Pure Langeweile
Der Briefladen, in dem die Zeit stillstandHyoyeong ist auf der Suche nach sich selbst. Das Filmstudium hat sie abgebrochen und ist nach Seoul gezogen. Sie arbeitet nun Teilzeit in einem Letter Shop. Dort werden nicht nur Briefpapier, Stifte und ...
Hyoyeong ist auf der Suche nach sich selbst. Das Filmstudium hat sie abgebrochen und ist nach Seoul gezogen. Sie arbeitet nun Teilzeit in einem Letter Shop. Dort werden nicht nur Briefpapier, Stifte und sonstige Utensilien verkauft, sondern der Laden bietet auch einen Briefservice an. Menschen können im Laden einen Brief verfassen und diesen für einen unbekannten Leser hinterlegen. Im Gegenzug nehmen sie einen der Briefe aus dem Fach, um ihn zu lesen. So teilen die Menschen ihre Gedanken und auch ihre Leben miteinander, ohne sich zu kennen.
Je länger Hyoyeong in dem Letter Shop arbeitet, desto wohler fühlt sie sich in diesem Umfeld. Die entspannte Atmosphäre lässt sie zur Ruhe kommen, eine Ruhe, die ihr hilft wieder zu sich zu finden.
Der Klappentext des Romans „Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ las sich sehr vielversprechend. Leider kommt die Geschichte überhaupt nicht von der Stelle. Die Erzählung beschränkt sich auf eine Aneinanderreihung von zusammenhanglosen Begegnungen, die nie zu einer einheitlichen Geschichte verschmelzen. Außer, dass eine Vase umfällt oder Kinder versehentlich auf den Tisch malen, passiert nicht viel. Ebenso bleiben die Inhalte der Briefe belanglos und langweilig. Nach ungefähr des Hälfte des Buches habe ich abgebrochen. Dabei gibt es einen schwelenden Konflikt in Hyoyeongs Familie, auf den kaum eingegangen wird, genauso wenig wie auf den Abbruch ihres Studiums kurz vor dem Abschluss. Vielleicht kommt das alles in der zweiten Hälfte des Romans zur Sprache, aber soweit reicht meine Geduld nicht mehr.