Hollywood in Shaftesbury
„Der Mordclub von Shaftesbury – Tod verpflichtet“ von Emily Winston ist der fünfte Fall für die clevere Heiratsvermittlerin und Hobbydetektivin Penelope St. James.
Fast beginnt sich Penelope in der dörflichen ...
„Der Mordclub von Shaftesbury – Tod verpflichtet“ von Emily Winston ist der fünfte Fall für die clevere Heiratsvermittlerin und Hobbydetektivin Penelope St. James.
Fast beginnt sich Penelope in der dörflichen Idylle von Shaftesbury zu langweilen, aber da klopft Hollywood an die Tür. Ein berühmter Regisseur möchte eine historische Familiengeschichte verfilmen und sucht noch Drehorte und Statisten. Das Dorf ist in heller Aufregung, denn natürlich bleibt so eine Sache nicht lange geheim. Doch noch bevor irgendwer seinen Durchbruch als Star feiern kann, wird ein wichtiges Mitglied der Filmcrew ermordet. Das Projekt droht zu kippen, vor allem, als noch eine zweite Leiche auftaucht. Und der leidgeprüfte Inspector Farnsworth tut mittlerweile nicht einmal mehr so, als würde er Penelope von den Ermittlungen fernhalten. Und anstatt neue Paare zu vermitteln, begibt sich Penelope erneut auf Mördersuche.
Die beschauliche Langeweile in Shaftesbury ist trügerisch, denn hinter jeder Stalltür lauert eine neue Leiche. Die Autorin hält Penelope und ihre Familie weiterhin auf Trab und es wird wieder überaus witzig. Dafür sorgt schon die liebenswert skurrile Dorfbevölkerung, zu der sich auch Penelope mittlerweile zählt.
Die Adelsfamilie Reeves de Beauchamps hat in ihrer Geschichte eine ganze Serie von Desmonds hervorgebracht, die offenbar interessant genug sind, um einen ganzen Film darüber zu drehen. Leider wäre ein Krimi oder Thriller passender gewesen, denn man hätte sich vielleicht nicht die Verbrechenshochburg Shaftesbury als Drehort aussuchen sollen.
Ganz routiniert geht Penelope an die Ermittlungen heran und hat dabei mindestens ein zwei- oder vierbeiniges Mitglied ihrer stetig wachsenden Familie im Schlepptau. Die daraus resultierende geniale Situationskomik ist typisch für diese Cosy Crime Reihe und immer wieder zum Lachen. Ich liebe den trockenen Humor und das charmante englische Dorf-Setting. Die Fälle von Penelope sind immer wieder überraschend, skurril und abwechslungsreich und ich hoffe, das wird auch nicht ihr letzter Einsatz gewesen sein.
Mein Fazit:
Absolut lesenswert!