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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2024

berührend und ehrlich

Die Frauen jenseits des Flusses
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Frances McGrath ist meine neue Lieblingsheldin. Frankie habe ich ins Herz geschlossen und ich hoffe, noch ganz viele LeserINNen werden durch das neue Buch von Kristin Hannah beglückt.

"Die Frauen jenseits ...

Frances McGrath ist meine neue Lieblingsheldin. Frankie habe ich ins Herz geschlossen und ich hoffe, noch ganz viele LeserINNen werden durch das neue Buch von Kristin Hannah beglückt.

"Die Frauen jenseits des Flusses" beginnt 1966 in Kalifornien. Frances' Bruder meldet sich freiwillig zur Armee um in Vietnam für sein Land und vermeintlich gegen den Kommunismus zu kämpfen. Es gibt einige männliche Vorfahren, die der Familie bereits im Einsatz zur Ehre gereicht haben. Als er relativ schnell stirbt entschließt sich Frances, als erste Frau der Familie eine Heldin zu werden. Als Krankenschwester wird sie ohne große Ausbildung in Feindesland geschickt. Was sie dort in ihrem freiwilligen Einsatz erlebt ist wirklich schwere Kost. Die Autorin spart nicht an Beschreibungen der fürchterlichen Verletzung der Soldaten, den harten Lebens- und Kriegsumständen, den hunderten von Toten. Man kann gerade die Krankenschwestern und Ärzte nur BEwundern für ihren schier übermenschlichen Einsatz dicht hinter der Front. In 18-Stunden-Schichten, mit der Gefahr um das eigene Leben und dem oft aussichtslosen Kampf um das Überleben der verletzten jungen Soldaten.

Doch auch als sie heimkehrt, geht der Kampf weiter. Einer um Anerkennung und darum, wieder in die Normalität zu finden.

Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es in zwei Tagen durchgelesen habe. Selten habe ich ein ehrlicheres und intensiveres Buch über den Krieg und die Arbeit mutiger Frauen an der Front gelesen. Sensationell spannend und dabei auch zutiefst emotional und klug.

Veröffentlicht am 29.09.2024

nicht meins

Im Warten sind wir wundervoll
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Eigentlich war das Buch genau mein Beuteschema. Umso enttäuschender, dass es mich gar nicht fesseln konnte.
Woran mag das gelegen haben?
Vielleicht am Erzählstil, der etwas abgehackt und nicht besonders ...

Eigentlich war das Buch genau mein Beuteschema. Umso enttäuschender, dass es mich gar nicht fesseln konnte.
Woran mag das gelegen haben?
Vielleicht am Erzählstil, der etwas abgehackt und nicht besonders ausgereift wirkte. Ich denke, das war Absicht aber mir hat das so gar nicht behagt.
Vielleicht an den zwei Handlungssträngen, die bemüht miteinander verwoben waren. Aber durch das Hin- und Herhüpfen verpuffte tatsächlich oftmals die Spannung bzw. einiges war sehr vorhersehbar.
Vielleicht war es einfach auch zu kitschig für mich. Bei Liebesgeschichten bin ich empfindlich. Wenn es zu seicht wird, dann bin ich eher genervt.

Es gibt einfach Bücher, die mein Herz nicht berühren. Und dann möchte ich es eher weglegen als fertig lesen. Und wahrscheinlich waren auch meine Erwartungen einfach zu hoch. Das passiert mir manchmal.

Veröffentlicht am 29.09.2024

ein harter Weg

Das Comeback
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Grace Turner gelangt schon sehr jung als Hollywoodstar zu Berühmtheit. Aus zunächst unbekannten Gründen verlässt sie ein Jahr den Medienzirkus. Als sie zurückkehrt wird gerätselt was passiert ist. Und ...

Grace Turner gelangt schon sehr jung als Hollywoodstar zu Berühmtheit. Aus zunächst unbekannten Gründen verlässt sie ein Jahr den Medienzirkus. Als sie zurückkehrt wird gerätselt was passiert ist. Und während der Leser nach und nach erfährt, dass Grace diversen psychischen und physischen Übergriffen ausgesetzt war und statt einer behüteten Jugend ausgenutzt wurde, der kann auch beobachten, dass sie Stück für Stück aus dem Teufelskreis und der Bevormundung ausbricht. Die Lieblosigkeit der eigenen Familie, die Härte des Business, die Verletztlichkeit ihrer Seele haben sie an einen Abgrund geführt. Und es fällt ihr sehr schwer sich heraus und in ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen.

Das Thema wird sehr intensiv erzählt. Man kann die Verletzungen spüren. Erschreckend ist, dass Grave als Kind keinerlei Hilfe bekommen hat und erst als junge Erwachsene einen Weg für sich findet, auszubrechen.

Keine leichte Kost. Aber ich hatte das Gefühl, hier schreibt jemand, die weiß, wovon sie spricht.

Veröffentlicht am 29.09.2024

gute-Laune-Buch

Spellshop
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Kiela ist Bibliothekarin mit Leib und Seele. Mit Büchern kann sie besser als mit Menschen. Dumm nur, dass ihr Arbeitsplatz abbrennt. Deshalb landet sie also mehr unfreiwillig auf einer abgelegenen Insel ...

Kiela ist Bibliothekarin mit Leib und Seele. Mit Büchern kann sie besser als mit Menschen. Dumm nur, dass ihr Arbeitsplatz abbrennt. Deshalb landet sie also mehr unfreiwillig auf einer abgelegenen Insel und dort, in einem verwunschenen Haus, fängt sie noch einmal ganz von vorne an.

Eine wichtige Nebenfigur ist ihre sprechende Zimmerpflanze Caz. Die muss man einfach ganz schnell ins Herz schließen. Wie auch deren Besitzerin, die sehr empathisch Kontakt zu den Nachbarn aufnimmt. Und als es zu unerwarteten Problemen kommt, findet sie einige magische Tricks und Sprüche, mit denen man hilfreich sein kann. Aber eigentlich ist das Zaubern unter Strafe verboten.

Das Buch besticht durch ein rundrum gelungenes Werk der freundlichen Magie. Angefangen bei dem märchenhaften Cover über die heimlig-warmherzige Sprache bis hin zu den Figuren, die zauberhaft und meist liebenswert daherkommen.

Ein Buch für entspannte Lesestunden. Ein Buch für gute Laune.

Veröffentlicht am 14.09.2024

schöne Fantasyidee

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Mein erstes Buch vom Autor Peter S. Beagle war natürlich "das letzte Einhorn". Wieder stehen magischen Wesen im Mittelpunkt seines neuen Büchleins, nämlich Drachen, die zu einer Schloßplage geworden sind ...

Mein erstes Buch vom Autor Peter S. Beagle war natürlich "das letzte Einhorn". Wieder stehen magischen Wesen im Mittelpunkt seines neuen Büchleins, nämlich Drachen, die zu einer Schloßplage geworden sind und deshalb bekämpft werden müssen.

Was mir gefallen hat.
Natürlich das tolle Cover. In das habe ich mich sofort verliebt.
Ebenso der Titel, der eine gehaltvolle und doch auch humorige Geschichte verspricht.

Die drei Hauptdarsteller angefangen beim Drachenjäger Robert über die unkonventionelle Prinzessin Cerise bis hin zu ihrem Zukünftigen, dem Kronprinz Reginald sind unterhaltsame Charaktere mit einigen Ecken und Kanten und ganz unterschiedlichen Gründen, warum sie sich auf Drachenjagd begeben.

Der Erzählsil hat einen ironisch-humorvollen Unterton, der die Story leicht und
mit einem Augenzwinkern rüberbringt.

Was mir nicht so gut gefallen hat.
Obwohl das Buch eher dünn ist, kann der Autor die Spannung bei dem Plot nicht durchwegs halten und das Ende verlief deshalb etwas im Sande. Eine schöne Geschichte mit etwas vertanem Potential.