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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

Atmosphärische Wanderung, aber vorhersehbar

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Ich war super gespannt auf „der Weg“ und generell auf die Wanderung über den Kungsleden in Schweden – und die Wanderung selbst hat bei mir auf ganzer Linie gepunktet! Relativ schnell verbleibt Julia allein ...

Ich war super gespannt auf „der Weg“ und generell auf die Wanderung über den Kungsleden in Schweden – und die Wanderung selbst hat bei mir auf ganzer Linie gepunktet! Relativ schnell verbleibt Julia allein in der rauen Natur und die Atmosphäre während der Wanderung und Julias Gedanken, Gefühle und die Verzweiflung wurden richtig gut rübergebracht.

Mir gefiel auch der flüssige Schreibstil, auch wenn er sehr einfach gehalten ist, aber das ist Geschmackssache. Man liest im Wechsel in der Gegenwart und durch Tagebucheinträge in der Vergangenheit, das hielt die Spannung gut aufrecht und hat mir sehr gut gefallen.

Mein größter Kritikpunkt: Für mich gab es keinerlei Überraschungen im Buch. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich viele Thriller lese, aber für mich war es sehr vorhersehbar. Leider wurde viel Potenzial hinsichtlich der Geschichte verschenkt, die Grundidee war gut, aber ich finde, da hätte man mehr rausholen können. Ich hätte mir die eine oder andere Wendung (mehr) gewünscht.

Trotzdem wollte ich durchgängig weiterlesen. Für mich hat das Buch vor allem durch die atmosphärische Erzählung punkten können. Das Buch ist mit 244 Seiten sehr kurz und ich hatte trotz der Vorhersehbarkeit Spaß beim Lesen.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Viele Fährten, gutes Finale!

Tochterliebe
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Die Idee des Buches fand ich direkt interessant: die Thematik, das jemand verschwindet, und die Zurückgebliebenen “ermitteln”, finde ich in Thrillern meist sehr spannend. Wir lernen Katrina und auch ihre ...

Die Idee des Buches fand ich direkt interessant: die Thematik, das jemand verschwindet, und die Zurückgebliebenen “ermitteln”, finde ich in Thrillern meist sehr spannend. Wir lernen Katrina und auch ihre Tochter Cleo kennen, und die Geschichte wechselt immer wieder zwischen ihren beiden Perspektiven. Dadurch wirkten beide Charaktere sehr greifbar und authentisch, das fand ich sehr gut und passend umgesetzt. Dafür verbleiben manche anderen wichtigen Charaktere (z. B. Ehemann und Vater Aiden) etwas blasser.

Zwischendurch gibt es auch Zeitungsverläufe, Gespräche mit Therapeuten und Ähnliches, das fand ich sehr einfallsreich. Es sorgte für Abwechslung und machte Spaß zu lesen. Was mich allerdings etwas gestört hat, war, das es zu viele Handlungsstränge gab. Dies sollte bestimmt dazu dienen, zu verwirren und mehrere Möglichkeiten für das Verschwinden von Kat aufzuzeigen, andererseits sorgte es so auch für einige Längen.

Es gab einige Personen, denen ich nicht so recht getraut habe und letztendlich waren sie auch involviert, das “wie” habe ich aber so nicht vorhersehen können und es gab einige gut gemachte Plottwists. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und dort kamen viele lose Enden zusammen und alles wurde schlüssig aufgeklärt. Das Ende hätte für mich nur etwas länger sein dürfen. Besonders die Dynamik zwischen Kat und Tochter Cleo fand ich sehr authentisch, ebenso die Charakterentwicklung sehr nachvollziehbar und plausibel. Insgesamt hat mir das Buch also sehr gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Emotional, aber für mich nicht greifbar

Ocean – Gefangen im Blau
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Ich würde Ocean nicht als Abenteuerroman sondern als Drama bezeichnen. Und leider hat dieses Drama für mich absolut nicht funktioniert. Höchstwahrscheinlich war ich auch einfach nicht die richtige Zielgruppe ...

Ich würde Ocean nicht als Abenteuerroman sondern als Drama bezeichnen. Und leider hat dieses Drama für mich absolut nicht funktioniert. Höchstwahrscheinlich war ich auch einfach nicht die richtige Zielgruppe für dieses Buch.

Anfangs durchlebt Helen einige heftige Schicksalsschläge und ich konnte ihre Trauer und Situation sehr gut nachvollziehen. Doch ihre Gefühle für James und ihr Verhalten im Zusammenhang mit ihm wirkten auf mich völlig unlogisch und realitätsfern.

Ich fand das Buch leider generell an vielen Stellen unrealistisch. Ich hatte oft Schwierigkeiten, die Handlungen der Charaktere nachzuvollziehen. Eine Nähe zu den Figuren war dadurch kaum möglich. Dabei geht es hauptsächlich um das Zwischenmenschliche und wäre insoweit sehr wichtig gewesen. Leider gab es auch insgesamt sehr wenige Charaktere, und für ein besseres Verständnis hätte ich mir etwas mehr Einblick in ihr Umfeld – also Freunde oder Familie – gewünscht. Ich mag es weiterhin nicht, wenn im Klappentext etwas erwähnt wird, das dann erst nach der Hälfte des Buches passiert.

Auch das Ende hat mich unbefriedigt zurückgelassen und wirkte unvollständig – als wollte sich die Autorin nicht mit den Konsequenzen der Geschichte befassen, ähnlich wie die Protagonisten im Buch.

Was ich dem Buch zugutehalten möchte: Die Grundthematik war interessant und hätte viel Potenzial gehabt. Auch wenn der Schreibstil nicht unbedingt meinem Geschmack entsprach, fand ich ihn auf eine gewisse Weise ungewöhnlich und trotzdem gut lesbar.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Zwei Perspektiven, viele Geheimnisse – und ein starkes Ende

Eine von uns
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Spätestens seit „Sie wusste es“ liebe ich die Haushälterin-Thematik in Thrillern und auch hier war ich sofort Feuer und Flamme. Wir begegnen direkt der Haushälterin Mary und Gina und ihrer Familie, der ...

Spätestens seit „Sie wusste es“ liebe ich die Haushälterin-Thematik in Thrillern und auch hier war ich sofort Feuer und Flamme. Wir begegnen direkt der Haushälterin Mary und Gina und ihrer Familie, der Einstieg war sofort spannend und ereignisreich und das hat mir sehr gut gefallen. Relativ früh jedoch habe ich mich über viele der Handlungsweisen von Gina gewundert und fand sie naiv oder unrealistisch, manchmal gleich beides. Sehr übel habe ich das dem Buch aber nicht genommen, da es bei solchen Büchern häufiger der Fall ist und sie meist nur so gut funktionieren.

Die Kapitel werden im Wechsel aus Ginas und Marys Sicht erzählt, das heißt man weiß relativ früh, dass Mary irgendetwas im Schilde führt – das ist an dieser Stelle auch absolut kein Spoiler. Anfangs hätte ich mir ein bisschen weniger Einblick in Marys Gedanken gewünscht, insgesamt fand ich es aber sehr gelungen. Ein großer Teil des Buches dreht sich um die zwischenmenschliche Beziehung und daraus resultierenden Handlungen zwischen Gina und Mary, hier gab es meiner Meinung nach einige Längen.

Die letzten 150 Seiten konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Gab es einen vorhersehbaren Plottwist? Für mich teilweise ja, gefolgt von vielen größeren und kleineren Plottwists, die perfekt gesetzt waren. Ich liebe es, wenn sich viele lose Enden verknüpfen, von denen man eventuell nicht einmal wusste, dass sie überhaupt lose waren! Das Ende hat mir extrem gut gefallen und ich fand es super passend umgesetzt.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Spannungsreicher "Trip"!

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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Mich hat allein das Cover schon direkt gecatcht: Sowohl das rundlich ausgeschnittene, als auch, das man ein Wohnmobil entlangfahren sieht. Ich LIEBE in Thrillern alles was mit Wohnmobilen, Wohnwagen oder ...

Mich hat allein das Cover schon direkt gecatcht: Sowohl das rundlich ausgeschnittene, als auch, das man ein Wohnmobil entlangfahren sieht. Ich LIEBE in Thrillern alles was mit Wohnmobilen, Wohnwagen oder auch Camping zu tun hat.

Der Schreibstil von Arno Strobel ist wie immer super flüssig und es fing auch sehr spannend an, ohne hier spoilern zu wollen. Evelyn fand ich ein bisschen klischeehaft, zum Beispiel das sie viel Alkohol konsumierte und mit ihrem Verlust (Verschwinden ihres Bruders) nicht gut klarkam etc. - aber wer sagt, das Klischees schlecht sein müssen? Hier fand ich es super passend!

Tillmann hätte für mich besser ausarbeitet sein können. Insgesamt gibt es nur wenige Charaktere, aber das hat gut zu diesem Thriller gepasst. Das Buch hat mich extrem gut unterhalten und ich hatte richtig viel Spaß beim Lesen.

Ganz großes aber: Das Ende hat mich echt enttäuscht zurückgelassen und war für mich überhaupt nicht rund. Ich hätte mir definitiv ein anderes Ende gewünscht, dann wäre meine Sterne-Bewertung auf jeden Fall auch positiver ausgefallen.

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