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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 27.02.2025
  • ISBN: 9783492321396
Philipp Oehmke

Schönwald

Roman | Ein großer deutscher Gesellschaftsroman

Eine deutsche Familie, ein großer Roman

Anders als Harry findet Ruth Schönwald nicht, dass jedes Gefühl artikuliert, jedes Problem thematisiert werden muss. Sie hätte Karriere machen können, verzichtete aber wegen Harry und der Kinder. Was sie an jenem ersten Abend ineinander gesehen haben, ist in den kommenden Jahrzehnten nicht immer beiden klar. Inzwischen sind ihre drei Kinder erwachsen. Als Karolin einen queeren Buchladen eröffnet, kommen alle in Berlin zusammen, selbst Chris, der Professor in New York ist und damit das, was Ruth sich immer erträumte. Dort stellen sich sich endlich dem, was lange schmerzlich verdrängt wurde.

»Schönwald« ist der mitreißende Roman einer Familie und zweier Generationen, die nie gelernt haben, miteinander zu reden - und die ein großes Geheimnis miteinander verbindet.

»›Schönwald‹ ist ein entlarvender, preisverdächtiger Roman, vielleicht sogar ein Buch des Jahres.« ― WDR 5 »Bücher«

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei wbetty77 in einem Regal.
  • wbetty77 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2025

Spiegel der Gesellschaft

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Das Cover ist zwar sehr schlicht gehalten, durch die Farben aber dennoch catchy und lässt viel Spielraum für eigene Interpretationen.
Das Thema des Buches ist genauso relevant für jeden in unserer Gesellschaft ...

Das Cover ist zwar sehr schlicht gehalten, durch die Farben aber dennoch catchy und lässt viel Spielraum für eigene Interpretationen.
Das Thema des Buches ist genauso relevant für jeden in unserer Gesellschaft wie spannend, genauso schwierig wie unvermeidbar: Wie geht jeder Einzelne, aber auch Familien und gar die gesamte Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit um? Hier im besonderen Fall mit den nationalsozialistischen Geschehnissen in Deutschland. Auf Grundlage dieses Konflikts werden Umgangsstrategien wie z.B. die der Verdrängung thematisiert, der in der Familie Schönwald an der Tagesordnung steht und nicht nur die vermeintliche Nazi-Vergangenheit betrifft, sondern auch weitere Probleme umfasst.
Darüber hinaus dreht sich viel um die familiären Strukturen der Schönwalds, in denen sich Ehrlichkeit und Kommunikation auch eher schwierig gestalten.
Als Leser/in begleitet man kapitelweise jeweils ein anderes Familienmitglied - jedes für sich sehr unterschiedlich, charismatisch, leicht überspitzt und etwas stereotyp, aber ich bin mir sicher dass jeder Menschen aus seinem eignen Umfeld zumindest ansatzweise in den Charakteren wieder erkennt: Die Mutter Ruth, Meisterin des Unter-den-Teppich-Kehrens, die Tochter Karin, die sensibel und traumatisiert versucht, sich selbst zu verwirklichen, und Christoph, der sein Image als erfolgreicher großer Bruder krampfhaft aufrechtzuerhalten versucht. So erlebt man das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven, lernt die Gedanken, Gefühle und Beweggründe der Beteiligten kennen und bekommt einen Überblick über den Gesamtzusammenhang.
Das Buch hält unserer Gesellschaft so deutlich den Spiegel vor und thematisiert sehr viele sehr wichtige Aspekte, sowohl in persönlicher, familiärer als auch gesamtgesellschaftlicher Hinsicht - dank dem ironischen und sehr charakterstarken Schreibstil gleichzeitig auch ein amüsantes Leseerlebnis!

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Zu lang, zu überfrachtet

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Die Familie Schönwald kommt für ein Wochenende in Berlin zusammen. Grund ist die Eröffnungsfeier von Karolins Buchladen. Ihre Eltern, Ruth und Harry, reisen aus Bonn an, der älteste Bruder Chris kommt ...

Die Familie Schönwald kommt für ein Wochenende in Berlin zusammen. Grund ist die Eröffnungsfeier von Karolins Buchladen. Ihre Eltern, Ruth und Harry, reisen aus Bonn an, der älteste Bruder Chris kommt aus New York und Benni, der Jüngste, wohnt mit seiner Familie in Brandenburg. Doch die Eröffnungsfeier wird durch Aktivisten gestört, die den Schönwalds vorwerfen, der Laden wäre durch Nazigeldern finanziert worden.

Nach und nach stellt sich heraus, dass jedes der Familienmitglieder sein eigenes dunkles Geheimnis mit sich herumträgt, was es geschickt vor den anderen Familienmitgliedern zu verbergen gilt. Denn über wahre Gefühle und Befindlichkeiten wird bei den Schönwalds nicht gesprochen. Erst an diesem Wochenende beginnt das eiserne Schweigen langsam Risse zu bekommen. Sowohl die Geschwister als auch die Eltern erkennen, das sich etwas ändern muss.


Es ist ein Familienroman, der aufzeigen soll, welche verheerenden Folgen es haben kann, wenn eine Familie nie gelernt hat, offen miteinander zu reden. Aus den unterschiedlichen Perspektiven der jeweiligen Familienmitgliedern erfahren die Leser schrittweise mehr über die Geschichte der Familie. Das zunächst im Mittelpunkt stehende Nazigeld, mit dem der Buchladen finanziert sein soll, gerät schnell aus dem Fokus und ist im Grunde völlig bedeutungslos.
Auch sonst verliert sich der Roman immer wieder in irrelevanten Erzählungen, was streckenweise den roten Faden vermissen lässt und auch dazu führte, dass ich aus Langeweile weitergeblättert habe. Es hätte dem Roman gut getan sich auf die wesentlichen Charaktere und Handlungen zu konzentrieren. Meiner Ansicht nach ist die Erzählung sehr überfrachtet. Vorrangig geht es um die Familiengeschichte, aber auch um sämtliche Befindlichkeiten aller vorkommenden Figuren, politische Geschehnisse, psychologische Erkenntnisse etc., all das überlagert das Wesentliche.
Es gibt diese sehr gutgeschriebenen Passagen, die mich als Leserin gepackt haben, leider wurden diese immer wieder durch bedeutungslose Abschnitte unterbrochen, die nichts zur Entwicklung der Geschichte beigetragen haben.
Ich hatte wesentliche mehr von dem Roman erwartet.

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