Undurchsichtig und sehr spannend
KaiserwaldIn Riga verschwindet eine Lehrerin, im Allgäu versucht ein Mädchen mit dem Verlust ihrer Mutter fertig zu werden, in Berlin rammt eine ehemalige Gebirgsjägerin absichtlich ein Auto. Und alle Protagonistinnen ...
In Riga verschwindet eine Lehrerin, im Allgäu versucht ein Mädchen mit dem Verlust ihrer Mutter fertig zu werden, in Berlin rammt eine ehemalige Gebirgsjägerin absichtlich ein Auto. Und alle Protagonistinnen haben Berührungspunkte mit der ultrareichen Familie von Prokhoff.
Anja Jonuleit lässt die Frauen in kurzen Kapiteln zu Wort kommen. Die Erzählstränge und die verschiedenen Zeitebenen erfordern zu Beginn Aufmerksamkeit, aber es lohnt sich absolut dranzubleiben. Langsam entwickelt sich eine interessante, sehr fesselnde Geschichte, der Sog wird immer stärker.
Das als Dilogie angelegte Buch endet mit sehr vielen Fragen, die bestimmt im zweiten Teil "Sonnenwende" beantwortet werden. Wie es wohl mit den Protagonistinnen und mit den Mitgliedern der Familie von Prokhoff weitergeht? Was passierte in Riga? Und was hat die Dreilinden Stiftung mit allem zu tun? Ich freue mich sehr auf den zweiten Band!