Zwischen Leselust und Listen
Eine Seite nochMeike Winnemuth hat es sich zum Ziel gesetzt, ein halbes Jahr lang das Lesen auf jede erdenkliche Art neu zu erleben. Sie stöbert in Buchläden und öffentlichen Bücherschränken, erkundet das Haus von Virginia ...
Meike Winnemuth hat es sich zum Ziel gesetzt, ein halbes Jahr lang das Lesen auf jede erdenkliche Art neu zu erleben. Sie stöbert in Buchläden und öffentlichen Bücherschränken, erkundet das Haus von Virginia Woolf ebenso wie ihr eigenes Gartenhaus, liest sich durch Leselisten, zuvor gemiedene Genres und umfangreiche Wälzer.
So erleben wir die Autorin authentisch als ehrfürchtigen Fan, als wissbegierige Journalistin oder als Leserin, die manchmal ein Buch abbricht, wenn es gar nicht geht. Auch wenn ich nicht alle Ansichten teile (so gibt es zur Einrichtung eines Bücherregals nun einmal unterschiedliche Methoden), habe ich mich doch als Leserin verstanden gefühlt.
Hinzu kommt die Inspiration, manches einfach anders auszuprobieren, etwa ein Buch aufzublättern und mittendrin loszulesen. Kaum jemand dürfte die Lektüre von „Eine Seite noch“ beenden, ohne dass Begehrlichkeiten für neue Bücher geweckt werden, die in den Leselisten der Autorin auftauchen.
„Lesen ist die egoistischste, luxuriöseste, trotzigste, lohnendste Existenzform, die ich kenne.“ – Wer sich in diesem Satz wiederfindet, wird auch in diesem Buch versinken und gerne mit Winnemuth über die eigenen Lesegewohnheiten ins Schwelgen geraten.