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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2017

Liebesdrama

Liebe findet uns
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Was mir gefallen hat an Liebe findet uns?

Zuerst natürlich das wahnsinnig schöne Cover. Ein Rausch der Gefühle in einem Buchcover hervorragend zur Geltung gebracht. Ein Eyecatcher, der sicherlich viele ...

Was mir gefallen hat an Liebe findet uns?

Zuerst natürlich das wahnsinnig schöne Cover. Ein Rausch der Gefühle in einem Buchcover hervorragend zur Geltung gebracht. Ein Eyecatcher, der sicherlich viele zum Kauf annimiert.

Auch die Idee einer Rundreise nach einem alten Tagebuch quer durch Europa fand ich wunderbar. Ich habe sofort über die Möglichkeit nachgedacht, eine Reise meiner Eltern nach zuempfinden. Vor allem, da mein Vater ja schon gestorben ist.

Die Dialoge der Liebenden waren humorvoll, frech und intensiv. Sie haben die Gefühle und die Stimmung der beiden miteinander meist sehr gut getroffen.

Was mir nicht so gefallen hat?

Der Schreibstil war mir manchmal fast etwas zu malerisch. Nicht wirklich kitschig aber nah dran und ich hatte das Gefühl, hier wird schon etwas dick aufgetragen. Vielleicht bin ich in meinem Alter auch einfach zu abgeklärt für diese schnelle tiefe Liebe. Aber nach 30 Jahren Beziehung sieht man manches etwas anders.

Das Ende war auch nicht ganz nach meinem Geschmack. Das dramatische Geheimnis von Jack habe ich schon geahnt und es wurde nicht so stringent erzählt, wie ich das gerne hätte. Ich mag offene Enden durchaus, aber hier erschien es mir nicht ganz passend, da ja schon der Weggang von Jack eine Lücke hinterließ, noch bevor der Grund dafür herauskam.

Von mir 3,5 Sterne auf 4 aufgerundet.

Veröffentlicht am 05.06.2017

gute Idee mit Schwächen

Stormheart 1. Die Rebellin
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Die guten Kritiken und der interessante Klappentext haben mich dazu verleitet, mir "Stormheart" von Cora Cormack zu kaufen. Ein farblich ansprechendes Cover mit einer Abbildung der Heldin, sicherlich ein ...

Die guten Kritiken und der interessante Klappentext haben mich dazu verleitet, mir "Stormheart" von Cora Cormack zu kaufen. Ein farblich ansprechendes Cover mit einer Abbildung der Heldin, sicherlich ein Hingucker im Regal. Ich lese viel Fantasy und regelmäßig Jugendliteratur, war also gespannt auf diese Geschichte.

Der Lesestil war sehr angenehm und passend für Teenager. Für All-Age-Literatur finde ich, hätte es aber gerne noch etwas ausführlicher und anspruchsvoller sein dürfen.

Der Plot an sich hatte für mich zwei unterschiedliche Stränge. Da ist zum einen der oberflächliche einer Liebesgeschichte, die in so einem Buch natürlich nicht fehlen darf. Ich fand es aber nicht besonders romantisch und doch sehr vorhersehbar, was da zwischen Aurora und Lock und Cassius passierte. Das Hin und Her der Gefühle war mir zuviel Teenager-Liebe und ich hätte mir da etwas mehr Raffinesse erwartet.

Der zweite Erzählstrang behandelt die phantastische Welt, die beherrscht wird von gewaltigen Stürmen voller Magie. Die Beschreibungen dieser Orkane, Stürme, Taifune war spannend und sehr unterhaltsam und für mich in der Form etwas Neues. Hier fühlte ich mich gut unterhalten und war gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Die Fähigkeiten, die Lock hat und die Aurora lernen möchte, diesen Teil des Buches mochte ich sehr gerne.

2 Sterne für die Liebesgeschichte, 4 für den Rest.

Veröffentlicht am 05.06.2017

Leise Töne

Als wir unbesiegbar waren
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„Als wir besiegbar waren“ klang einfach absolut vielversprechend. Zum einen lag das am Cover, welches mich mit einem Augenblick von jugendlicher Leichtigkeit am Meer einfangen konnte. Zum anderen der Titel, ...

„Als wir besiegbar waren“ klang einfach absolut vielversprechend. Zum einen lag das am Cover, welches mich mit einem Augenblick von jugendlicher Leichtigkeit am Meer einfangen konnte. Zum anderen der Titel, der mich z.B. an „so wie wir waren“, einem meiner Lieblingsfilme erinnert hat. Außerdem schätze ich Geschichten über Freundschaften.

Die vier Protagonisten, um die sich das Buch dreht, besteht aus den Jungs Benedict und Lucien und den Mädchen Sylvie und Eva. Die vier sind durch freundschaftliche -, familiäre- und Liebesbande verknüpft. Alle vier haben große Erwartungen an das Leben, den Beruf, die Liebe. Und wie nicht anders zu erwarten läuft es bei keinem der vier so, wie sie es sich erhofft hatten. Aber die Freundschaft überdauert tatsächlich auch wenn sie oft jahrelang nur unter der Oberfläche plätschert. Immer wieder finden die Freunde zueinander, driften wieder voneinander weg, verlieren sich aus den Augen, finden sich erneut. Ich kennen solche Beziehungen tatsächlich auch aus meinem persönlichen Umfeld und fühlte mich oft daran erinnert.

Es ist ein Buch der leisen Töne. Besonders gefallen haben mir die intensiven Dialoge, die meiner Meinung nach ein gutes Buch entscheidend mit ausmachen. Hier konnte der Roman bei mir besonders punkten. Sicherlich läuft nicht alles so, wie ich es mir gewünscht hätte aber ich habe das Buch dennoch sehr gerne gelesen.

Veröffentlicht am 05.06.2017

unterhaltsam

Die Morde von Morcone
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Erst wenn man das Buch in Händen hält, kann man sehen, wie liebevoll und schön die Covergestaltung dieses Ullstein-Buches wirklich ist. Es ist nich tnur das ansprechende Motiv, welches ich in ähnlicher ...

Erst wenn man das Buch in Händen hält, kann man sehen, wie liebevoll und schön die Covergestaltung dieses Ullstein-Buches wirklich ist. Es ist nich tnur das ansprechende Motiv, welches ich in ähnlicher Form tatsächlich so auch in meinen Urlaubsbildern findenkann. Der Rahmen für den Titel ist wie eine Todesanzeige gestaltet und das kleine Kreuz unter Toskana-Krimi ist das I-Tüpferl. Dafür gibt es von mir schon mal die volle Punktzahl.

Der Krimi an sich hält, was ich mir davon vorgestellt hatte. Es ist ein typischer Regionalkrimi. Der Ermittler ist zwar nicht von der Polizei sondern ein Anwalt - aus meiner Wahlheimatstadt München - aber neben dem schönen Lokalkolorit, welches der Autor stimmungsvoll in die Handlung einarbeitet, gibt es einige Rätsel zu knacken, einige störrische Einheimische zum Reden zu bringen, mehr als einen Toten und einen Fall, der kniffelig und überraschend unheimlich anmutet.

Manche Wendung war vielleicht etwas aufgesetzt und so schon mal gelesen. Ich hatte sogar das Gefühl, etwas weniger Psycho hätte es auch getan. Oft sind es bei mir die ganz "normalen" Morde, die mich bewegen. Diese Geschichte hier geht schon in die Psychopathen-Ecke ist dabei aber bei weitem nicht so brutal wie andere Romane.

Alles in allem unterhaltsamer aber etwas kurzer Krimi über einen Serienmörder.

Veröffentlicht am 13.05.2017

unterhaltsam

Das Haus der schönen Dinge
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Da seit über 40 Jahren in und um München wohne, war das neue Buch von Heidi Rehn ein Muss auf meiner Leseliste. Es war auch der erste Roman, den ich von ihr gelesen habe. Das Haus der schönen Dinge“ beginnt ...

Da seit über 40 Jahren in und um München wohne, war das neue Buch von Heidi Rehn ein Muss auf meiner Leseliste. Es war auch der erste Roman, den ich von ihr gelesen habe. Das Haus der schönen Dinge“ beginnt 1897, als der jüdische Kaufmann Hirschvogel das erste Warenhaus in München eröffnet. Der Name ist von der Autorin hervorragend gewählt, denn im ersten Augenblick dachte ich wirklich, schon einmal davon gehört zu haben. Aber die Geschichte ist natürlich fiktiv aber deshalb nicht weniger interessant. Denn erzählt wird anhand dieser Familie, wie es war in der damaligen Zeit, als die ersten Kaufhäuser zaghaft ihre Tore öffneten und Schritt für Schritt ihr Sortiment erweiterten. Wie Erfolg und Konkurrenzdruck Einzug hielten aber auch wie sich die politische Lage nach und nach veränderte. Der Leser erfährt sehr viel über Mode und Moral, Gesellschaft und Weltgeschehen. Dabei liegt natürlich der Fokus auf den ersten 50 Jahren des letzten Jahrhunderts. Drei Generationen von Hirschvogels bevölkern nach und nach den Roman.

Das Buch hat eine liebevolle Aufmachung inkl. einem kleinen Stadtplan. Die Beschreibungen der Stadt sind gut getroffen und als Münchenkenner hat mir das Lokalkolorit sehr gefallen. In manchen Szenen und Abschnitten fühlte ich mich an die englische Serie „The Paradise“ erinnert. Die Probleme der ersten Warenhäuser und die Ideen, mit denen sie die Kundschaft anlockten, waren sich überall wohl ähnlich.

Etwas sperrig fand ich die Darsteller und ihre wechselseitigen Beziehungen. Ich konnte irgendwie keine richtige Leit- und Lieblingsperson für mich finden. Deshalb ging mir manches vielleicht nicht nahe genug und es fehlte das letzte Stückchen zur vollen Punktzahl. Dennoch unterhaltsam und lesenswert.