Cover-Bild Sturmkind. Mein Leben auf der Wavewalker
Band der Reihe "DUMONT Taschenbuch"
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14,95
inkl. MwSt
  • Verlag: MAIRDUMONT
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Reiseberichte, Reiseliteratur
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 450
  • Ersterscheinung: 15.05.2026
  • ISBN: 9783616036311
Suzanne Heywood

Sturmkind. Mein Leben auf der Wavewalker

MIT GERADE EINMAL SIEBEN JAHREN  sticht Suzanne mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder auf dem Segelschiff  Wavewalker in See, um die Welt zu umrunden . Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald zur gnadenlosen Realität: Monsterwellen, Einsamkeit – und ein Vater, der seinen Lebenstraum über alles stellt. Das Schiff wird Heimat und Gefängnis zugleich. Suzanne wächst heran, kämpft nicht nur gegen die Naturgewalten, sondern auch um ihre eigene Stimme. Wird sie es schaffen, sich aus dem Schatten ihres Vaters zu befreien und ihren eigenen Weg zu gehen? Eine wahre, mitreißende Geschichte über das Erwachsenwerden – über Mut, Selbstbehauptung und unbändige Willenskraft.

  • Abenteuergeschichte und tief bewegendes Familiendrama
  • Mitreißend, erschütternd, wunderschön erzählt
  • Ein Zeugnis dessen, was Mut und Willenskraft vollbringen können

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Viola in einem Regal.
  • Viola hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2026

Sturmkind

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Wenn dies ein Abenteuerbuch wäre mit den Naturgewalten, den vielen Erlebnissen auf dem Meer und das Leben auf Inseln, wäre ich mehr als begeistert gewesen. Aber leider ist dies die bittere Realität und ...

Wenn dies ein Abenteuerbuch wäre mit den Naturgewalten, den vielen Erlebnissen auf dem Meer und das Leben auf Inseln, wäre ich mehr als begeistert gewesen. Aber leider ist dies die bittere Realität und ich bin schon sehr enttäuscht darüber, was die Eltern ihren Kindern mit dem Leben auf der Wavewalker zugemutet haben. Suzanne und ihr Bruder John sind sieben und sechs Jahre alt gewesen, als ihr Vater den Segler kaufte und mit der Familie auf den Spuren von Cook die Meere besegeln wollte. Als Zeitraum für seinen Traum hat er sich drei Jahre vorgenommen, doch aus den drei Jahren wurde letztendlich ein ganzes Jahrzehnt. Was als romantische Geschichte begann, erweist sich dann als gefährliches Abenteuer. Sie kamen in schwere Stürme, die Wavewalter wurde beschädigt, das Leben auf dem Schiff war hart, die Kinder mußten mithelfen, die Mutter war desöfteren seekrank, daher würde Suzanne auch noch der Küchendienst übertragen. Das Geld war immer knapp, in den Häfen wurden sie kontrolliert. Es wurden immer wieder Leute auf das Schiff aufgenommen, damit man einigermaßen um die Runden kam, meist war auch das Essen sehr einfach und karg: Es gab aber auch wunderschöne Momente, der Sternenhimmel, die Wale und Delfine in nächster Nähe, Sandstrände, Palmen, exotisches Leben. Aber leider wurde auf die Schulbildung der Kinder kein Wert gelegt, nach vielem Betteln durften sie dann am Fernunterricht teilnehmen. Die Freundschaften, die an den fernen Häfen geschlossen wurden, waren nach Ablegen der Wavewalker wieder zu Ende. Oftmals frönten die Eltern dem Alkohol und mit 15 und 16 Jahren wurden die Kinder in Neuseeland an Land gebracht und die Törn ging ohne diese weiter, die Kinder mußten sich selbst versorgen. Suzanne schaffte ihren Abschluß und konnte In England studieren und erstmals ein selbstbestimmes Leben führen und eine Familie gründen, Als Erwachsene forschte sie nach der Wavewalker, die von den Eltern inzwischen verlassen wurde und begann ihr Leben aufzuschreiben. Ein Buch, das sich über die Jahre auf den Meeren erstreckt und in fünf Teilen gesplittet sit. Vor jedem Kapitel ist eine Landkarte, in der die Reiserouten eingezeichnet sind. Trotz aller Konflikte in der Familie konnte Suzanne sich ihr Leben so aufbauen, wie sie sich es immer gewünscht hat und ich muß staunen, welche Widrigkeiten, Krankheiten, Naturgewalten diese Kinder überlebt haben. In der Mitte des Buches sind sehr eindrucksvolle Fotos, so dass sich der Leser in etwa ein Bild der Familie machen kann,

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Im Traum anderer gefangen

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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine komplette Kindheit wirklich so verlaufen kann. Da war und bin ich schon geschockt ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine komplette Kindheit wirklich so verlaufen kann. Da war und bin ich schon geschockt von den Eltern. Zumal die Autorin ja auch selbst schreibt, dass sie sich wundert, wie ihre Eltern, die selbst eine gute Ausbildung genossen haben, so gleichgültig der Ausbildung ihrer Kinder gegenüber sein können. Und dass es auch sonst niemanden gab, den das interessiert hätte ...

Doch von vorne. Suzanne und ihr kleiner Bruder gehen mit den Eltern auf dem Segelschiff Wavewalker auf große Reise. Sie ist erst 7 und wäre viel lieber in der Schule geblieben, aber die Eltern - vor allem der Vater - erfüllen sich damit einen Herzenswunsch. Und eigentlich sollen es auch nur drei Jahre werden - am Ende sind es zehn und damit die gesamte Kindheit. Suzanne muss Stürme, Arbeitseinsätze - auch in der Nacht - und vieles mehr durchleben. Sie ist nie alleine an Bord, aber trotzdem unglaublich einsam. Das konnte man durch die Zeilen auch nach den Jahrzehnten noch spüren, genauso wie ihre Verletztheit über die Gleichgültigkeit ihrer Eltern, vor allem der Mutter. Diese Passagen haben mir sehr zu schaffen gemacht. Man fragt sich, warum solche Menschen Eltern geworden sind und warum sie die Kinder nicht bei Verwandten, im Internet, ... zurückgelassen haben. So ein Leben ist auf Dauer nicht für Kinder und Heranwachsene geeignet, die sozialen Kontakte zu Gleichaltigen fehlen und vieles mehr auch. Wobei ich mir selbst das auch nicht vorstellen könnte, denn man hat keinerlei Rückzugsraum für sich selbst.

Ich fand es mutig, dieses Buch zu schreiben - auch gegen die Widerstände der Eltern - und so offen über ihre Gefühle zu sprechen. Gerne hätte ich mehr über den Alltag erfahren. Auch so banale Probleme wie den Toilettengang oder die Müllentsorgung. Oder auch wie es ist, wenn man so eng zusammen essen muss etc. Man erfährt viel über gefährliche Situationen, gleichzeitig hatte ich aber auch immer mal wieder den Eindruck, dass sich was wiederholt. Die einzelnen Fahrten - gerade zum Ende hin, als es immer wieder die gleiche Region ist - wurden bei mir im Kopf zu einer bzw. zu einem Durcheinander und ich konnte es nicht mehr gut auseinander halten.

Auf jeden Fall ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie es ist, wenn Eltern ihre Träume wahr machen und die Kinder nur ein Anhängsel sind: "Er sah mich an, und in seinen Augen lag ein Ausdruck, den ich nur zu gut kannte - die Angst, im Traum eines anderen Menschen gefangen zu sein."