Cover-Bild Der Rosenhof
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 736
  • Ersterscheinung: 18.02.2026
  • ISBN: 9783442495511
Priska Buchsbaum

Der Rosenhof

Roman
Ein Weingut im Breisgau, drei starke Frauen, eine außergewöhnliche Freundschaft

Freiburg im Breisgau 1914: Als ihr einziger Sohn in den Krieg zieht, muss die vermögende Witwe Else das Weingut ihrer Familie, den Rosenhof, allein weiterführen. Zwei junge Frauen, die ebenfalls auf sich gestellt sind, finden dort Zuflucht: Helene und Pauline. Die Krankenschwester Helene arbeitet in einem Freiburger Lazarett und ist insgeheim dankbar für die Abwesenheit ihres herrschsüchtigen Ehemanns. Pauline dagegen möchte möglichst nah an der Grenze zu Frankreich sein, wo sowohl ihr Bruder als auch ihre heimliche Liebe, der Franzose André, kämpfen. Noch ahnen die drei Frauen nicht, dass ihre Schicksalsgemeinschaft auf dem Rosenhof ihr Leben für immer verändern wird ...

Ein farbenprächtiger historischer Schmöker über das Schicksal dreier Frauen zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Mitreißend und atmosphärisch erzählt Priska Buchsbaum ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte aus weiblicher Perspektive.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Eine außergewöhnliche Freundschaft

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Freiburg im August 1914 das ganze Land jubelt dem Krieg entgegen. Familien werden auseinandergerissen, ohne sich dagegen wehren zu können. Krieg bedeutet Verlust, Elend und immer die Angst, was als nächstes ...

Freiburg im August 1914 das ganze Land jubelt dem Krieg entgegen. Familien werden auseinandergerissen, ohne sich dagegen wehren zu können. Krieg bedeutet Verlust, Elend und immer die Angst, was als nächstes passiert. Else Lauers einziger Sohn zieht in den Krieg und so muss Witwe Else das Weingut der Familie den Rosenhof alleine weiterführen. Zwei starke junge Frauen finden Zuflucht bei der Weinbäuerin Else auf dem Hof.

Helene, ausgebildete Krankenschwester, dankbar für die Abwesenheit von ihrem machtbesessenen Mann Robert, einem Chirurgen, der es nicht gewohnt ist, Befehle zu erhalten. Pauline, die ihre neue Stelle im Telegraphenamt antritt, hofft, sowohl ihren Bruder als auch ihre heimliche Liebe Andre, einen Franzosen bald wieder in die Arme zu schließen. Jede von ihnen hat ihre eigenen Sorgen und doch setzt sich jeder trotz diverser Lebenssituation für die anderen ein. Eine Schicksalsgemeinschaft dreier Frauen auf dem Gut, die sich gegenseitig unterstützen. Eine außergewöhnliche Freundschaft entsteht. Wie sich ihr Leben für immer verändern wird, lesen wir in diesem sehr mitreißenden Buch.

Vom Erzählstil bin ich begeistert, die Wortwahl der Autorin sowie die Satzstruktur zogen mich sofort in die Geschichte ein. Die emotionale Schilderung des Kriegsausbruchs spiegelt Euphorie und auch tiefe Angst wider. Menschen haben nicht genug zu essen, Frauen prügeln sich um Nahrung für die Familie zu besorgen. Elend, Krankheit und Tod ziehen sich durch den Krieg. Frauen haben es besonders schwer. Männer kommen auf Urlaub von der Front heim und fallen über ihre Frauen her. Robert ist ein ganz unsympathischer Protagonist. Ich bewunderte den Zusammenhalt der drei Frauen in einer Zeit wo das Leben nicht so angenehm wie heute war.

Ein sehr lesenswertes, gut recherchiertes Buch aus einer Zeitgeschichte, die mich traurig macht. Denkt man an die heutige Zeit, schleicht sich Angst ein. Solche Zeitepochen dürfen sich doch nicht wiederholen. Ich hatte sehr gute Unterhaltung und gebe sehr gerne eine Leseempfehlung für jene, die sich für historische Romane interessieren.



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Veröffentlicht am 08.04.2026

Garantiert nicht langweilig

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Die Witwe Else Lauer muß im Jahr 1914 das Weingut Rosenhof in Freiburg allein weiterführen, weil ihr einziger Sohn Julius in den Krieg mußte. Sie bietet nebenbei auch Pensionszimmer an. So kommt die Lazarettschwester ...

Die Witwe Else Lauer muß im Jahr 1914 das Weingut Rosenhof in Freiburg allein weiterführen, weil ihr einziger Sohn Julius in den Krieg mußte. Sie bietet nebenbei auch Pensionszimmer an. So kommt die Lazarettschwester Helene auf den Rosenhof. Die junge Frau träumt davon, Ärztin zu werden, aber ihr kontrollwütiger Ehemann verweigert ihr jede Unterstützung. Helene genießt deshalb die Freiheit, als ihr Mann an der Front ist. Dazu kommt die junge Pauline auf das Weingut. Sie hat vor dem Krieg in Paris als Schneiderin gearbeitet und ist mit dem Franzosen Andre verlobt. Als auch er in den Krieg ziehen mußte, ist Pauline als Deutsche in Paris nicht mehr sicher. Deshalb hat sie eine Stellung als Telefonistin in Freiburg angenommen. Dort will sie das Ende des Krieges abwarten. Die drei unterschiedlichen Frauen verbindet bald eine außergewöhnliche Freundschaft. Sie ahnen nicht, was die kommenden Jahre ihnen abverlangen werden.

In Priska Buchsbaums Roman "Der Rosenhof" wird der Erste Weltkrieg nicht nur aus der Sicht der kämpfenden Soldaten erzählt. Die Schicksale der vielen an Körper und Seele Verwundeten werden dort eindrucksvoll nacherzählt. Auch der mühsame Kampf der daheim gebliebenen Frauen um die Versorgung der Familie geht einem nahe, denn die Not ist Unvorstellbar. Die Autorin beschreibt dies alles in einem flüssigen und empfindsamen Schreibstil. Die Personen sind absolut glaubwürdig. Meine Favoritin ist Else. Mit ihrer etwas ruppigen Art kann sie die Leute nicht täuschen. Sie hat ihre Herz auf dem rechten Fleck. Wer sich vom Umfang des Buches nicht abschrecken läßt, bekommt eine zu Herzen gehende Geschichte geboten, die gar nicht lang genug sein kann. Einfach wunderschön!

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