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Veröffentlicht am 27.10.2024

Marie ai num, si sui de France

Marie ist mein Name
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An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass Romanbiographien jetzt nicht mein bevorzugtes Genre sind. Da mich die Autorin jedoch bisher nie enttäuscht hat, habe ich erst zum eBook und später zum Taschenbuch ...

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass Romanbiographien jetzt nicht mein bevorzugtes Genre sind. Da mich die Autorin jedoch bisher nie enttäuscht hat, habe ich erst zum eBook und später zum Taschenbuch gegriffen. Jetzt habe ich das Buch schon einige Tage beendet und fühle mich immer noch nicht in der Lage, alle meine Gedanken zu diesem Buch in Worte fassen zu können.

Denn mir hat unglaublich gut gefallen, wie stimmig Fakten und Fiktion hier zusammengeschmolzen sind. Über Marie de France ist nicht viel bekannt und von dem, was wir glauben zu wissen, sind auch noch Teile von unserem Wissen über das 12. Jahrhundert abgeleitet. Also gibt es viele Löcher zu stopfen und ich persönlich finde, dass sich das Ergebnis absolut sehen bzw. lesen lassen kann.

Mit ihren Schreibstil schafft Birgit Constant es erneut, besondere Atmosphären zu kreieren und mit (meinen) Emotionen zu spielen. Wie habe ich Jehan gehasst und Yazhid geliebt! Generell waren gerade die Szenen mit ihren Vater so gut geschrieben, dass sie für mich nur schwer erträglich waren. Sie waren so echt, so greifbar, so nachvollziehbar. Und doch ohne Effekthascherei, um das Drama noch künstlich aufzuplustern.

Besonders gut hat mir die Entwicklung von Marie im Laufe des Buches gefallen. Von dem etwas vorlauten, wissensdurstigen, kleinem Mädchen zu einer Frau, die ihren Traum trotz aller Widerstände wahr werden lässt. Zu keiner Zeit hat mich die Sympathie für Marie verlassen.

Ihre Reisen haben einen spannenden Eindruck von der Zeit und den Orten vermittelt und waren sehr lebendig geschrieben. Gerade das hat mich sehr gefesselt und mich durch die Seiten fliegen lassen.

Es war rundum ein absoluter Lesegenuss. Daher kann ich hier nur meine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, selbst wenn Romanbiographien vielleicht nicht das bevorzugte Genre ist, wie bei mir. Es lohnt sich. Sehr sogar.

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Veröffentlicht am 25.10.2024

Nicht vollends überzeugt

Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls
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Nachdem ich "Legende des Phönix" sehr gemocht hatte (vor allem Band 2), habe ich mich für den Kauf dieses Buches entschieden. Es klang nach einer schönen herbstlichen Liebesgeschichte. Dazu noch der wunderschöne ...

Nachdem ich "Legende des Phönix" sehr gemocht hatte (vor allem Band 2), habe ich mich für den Kauf dieses Buches entschieden. Es klang nach einer schönen herbstlichen Liebesgeschichte. Dazu noch der wunderschöne Farbschnitt der Exklusivausgabe von Bücherbüchse.

So wirklich warm geworden bin ich mit diesem Buch aber leider nie. Oberflächliche Welten wie die von Cassie, gespickt von aufgeblasenen Influencer-Freunde, meide ich sowohl bei Büchern als auch im echten Leben. Doch auch als diese aus dem Fokus verschwand, war Cassie für mich nicht so greifbar und nachvollziehbar, wie ich es mir für eine Hauptfigur wünschte.

Natürlich habe ich am Anfang mit ihr mitgelitten. So komplett unverständlich mir diese Inszenierung war und so sehr sie mich abgestoßen hat, war das natürlich eine üble Nummer, die unter die Haut ging. Und noch mal mieser, weil derjenige, der das hätte richtig stellen können, geschwiegen hat.

Jared war eine recht angenehme Figur, wenn auch ein bisschen verkrampft. Mir haben seine Vorurteile, verschlossene Art und mangelnde Kommunikation gestört. Das war mir alles in allem und in dieser Weise zu viel. Auch wenn er natürlich auch seine guten Seiten hatte.

Die Handlung war für mich definitiv "cosy". Aber nicht im Sinne von "Wohlfühlen" sondern eher gemütlich. Nach dem riesengroßen Drama am Anfang war nicht mehr allzu viel Handlung da und das meiste davon ließ sich gut erahnen.

Der Schreibstil war wieder sehr schön. Die Gegend und die Atmosphäre war super beschrieben. Und auch die Gesellschaftskritik, die ich persönlich hier herauslesen konnte, fand ich treffend und wichtig. Einzig die häufigen Fehler haben mich gestört.

Einen Teil habe ich auch als Hörbuch gehört, in der Hoffnung, dass so vielleicht noch der Funken überspringt. Die Sprecherin hat mir gut gefallen, ihr männlicher Gegenpart hingegen überhaupt nicht.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Lang lebe Solaris

Crystal Crown (Die Chroniken von Solaris 5)
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Es ist vollbracht! Die Chroniken von Solaris sind abgeschlossen. Das, von Fans der Reihe, mit Spannung erwartete Finale, war spannend... und auch ein bisschen enttäuschend. Zumindest für mich.

Natürlich ...

Es ist vollbracht! Die Chroniken von Solaris sind abgeschlossen. Das, von Fans der Reihe, mit Spannung erwartete Finale, war spannend... und auch ein bisschen enttäuschend. Zumindest für mich.

Natürlich war klar, dass erzählerisch viel aufzubauen war, bevor es in die große Schlacht um das Kaiserreich und damit auch um die Zukunft von Vhalla, Aldrik und ihren Freunden ging. Und dennoch fand ich es ziemlich langatmig. Natürlich passierte hie und da was, um es dann doch etwas spannender zu machen. Ebenso natürlich wusste Elisa Kova wieder zu überraschen. Doch alles in allem bleiben gut zwei Drittel des Buches im Schatten der Reise und der anstehenden Hochzeit zwischen Vhalla und Aldrik.

Gut hingegen hat mir gefallen, wie sich die Beziehung zwischen den Figuren im Laufe dieser Phase entwickelt hat, sodass sie als eingeschworene Gruppe ihrer letzten Schlacht entgegen gehen konnten. Auch wurde endlich Jax' überaus tragische Geschichte erzählt.

Als dann die Schlacht begann, passierte sehr viel in kurzer Zeit. Da hätte ich vielleicht eine andere Gewichtung bevorzugt. Dennoch war das Finale sehr spannend und hatte mich dann auch endlich in seinen Bann gezogen. Nur der letzte Kampf gegen Victor blieb in meinen Erwartungen zurück.

Unterm Strich muss ich sagen, dass das Buch unter dem hohem Niveau der vorherigen Bücher gelitten hat. Denn dadurch hatte ich einfach mehr erwartet. Habe mit einem fulminanten Finale gerechnet. Das Buch war gut - ohne jede Frage - aber einfach nicht so gut wie die anderen.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Über Träume und wie man sie findet

My Mechanical Romance – Gegensätze ziehen sich an (Von Olivie Blake, der Bestseller-Autorin von The Atlas Six)
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Mir hat die Thematik gefallen, denn Robotik finde ich faszinierend. Dazu noch eine süße Liebesgeschichte und schon hat man ein tolles Jugendbuch. Zum Glück hat es sich die Autorin nicht ganz so einfach ...

Mir hat die Thematik gefallen, denn Robotik finde ich faszinierend. Dazu noch eine süße Liebesgeschichte und schon hat man ein tolles Jugendbuch. Zum Glück hat es sich die Autorin nicht ganz so einfach gemacht und noch für Tiefgang gesorgt.

Denn schon alleine die Unterschiede der beiden Hauptfiguren bringen allerlei Potential mit sich. Die beiden haben schnell eine tolle Dynamik aufgebaut und waren wirklich süß. Beide haben auch im Laufe der Handlung eine sehr gute Entwicklung genommen. Und damit meine ich nicht nur Bels Suche nach einem Ziel für ihre Zukunft.

Die Nebencharaktere mit ihren eigenen Träumen und Problemen haben der Geschichte zusätzlich an Tiefe gegeben. So ging es nicht nur um Selbstverwirklichung sondern auch um die Fehleinschätzung vieler Mädchen und Frauen in diesem Feld oder dass sie schlichtweg ausgebremst werden. Aber auch "einfachere" Themen wie Leistungsdruck, Ehrlichkeit, Offenheit, Familie und Freundschaft sind wichtige Punkte in diesem Buch.

Generell ist es eine Wohlfühlgeschichte mit einem tollen Schreibstil. Auch das Hörbuch hat mit gefallen. Lea Fleck und Michael Malewski haben hier einen sehr guten Job gemacht.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Warum Tiere kuscheln und noch mehr

Kuscheln
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Es klang nach einem Buch, das auch mal etwas näher beleuchtet, was oftmals doch ziemlich außen vorgelassen wird: Wie wichtig das Kuscheln oder zumindest körperliche Nähe ist.

Sofort gefallen hat mir, ...

Es klang nach einem Buch, das auch mal etwas näher beleuchtet, was oftmals doch ziemlich außen vorgelassen wird: Wie wichtig das Kuscheln oder zumindest körperliche Nähe ist.

Sofort gefallen hat mir, dass nicht nur Tiere genommen wurden, die einem sofort in den Sinn kommen. Dazu gibt es eine Fülle von Informationen. Vom Lebensraum, Kuschelverhalten und noch vielem mehr.

Gerade die Fülle an Informationen war für uns zu viel. Meine Tochter (5 J) hat schnell die Interesse daran verloren. Auch einige Wörter müssen, gerade bei dem angegebenem Alter, noch erklärt werden. Was es zusätzlich zu der Menge an Text nicht unbedingt für ein schnelles (Vor-)Lesevergnügen prädestiniert.

Die Bilder finden beide Kinder (der Kleine ist 18 Monate) unglaublich schön und schauen sich diese auch gerne an. Der Kuschelbesatz auf dem Cover ist zwar eine schöne Idee, doch auch nicht wirklich notwendig.

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