe ich jetzt noch Gänsehautfeeling, wenn ich mir gewisse Szenen vor Augen führe, und auf der anderen Seite die Schafe, die als Ermittler*innen gleichzeitig sehr klug aber auch schafs-dumm auftreten. Und da habe ich jetzt noch ein Grinsen im Gesicht. Die Herde ist ja wirklich der Oberhammer. Und wenn sie dann gewisse Dinge zum Besten geben und zu philosophieren anfangen, dann ist der Unterhaltsfaktor riesengroß. Miss Marple ist äußerst klug und kann mit ihrer Namensvetterin mithalten. Ich habe die Herde auf der Suche nach ihrer Schäferin begleitet und dabei ein großes Abenteuer, das so manche Gefahr ins birgt, erlebt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe dem Ende förmlich entgegengefiebert. Der Spannungsbogen ist fantastisch und zum Schluss hatte ich richtiges Gänsehautfeeling. Begeistert haben mich auch die Wortspiele, die fand ich klasse.
Dieser Krimääh ist wirklich ein Lesevergnügen der Extraklasse, das mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Das Cover ist übrigens auch ein echter Hingucker. Selbstverständlich vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.