Cover-Bild Oberammergau
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 27.02.2026
  • ISBN: 9783492074087
Robert Löhr

Oberammergau

Roman | Packender historischer Roman über die Entstehung der Passionsspiele von Oberammergau

Ein Dorf ringt um Erlösung

Mitten im Dreißigjährigen Krieg wird Oberammergau von der Pest heimgesucht – bis das Dorf gelobt, von jetzt bis in alle Ewigkeit die Passion Christi zu spielen, wenn Gott sie verschont. Dem unerfahrenen Pfarrer Johannes fällt es zu, das Bühnenstück auf die Beine zu stellen. In kürzester Zeit muss er Bauern und Hirten in Apostel und Römer verwandeln – ohne Kostüme, ohne Bühne, ohne einen Text. Und zudem mit einer mächtigen Gegenspielerin: Ortsvorsteherin Agnes hat beide Kinder an die Pest verloren, hasst Gott und tut alles, um das Vorhaben zu vereiteln. Bald spaltet sich das Dorf in Freunde und Feinde der Passion. Und Johannes muss Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um Agnes, die Pest und seine eigenen Zweifel zu besiegen …

Krieg und Pest, Mord und Totschlag – und ein göttliches Wunder: Robert Löhrs bildgewaltiger Roman über die Geburt der Oberammergauer Passionsspiele

»Robert Löhr beweist, dass das in Deutschland vermeintlich Unmögliche doch möglich ist: der Tradition lustvoll auf die Sprünge zu helfen mit Humor, Spannung und Phantasie.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Robert Löhr ist ein wahrer Meister des Erzählens. Er beherrscht sowohl das mühsame Handwerk der detailverliebten Recherche als auch die Kunst, fließend, witzig und intelligent zu fabulieren.« THÜRINGER ALLGEMEINE

Es begann als Gelübde vor Gott und wurde zur Theater-Sensation. Die faszinierendsten Fakten zu den Oberammergauer Passionsspielen:

Vom Pestfluch zur Weltsensation: Zu dem spektakulären Laienspiel in den Alpen strömen in den Jahren der Passionsspiele mehr als eine halbe Million Menschen aus aller Herren Länder nach Oberammergau. Seit der Premiere 1634 sind die Spiele nur in Ausnahmesituationen ausgefallen oder verschoben worden: wegen Weltkriegen oder Seuchen, zuletzt 2020 aufgrund der Covid-Pandemie. Die Aufführungen dauern fünf Stunden. Über 2.000 Mitwirkende braucht man, und das Dorf hat nur 5.000 Einwohner. Die männlichen Darsteller lassen sich ein Jahr vorher schon Haare und Bart wachsen.

Der Autor Robert Löhr verfasst Drehbücher, Theaterstücke, Musicals und Hörspiele – und Romane, die in 25 Sprachen übersetzt wurden. Seine historischen Erzählungen kombinieren akkurate Recherche mit packender Dramaturgie. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2026

Mein Lesehighlight !

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"Oberammergau" hat mich nicht einfach nur begeistert – dieses Buch hat mich tief berührt, erschüttert und vollkommen in seinen Bann gezogen. Es gibt wohl kaum einen Superlativ, der diesem Roman gerecht ...

"Oberammergau" hat mich nicht einfach nur begeistert – dieses Buch hat mich tief berührt, erschüttert und vollkommen in seinen Bann gezogen. Es gibt wohl kaum einen Superlativ, der diesem Roman gerecht werden könnte. Wer – so wie ich – sein Herz an Oberammergau verloren hat, an diesen magischen Ort zwischen Laber und Kofel, die Menschen und die Region, der wird sich unweigerlich in dieser Geschichte verlieren und sich mit jedem einzelen Wort mitreißen lassen.

Robert Löhr öffnet nicht einfach ein Geschichtsbuch – er reißt die Vergangenheit auf und macht sie lebendig. Mit einer sprachlichen Wucht lässt er die Pest erneut durchs Dorf ziehen. Man spürt die Angst in jeder Gasse, hört das verzweifelte Flüstern hinter verschlossenen Türen und fühlt die lähmende Ohnmacht, die sich über das Dorf legt. Die Berge ringsum wirken dabei nicht nur wie Kulisse, sondern wie stille Zeugen einer Zeit voller Leid, Hoffnung und Glauben.

Die Figuren sind so eindringlich gezeichnet, dass sie einem beim Lesen ans Herz wachsen. Sie lachen, leiden, zweifeln und kämpfen und mit jeder Seite fühlt man sich mehr, als würde man selbst durch das Oberammergau des Jahres 1633 gehen. Aus unzähligen kleinen Szenen entsteht ein gewaltiges Dorfpanorama, voller Menschlichkeit, Abgründe und Emotionen. Gerade die einfachen Momente sind es, die sich tief unter die Haut brennen: böse, lästernde Zungen, blanke Verzweiflung, stille Hoffnung und der unerschütterliche Wunsch, dass sich doch noch alles zum Guten wenden möge.

Und genau darin liegt die unglaubliche Kraft dieses Romans: Aus tiefster Dunkelheit wächst langsam jenes Gelübde, das bis heute nachhallt. Man erlebt nicht nur die Entstehung der Passion – man fühlt sie. Jede Seite atmet Schmerz, Glauben und die Sehnsucht nach Rettung.

Dieses Buch ist intensiv, bildgewaltig und voller Atmosphäre. Historie wird hier nicht erzählt, sondern lebendig gemacht. Für mich ist "Oberammergau" weit mehr als ein Roman – es ist eine emotionale Reise in das Herz eines Dorfes, dessen Geschichte bis heute nachklingt. Eindringlich, bewegend und absolut unvergesslich.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Der Anfang der Prozession

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Die Oberammergauer haben die Pest überlebt und dann haben sie ein Gelübde abgelegt. Sie wollen die Christus Prozession spielen und damit verhindern, daß die Pest jemals wieder kommt.
Gesagt getan. Naja ...

Die Oberammergauer haben die Pest überlebt und dann haben sie ein Gelübde abgelegt. Sie wollen die Christus Prozession spielen und damit verhindern, daß die Pest jemals wieder kommt.
Gesagt getan. Naja so leicht ist es dann doch nicht. Das Dorf teilt sich in zwei Lager, die einen sind dafür, die anderen dagegen und auch sonst ist ziemlich viel los in Oberammergau.

Ehrlich gesagt habe ich nicht so einen spannenden und rasanten Roman erwartet. In diesem Dorf ist so viel los, daß einem beim Lesen so manches Mal der Atem stockt. Ob nun die Bewohner untereinander, ein schwedischer Söldner oder der Abt aus Ettal alle mischen mit und alle sind von ihrer Ansicht überzeugt. Allerdings sind sie auch nicht zimperlich dabei ihre Meinung zu vertreten.

Neben den Spannungen im Dorf ist aber natürlich auch die Prozession ein wichtiger Teil des Romanes. Es war wirklich interessant zu lesen, mit wieviel Herzblut die Menschen dahinter standen, denn sie wußten ja noch nicht was sich daraus einmal entwickelt.

Wirklich sehr spannend und rasant.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Großartiger historischer Roman

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"Was war in jener Nacht nur in sie gefahren, Gott ein Passionsspiel zu versprechen, und zwar nicht nur eines davon, sondern unendlich viele, von jetzt bis ans Ende der Zeit?“

Nachdem die Pest in Oberammergau ...

"Was war in jener Nacht nur in sie gefahren, Gott ein Passionsspiel zu versprechen, und zwar nicht nur eines davon, sondern unendlich viele, von jetzt bis ans Ende der Zeit?“

Nachdem die Pest in Oberammergau ganz fürchterlich gewütet hat, bittet man in seiner größten Verzweiflung Gott darum, dass das doch endlich aufhören möge. Man verspricht Ihm im Gegenzug, dass man alle zehn Jahre Passionsspiele abhalten wird. Nun, viele Überlebende gibt es schon nicht mehr und vermutlich war zu dem Zeitpunkt schon das Schlimmste überstanden… Dennoch, das gewünschte Wunder scheint zu geschehen: Es gibt keine weiteren Pestkranken im Dorf.

Johannes, der neue Pfarrer in Oberammergau, entflammt bald für die Idee des Laien-Passionsspiels und wird nach und nach zur treibenden Kraft. Er bildet einen skurrilen kleinen Trupp mit einer resoluten, jungen Witwe, einem zum Dorfsklaven gemachten schwedischen Soldaten, dem talentierten Organisten und ein paar anderen (und durchaus wechselnden) Dorfbewohnern. Doch ihr Vorhaben ist nicht so ohne Weiteres in die Tat umzusetzen, gibt es da doch noch den ein oder anderen Gegenspieler im Dorf…

Historische Romane gibt es wie Sand am Meer. Um so schwieriger gestaltet es sich, die wirklich guten darunter zu finden. „Oberammergau" ist einer von ihnen!
Wer Robert Löhr kennt, hatte das auch schon erwartet. Der Autor hat schon ein paar unterhaltsame historische Romane geschrieben. Nach vielen Jahren liegt nun endlich wieder ein gut recherchierter, sprachlich amüsanter Roman vor. Hier treffen sonderbare Personen aufeinander, keine ist nur gut oder böse, manche hat ihre dunklen Geheimnisse. Letzten Endes versucht fast jede, ihre eigenen Interessen durchzusetzen, und muss dabei mit dem Widerstand einer anderen umzugehen wissen. Das ist äußerst amüsant; die Lektüre ist trotz der ein oder anderen eingestreuten Grausamkeit eine sehr erbauliche. Ganz nebenbei lernen wir noch etwas über die Geschichte Oberammergaus und den Dreißigjährigen Krieg.

Ich rate nur sehr christlichen und zur Bigotterie neigenden Menschen von der Lektüre ab. Alle anderen werden sich sehr amüsieren.

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