Cover-Bild Die Raute unterm Hakenkreuz
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34,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Die Werkstatt
  • Themenbereich: Sport und Freizeit
  • Genre: Ratgeber / Sport
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 19.03.2026
  • ISBN: 9783730704059

Die Raute unterm Hakenkreuz

Der HSV im Nationalsozialismus
Werner Skrentny (Herausgeber)

Die erste offizielle Dokumentation, die sich des Themas annimmt und die Vergangenheit des Hamburger SV während der Zeit des Nationalsozialismus darlegt.

Im Mittelpunkt dieses unter Mithilfe zahlreicher Autoren zustande gekommenen Bandes steht die Geschichte von Stürmer Otto „Tull“ Harder und Mittelläufer Asbjörn Halvorsen. 1923 feiern sie zusammen die Deutsche Meisterschaft mit dem HSV – keine zwei Dekaden darauf sind sie beide im KZ: Harder als Kommandant, Halvorsen als Inhaftierter.

• Tiefgehende Einblicke: Erfahren Sie mehr über die bisher unbekannten Geschichten der HSV-Spieler Otto Harder und Asbjörn Halvorsen und deren Lebenswege in Zeiten des Nationalsozialismus.
• Mehr als Fußball: Ein fesselndes Werk, das nicht nur die Sportgeschichte, sondern auch menschliche Schicksale aufzeigt.
• Authentische Erzählung: Geschrieben und herausgegeben von Werner Skrentny und weiteren Experten, bietet das Buch unverzichtbare Perspektiven für Historieninteressierte und Fußballfans.

Der Herausgeber Werner Skrentny lebt seit 1978 als Journalist und Autor in Hamburg. Er ist Verfasser von Büchern zur Stadt-, Sport- und Fußballgeschichte sowie von Reiseführern (u.a. New York). Außerdem ist er Herausgeber von Büchern zur Geschichte der Fußball-Oberliga Süd, Südwest und des Hamburger SV, bei dessen Museum (Dauerausstellung und diversen Sonderausstellungen) er für die Inhalte verantwortlich war. Als Autor ist er an folgenden Büchern über den HSV beteiligt: „Immer erste Klasse“, „Mit der Raute im Herzen“ (beide zusammen mit Jens R. Prüss) und „Orte der Leidenschaft“. Außerdem hat er im Verlag Die Werkstatt u.a. „Das große Buch der deutschen Fußballstadien“ herausgegeben.

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Lesejury-Facts

  • ech68 und Alrik haben dieses Buch in einem Regal.
  • Alrik hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Wenn Fußballgeschichte plötzlich richtig wehtut

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Manchmal liegt ein Buch vor einem und man weiß schon nach wenigen Seiten: Das wird kein gemütlicher Fußballabend mit Chips, Nostalgie und „Weißt du noch damals?“. Die Raute unterm Hakenkreuz geht dahin, ...

Manchmal liegt ein Buch vor einem und man weiß schon nach wenigen Seiten: Das wird kein gemütlicher Fußballabend mit Chips, Nostalgie und „Weißt du noch damals?“. Die Raute unterm Hakenkreuz geht dahin, wo es unbequem wird. Genau deshalb ist dieses Buch so wichtig.

Werner Skrentny und die weiteren Autoren schauen nicht verklärt auf Vereinsgeschichte, sondern legen den Finger in eine Wunde, die viel zu lange nicht richtig sichtbar war. Der HSV in der Zeit des Nationalsozialismus, das klingt erstmal nach Sportgeschichte, nach Archiv, nach alten Namen und Daten. Aber ziemlich schnell merkt man: Hier geht es um Menschen. Um Karrieren, Schuld, Ausgrenzung, Mitläufertum, Macht und Schicksale, die einem wirklich im Hals stecken bleiben.

Besonders die Geschichte von Otto Harder und Asbjörn Halvorsen hat mich gepackt. Zwei Männer, einst gemeinsam Meister mit dem HSV, später auf völlig unterschiedlichen Seiten eines unfassbaren Grauens. Harder als KZ-Kommandant, Halvorsen als Häftling. Da sitzt man dann da, klappt das Buch kurz zu und denkt nur: Fußball kann so viel erzählen, wenn man ehrlich hinschaut.

Das Buch ist kein leichter Stoff und will es auch nicht sein. Es ist dicht, gründlich und manchmal richtig schwer auszuhalten. Aber gerade diese Mischung aus Fußballgeschichte und menschlicher Tragödie macht es so stark. Keine billige Betroffenheit, kein erhobener Zeigefinger im Dauermodus, sondern eine ernsthafte Aufarbeitung, die Respekt verdient.

Für HSV-Fans ist das sicher Pflichtlektüre, aber eigentlich geht es weit darüber hinaus. Dieses Buch zeigt, dass Vereinsgeschichte nicht nur aus Titeln, Tabellen und Heldenmomenten besteht. Manchmal muss man auch dahin schauen, wo es weh tut.

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