Cover-Bild Der Mann im Park
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 12.08.2013
  • ISBN: 9783641099060
Pontus Ljunghill

Der Mann im Park

Roman
Christel Hildebrandt (Übersetzer)

Ein herausragendes Debüt – fesselnd, originell und stilistisch brillantDie achtjährige Ingrid wird ermordet aufgefunden. Kommissar John Stierna verspricht der verzweifelten Mutter, den Mörder zu finden. Jahre später hat Stierna dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Doch der Mord an der kleinen Ingrid hat sich in sein Gedächtnis gefräst. Als ihn ein Journalist kontaktiert, der über den Fall schreiben will, entflammt Stiernas Spürsinn erneut. Was ist damals wirklich passiert?Stockholm 1928: Auf einer verlassenen Werft wird die achtjährige Ingrid Bengtsson grausam zugerichtet aufgefunden. Der Fall sorgt für Aufsehen, und der junge Kommissar John Stierna wird mit den Ermittlungen betraut. Es beginnt die Jagd nach einem Mörder, der so gut wie keine Spuren hinterlassen hat. Doch Stierna ist sich seiner Sache sicher, und er verspricht der verzweifelten Mutter des Mädchens, den Mörder ihrer Tochter zu finden. Gotland 1953: John Stierna hat dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Den Mord an der kleinen Ingrid hat er jedoch niemals vergessen, und als er von einem Journalisten kontaktiert wird, der an einem Artikel über spektakuläre Mordfälle arbeitet, beginnt Stierna sich erneut mit dem Fall zu beschäftigen. Doch die Zeit drängt, in wenigen Tagen verjährt der Mord an dem Mädchen, und der Täter könnte für immer entkommen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2021

Trotz kleiner Kritikpunkte ist „Der Mann im Park“ ein literarischer Leckerbissen für alle Fans des melancholisch angehauchten Schwedenkrimis.

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Stockholm 1928:

Ein kleines Mädchen wird vermisst. Ingrid Bengtsson wollte eigentlich nur kurz ihre Mitschülerin besuchen, kehrt jedoch nicht zurück. Die besorgte, allein erziehende Mutter ruft die Polizei, ...

Stockholm 1928:

Ein kleines Mädchen wird vermisst. Ingrid Bengtsson wollte eigentlich nur kurz ihre Mitschülerin besuchen, kehrt jedoch nicht zurück. Die besorgte, allein erziehende Mutter ruft die Polizei, doch die kann ihr leider nur noch die traurige Gewissheit überbringen, dass Ingrid einem Mörder in die Hände fiel und auf einer verlassenen Werft tot aufgefunden wurde.
Dieser Kindermord geht allen involvierten Polizisten sehr nahe, doch besonders Kommissar John Stierna, ein Ermittler, der auch zu Hause nicht richtig abschalten kann, zerbricht Tag für Tag mehr an den schon sehr lange andauernden Ermittlungen in diesem Mordfall. Obwohl er am Ende, dank einer Kinderzeichnung vom Täter, angefertigt von Ingrid höchstpersönlich vor ihrem Tod, einen Verdächtigen vorweisen kann, entzieht sich dessen Aufenthaltsort Stiernas Kenntnis.

Stockholm 1953:

Kommissar Stierna begeht seinen letzten Arbeitstag. Genau genommen hat er seinen aktiven Dienst schon einige Zeit vorher quittiert, ließ sich ins Kriminalmuseum der Polizei versetzen. Nach seinem Auszug aus seinem Zuhause, entscheidet er sich dazu umzusiedeln. Seine Reise führt ihn nach Gotland, genauer gesagt nach Visby, wo er in der Pension Rosengarden ein Zimmer anmietet. Nur kurze Zeit nach seiner Ankunft wird er von dem Journalisten Börje Grönwall aufgesucht. Dieser möchte sich in einem Artikel ungelösten Verbrechen der Historie widmen und möchte von Stierna nebenbei auch mehr über den Fall Ingrid Bengtsson
erfahren. So erinnert sich Stierna zurück…

Pontus Ljunghills Schwedenkrimi ist eigentlich eher wie eine interessante Charakterstudie über Täter und Ermittler angelegt. Dazu lässt der Autor sehr viel zeitgemäßes Flair in seinen Roman einfließen. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Ermittlungsmethoden damaliger Zeiten beschrieben, die „Der Mann im Park“ den passenden soliden letzten Schliff verpassen.
Der Erzählstil des Autors ist gemächlich, dabei aber sehr eingängig, dennoch, trotz des zunächst undurchsichtigen Kriminalfalles schleichen sich hier und da kleine Längen ein und man sollte schon ein gewisses Interesse an Romanen besitzen, in denen die Hauptfiguren und deren Gedankenwelt und Handlungsweisen dermaßen im Fokus stehen. Fast gerät der Kriminalfall dabei zur Nebensache, wären da nicht die nacherzählten Ermittlungsansätze, die Kommissar Stierna 25 Jahre später noch einmal für Grönwall Revue passieren lässt.
Die Auflösung des Ganzen zeichnet sich für den aufmerksamen Leser eigentlich schon einige Zeit eher ab und hat mich leider nicht so erstaunen können, wie ich es mir erhofft hatte. Dennoch trotz kleiner Kritikpunkte ist „Der Mann im Park“ ein literarischer Leckerbissen für alle Fans des melancholisch angehauchten Schwedenkrimis.

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Veröffentlicht am 28.07.2018

Die jahrelange Suche nach einem Mörder

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beschäftigt Kommissar John Stierna von der Stockholmer Kriminalpolizei von 1928 bis 1953 und überdauert vieles: politische Strukturen, Freundschaften, Stiernas Ehe. Doch gelingt es dem Ermittler 1953 - ...

beschäftigt Kommissar John Stierna von der Stockholmer Kriminalpolizei von 1928 bis 1953 und überdauert vieles: politische Strukturen, Freundschaften, Stiernas Ehe. Doch gelingt es dem Ermittler 1953 - nachdem er frühzeitig in Rente gegangen, den Fall seines Lebens doch noch zu Ende zu führen?
Dieser Fall ist ein besonderer - quasi das Gegenteil eines Serienmordes: ein kleines Mädchen, Ingrid Svensson wird am 2. September 1928 ermordet. Aufgewachsen bei einer alleinerziehenden Mutter, hatte Ingrid bis zu ihrem Tod gleichwohl eine glückliche Kindheit, man musste nicht zu sehr sparen, Ingrid wurde von Mutter, Großeltern und Onkel geliebt, war in der Schule gut und bei ihren Klassenkameraden beliebt. Einige wussten, dass sie in ihrem letzten Sommer einen Mann im Park kennengelernt hatte - war das ihr Mörder? Die Gesellschaft und auch die Polizei ist überaus erschüttert von diesem Fall, doch es ist schwer, der Spur des Mörders zu folgen. Deswegen bleibt der Fall bis 1953 ein ungelöster...
Ein außergewöhnliches, ein interessantes Buch, doch eines mit Längen. Das Cover verspricht einen Thriller, doch könnte das Buch auf Freunde herkömmlicher, knallharter Thriller ausgesprochen langweilig, gar schwerfällig wirken. Ich sehe es als eine Art historischen Spannungsroman mit Krimielementen, als solcher ist er - lässt man mal die sich teilweise wirklich recht langatmig entwickelnde Handlung, sich immer mal wiederholende Sujets außer Acht - ein absoluter Gewinn, zumal der Autor, der schwedische Journalist Pontus Ljunghill, ausgesprochen sorgfältig recherchiert hat und somit zumindest Ereignisse der damaligen Zeit wirklich gut in die Handlung einbaut. Atmosphärisch hingegen wirkt dieses Buch auf mich nur gelegentlich, nicht immer gelingt es dem Autor, mich in dem Setting der 1920er, 1930er, 1940er und schließlich der Nachkriegszeit, der 1950er Jahre einzufangen. Trotzdem spreche ich eine Empfehlung aus: Ljunghill schreibt wirklich gut, das Sujet ist ungewöhnlich - historische Krimis aus Schweden kannte ich bisher nicht. Und auch wenn ich mich bei ihm nicht wie in den Berliner Krimis von Susanne Goga, die in den 1920er Jahren oder wie in der im Hamburg der unmittelbaren Nachkriegszeit, in den späten 1940er Jahren spielende Serie von Cay Rademacher um den Oberinspektor Frank Stave bedingungslos in die Zeit hineinversetzen kann, war die Lektüre sowohl unterhaltsam als auch lehrreich. Sollte es eine Fortsetzung bzw. ein zweites Buch des Autors geben, würde ich eine Lektüre zumindest ins Auge fassen!