Transzendenz statt Therapie
Lieber ECHT kaputt als perfekt am ArschMir ist nicht ganz klar, warum ein derart humoristischer Titel gewählt wurde, geht es doch inhaltlich um das Innere, darum, sich der eigenen Zerbrechlichkeit und den eigenen Zweifeln zu stellen. Die Autorin ...
Mir ist nicht ganz klar, warum ein derart humoristischer Titel gewählt wurde, geht es doch inhaltlich um das Innere, darum, sich der eigenen Zerbrechlichkeit und den eigenen Zweifeln zu stellen. Die Autorin verspricht ein neues Verständnis für sich selbst, sobald man die „7 Schritte der Wahrheit“ durchlaufen hat.
Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil es von einer Psychologin geschrieben wurde und ich mir wissenschaftlich fundierte Impulse für meine persönliche Entwicklung erhofft hatte. Stattdessen stehen jedoch vor allem ihre eigenen Erfahrungen im Mittelpunkt, ergänzt durch den Glauben an eine höhere Kraft, mit dem ich wenig anfangen konnte. “Menschen, die die sieben Schritte gegangen sind, wissen ganz klar, dass es einen Schöpfer gibt. Sie verbinden sich mit der höheren Transzendenz, als wäre es das Normalste auf der Welt.”
Die wenigen Reflexionsübungen verpuffen und liefern kaum neue Denkanstöße. Eine tatsächliche Weiterentwicklung blieb somit für mich aus – ebenso wie der Zugang zu der beschriebenen „Transzendenz“. Insgesamt hätte ich mir von diesem Ratgeber deutlich mehr Realitätsbezug und methodische Tiefe gewünscht.