Cover-Bild Freie Tage
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Gesundheit, Beziehungen und Persönlichkeitsentwicklung - Medizin und Gesundheit
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 27.01.2026
  • ISBN: 9783499018107
Silke Weber

Freie Tage

Die feministische Kraft der Menopause

«Wenn die Menstruation politisch ist, ist es die Menopause auch.»

Warum erklären wir Frauen in und nach den Wechseljahren zu kränkelnden Mängelwesen? Warum feiern wir nicht mehr die positiven Aspekte dieser umgekehrten Pubertät – neu gewonnene Gelassenheit, Klarheit und Freiheit?

Dieses Buch ist eine kluge, ermächtigende Spurensuche und ein leidenschaftliches Plädoyer für einen selbstbestimmten Umgang mit den Wechseljahren.

Schon bevor wir das vierte Lebensjahrzehnt vollendet haben, begegnet uns das Thema Menopause heute überall – oft begleitet von dem Eindruck eines bevorstehenden Verfalls. Neben der vermeintlichen Aufklärung offeriert eine ganze Industrie passende Produkte und setzt an die Stelle alter Stigmata neue Konsumversprechen.

Anstatt sich dieser Logik zu beugen, lädt Silke Weber ein, den Blick zu weiten. Sie beleuchtet die komplexen Zusammenhänge von Hormonen, Kultur und Ökonomie und nimmt uns mit auf eine Reise von der Erfindung des Begriffs durch männliche Ärzte im Frankreich des 19. Jahrhunderts, ohne den die heutige Milliardenindustrie nicht denkbar wäre, bis zu aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Nonchalant hinterfragt sie dabei all unsere Prägungen, Narrative und Gewissheiten und liefert einen längst überfälligen Gegenentwurf zum derzeitigen Narrativ der Wechseljahre.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2026

Für einen selbstbestimmten, angstfreien Umgang mit der Menopause

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„Freie Tage - Die feministische Kraft der Menopause“ von Silke Weber“ ist ein sehr informatives Sachbuch über die Wechseljahre.

Die Journalistin und Autorin klärt auf über die Entstehung des Begriffs ...

„Freie Tage - Die feministische Kraft der Menopause“ von Silke Weber“ ist ein sehr informatives Sachbuch über die Wechseljahre.

Die Journalistin und Autorin klärt auf über die Entstehung des Begriffs „Menopause“ und zeigt auf, weshalb seit dem 19. Jahrhundert die hormonelle Veränderung fälschlicherweise häufig als Zeichen von körperlichem Verfall oder Krankheit gilt.

„Der Kapitalismus hat die Menopause für seine Ziele entdeckt.“ (Seite 9):
Silke Weber deckt die milliardenschwere Industrie hinter den Wechseljahren auf: Mittlerweile werden Unsummen mit den Ängsten, Unsicherheiten und körperlichen Veränderungen in der Lebensmitte verdient; von Nahrungsergänzungsmitteln, Medikamenten und Hormonen über unwirksame Tests im Internet, spezielle Kleidung und andere unsinnige Produkte – überall, wo mit den Ängsten und Unsicherheiten von Frauen gespielt werden kann, wird das zu Geld gemacht.

„Wenn die Menstruation politisch ist, ist es die Menopause auch“
Nach Ansicht der Autorin zeigt die Diskriminierung alternder Frauen auf, wie tief Frauenhass in unserer Gesellschaft verwurzelt ist – und diese gesellschaftlichen Vorurteile müssen dringend aufgebrochen werden!

Anstatt sich auf die Verluste und negativen Seiten der Wechseljahre zu fokussieren, sieht die Autorin den neuen Lebensabschnitt als Chance: Mehr Zeit für eigene Wünsche und Weiterentwicklungen, mehr Gelassenheit und Freiheit: Frauen in der Menopause sind keine „Mängelwesen“!

Nicht alles war neu für mich, da ich mich schon oft mit dem Thema Wechseljahre beschäftigt habe. Dennoch finde ich neue Impulse und Stimmen immer hilfreich. Auch dieses Buch bot daher etliches Wissen und Denkanstöße.

Insgesamt ist „Freie Tage“ ein kluges, informatives Sachbuch sowie ein Aufruf, selbstbestimmt und ohne Ängste mit den Wechseljahren umzugehen. Ich vergebe hierfür 4 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den Rowohlt Polaris Verlag & Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 23.08.2026

Eine Reise durch die Wechseljahre

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„Mit der Social-Media-Kampagne #wirsindneunmillionen - die Zahl verweist auf die Anzahl von Frauen in Deutschland, die potenziell in ihren Wechseljahren sind - forderten Menopause-Aktivistinnen, die Wechseljahre ...

„Mit der Social-Media-Kampagne #wirsindneunmillionen - die Zahl verweist auf die Anzahl von Frauen in Deutschland, die potenziell in ihren Wechseljahren sind - forderten Menopause-Aktivistinnen, die Wechseljahre zu enttabuisieren und ihnen auch in der gynäkologischen Praxis, im medizinischen Grundstudium sowie in der Fachärzteausbildung mehr Aufmerksamkeit zu schenken.“
Doch der Weg dahin war lang: von der Hexenverfolgung über die Entdeckung der Menopause bis zu ihrer Vermarktung. „Freie Tage“ reiht sich nicht in die Ratgeber für betroffene Frauen ein, sondern beleuchtet geschichtliche, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte.
So lese ich hier zum ersten Mal, wie der Begriff im 19. Jahrhundert geprägt wurde oder dass die Symptome, abhängig von Herkunft und Wohnort, unterschiedlich empfunden werden können. Auch wenn die Belege in einer umfangreichen Quellensammlung angegeben werden, kann ich einige Dinge kaum glauben, zumal diese an anderen Stellen im Buch konträr dargestellt werden, ohne dass eine wissenschaftliche Einordnung erfolgt.
In meinen Augen kam die Autorin damit nicht auf den Punkt. Es wirkte wie eine lange Aneinanderreihung von Fakten, die mit persönlichen Episoden gespickt wurden. In teilweise recht langen Kapiteln ging mir mitunter der Kontext des Kapitels verloren beziehungsweise fehlte die Quintessenz. Das ist schade, denn thematisch fand ich die Auseinandersetzung durchaus interessant.