Cover-Bild Diese Sache mit uns
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 27.05.2026
  • ISBN: 9783758700477
Olivia Haddon

Diese Sache mit uns

Roman
Andrea Fischer (Übersetzer)

Diese Sache geht nur uns an. Aber alle wollen mitreden.

Lucy und James sind sich einig über ihre Zukunft: nur sie beide, ohne Kinder. Für immer zu zweit. Doch nach einem tragischen Verlust ändert James seine Haltung. Lucy nicht. Auf einmal steht alles auf dem Spiel: Beziehung, Zukunft, Liebe. 

Eine bewegende, moderne Liebesgeschichte über zwei Menschen, die perfekt zueinander passen, und über die Entscheidung, die jede Frau treffen muss, ohne wirklich zu wissen, was dies für den Rest ihres Lebens bedeuten wird.



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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.06.2026

Die Liebe über die Jahre

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Zuerst mal: ich finds ja so cool, dass es hier mal ein Buch über die reife Liebe gibt. Sich verlieben ist einfach, da ist alles rosarot und einfach. Aber was passiert denn mit der Liebe über die Jahre, ...

Zuerst mal: ich finds ja so cool, dass es hier mal ein Buch über die reife Liebe gibt. Sich verlieben ist einfach, da ist alles rosarot und einfach. Aber was passiert denn mit der Liebe über die Jahre, während wir uns verändern, gesellschaftlicher Druck zunimmt und der Alltag eingekehrt ist? Das beleuchtet diese Geschichte auf sehr eindrückliche Weise, die schön, schmerzlich und emotional sehr greifbar ist.

Im zwei Zeitebenen verfolgt der Leser die Beziehung zwischen Lucy und James durch ihre Höhen und Tiefen. Es ist keine einfach Liebe, beide müssen Opfer bringen, aber was sie verbindet ist ihr zuversichtlicher Konsens darüber, wie sie sich das gemeinsame „Für Immer“ vorstellen. Bis das scheinbar nicht mehr so eindeutig scheint. Was, wenn sich Lebensansichten und Zukunftswünsche verschieben?

Ich mochte wie bodenständig und nahbar diese Geschichte ist, es gibt kein Drama, keine großen alle ain Frage stellenden Streits, das Auseinanderdriften geschieht leise, scheinbar über längere Zeit hinweg. Das Ende hatte für mich Wow-Charakter: kein weichgespültes Happy End, sondern ein realistisches Ende, ein Neubeginn, die Hoffnung, dass da immer noch was kommt, auch wenn es erstmal nicht so scheint.

Ich fand dieses Buch unfassbar toll erzählt, sehr bewegend und auf dezente Art mitreißend. Am Ende des Buches war ich regelrecht erleichtert. Konnte sehr mit Lucy mitfühlen und fand sie so beeindruckend, stark und reflektiert. Eine Geschichte, die zum Nachdenken und Mitfühlen einlädt.

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Veröffentlicht am 02.07.2026

Richtig reizvoller Ausgangspunkt mit Abzügen in der Ausführung

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Ich bin extrem begeistert vom Setting und Kernkonflikt des Romans! Als gewählt kinderfreie Person freue ich mich immer, dieser Position auch in der Literatur zu begegnen. Und so toll ich die Geschichte ...

Ich bin extrem begeistert vom Setting und Kernkonflikt des Romans! Als gewählt kinderfreie Person freue ich mich immer, dieser Position auch in der Literatur zu begegnen. Und so toll ich die Geschichte inhaltlich fand, so sehr haperte es für mich an der Umsetzung, sodass ich nicht so begeistert bin wie anfangs vermutet.

Zum einen fand ich die Sprache irgendwie nicht ganz rund und ich vermute, dass das (auch) an der Übersetzung lag. Immer wieder bin ich über Sätze oder Formulierungen gestolpert, weshalb sich weniger gut ein Lesefluss einstellen konnte. Zum anderen bin ich mit der Erzählperspektive nicht ganz klargekommen. Es wird irgendwie primär aus Lucys Perspektive heraus erzählt, dann gibt es aber auch Momente, in denen James’ Gefühle benannt werden. Das wäre wieder mehr auktorial als personal, aber eben nur in wenigen Momenten. Mich hat das irritiert.

Das alles trug auch dazu bei, dass ich sehr lange kaum emotionale Bindung zu den beiden hatte. Und gerade dafür, wie sehr ich Lucys Position nachfühlen konnte, war sie mir überraschend fremd. Das galt auch für die als liebe- und respektvoll dargestellte Beziehung der beiden - ich habe das einfach nicht gefühlt beim Lesen.

Die grundlegende Struktur mit der von Rückblenden durchbrochenen Gegenwartserzählung fand ich wirklich klug und spannend umgesetzt. Vor allem die letzten 50 Seiten haben es für mich dann nochmal ein wenig rausholen können - das hätte Olivia Haddon gar nicht besser schreiben können! Doch weil es bis dahin zwar unterhaltsam, teils aber auch etwas zäh geschrieben war, kann ich nicht so gut bewerten, wie ich es vor der Lektüre erwartet hätte.

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