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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2019

Ein Toast auf die Kunst

Kunstgeschichte als Brotbelag
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„Mit virtuoser Schmiertechnik und kühnen Kompositionen wagen sich zahlreiche Brotkünstler an allseits bekannte Meisterwerke.“

Marie Sophie Hingst veröffentlichte 2018 unter dem Hashtag #KunstGeschichteAlsBrotbelag ...

„Mit virtuoser Schmiertechnik und kühnen Kompositionen wagen sich zahlreiche Brotkünstler an allseits bekannte Meisterwerke.“

Marie Sophie Hingst veröffentlichte 2018 unter dem Hashtag #KunstGeschichteAlsBrotbelag ein Bild von einem belegten Brot, das einem Kunstwerk von Piet Mondrain ähnelte.
Viele User folgten sogleich diesem Beispiel und stellten quer durch die Kunstgeschichte und Strömungen berühmte Werke auf Brotscheiben nach.

Zahlreiche dieser Interpretationen altbekannter Werke sind im Buch „Kunstgeschichte als Brotbelag“ abgedruckt.

Das Büchlein ist sehr witzig und unterhaltsam. Nicht nur Erwachsene schauen es sich interessiert durch, sondern auch kleine Kinder haben schon Spaß daran. Mit einem Butterbrot haben sie schließlich fast jeden Tag zu tun.

Nebenbei ist die Sammlung der Bilder auch noch lehrreich und informativ. Kunst und Kultur werden in den Alltag gebracht.

Ich finde das Büchlein klasse und schau es mir gerne an!

Veröffentlicht am 30.04.2019

Der entspannteste und unkonventionellste Papst aller Zeiten ist zurück

Jubilate!
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„Wir müssen reden, mein Freund.“
„Etwas Ernstes?“
„Etwas sehr Ernstes.“
„Oh. Dann sollten wir lieber dabei essen.“ (11)

Der entspannteste und unkonventionellste Papst aller Zeiten ist zurück! Und wieder ...

„Wir müssen reden, mein Freund.“
„Etwas Ernstes?“
„Etwas sehr Ernstes.“
„Oh. Dann sollten wir lieber dabei essen.“ (11)

Der entspannteste und unkonventionellste Papst aller Zeiten ist zurück! Und wieder gibt es einen Kriminalfall aufzuklären.
Petrus’ Pressesprecherin Giulia soll Erbin eines großen Familienvermögens werden, allerdings unter einer Bedingung: Innerhalb einer Woche soll sie heiraten.
Natürlich fällt Giulia da auch direkt ein passender Kandidat ein…
Doch bekommt sie dafür den Segen des Heiligen Vaters?

Neid und Ablehnung kommen auf. Intrigen werden gesponnen und alte Familiengeheimnisse gelüftet. Ein Mordanschlag wird verübt.

Auch der fünfte Papst-Krimi von Johanna Alba und Jan Chorin ist wieder gelungener Unterhaltungsroman, der die katholische Kirche nicht all zu ernst nimmt.

Eine gute Portion Italien, zu gleichen Teilen Liebe und Krimi, gewürzt mit einer atmosphärischen Kulisse - die Lektüre von „Jubilate!“ ist ein echter Genuss.

Ich kann die gesamte Buchreihe um Papst Petrus jedem ans Herz legen, der gerne ein bisschen Italien und Sommergefühle für zu Hause hätte. Sie verspricht leichtfüßige Unterhaltung - wie ein Glas Wein auf der Terrasse am Sommerabend.

Allerdings würde ich nicht empfehlen mit diesem Band in die Reihe einzusteigen. Denn viele Handlungsfäden werden hier weitergesponnen, auf deren Fortführung die „alten Leser“ schon sehnsüchtig warteten, die einen Neueinsteiger aber bestimmt mehr interessieren, wenn er die Anfänge kennt.

Auf dass noch viele weitere Bände rund um den liebenswürdigen und schrulligen Papst Petrus folgen!

Veröffentlicht am 23.03.2019

Über Toleranz, Menschlichkeit und Freundschaft.

Fjelle und Emil - Monstermäßig beste Freunde
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„Emil und Fjelle haben uns gezeigt, was Freundschaft alles kann.“ (171)

Emil und Fjelle leben im beschaulichen Flusenbek. Emil ist der Sohn einer Bäckerfamilie und Fjelle… na klar, ein großes grünes Plüschmonster, ...

„Emil und Fjelle haben uns gezeigt, was Freundschaft alles kann.“ (171)

Emil und Fjelle leben im beschaulichen Flusenbek. Emil ist der Sohn einer Bäckerfamilie und Fjelle… na klar, ein großes grünes Plüschmonster, das Zimtbrötchen und Petersilie liebt.
Sie gehen zusammen zur Schule und treffen sich zum Spielen. Man muss nur ein bisschen aufpassen, denn der große, kräftige Fjelle ist sowas wie ein Verstärker für Gefühle: Ist Emil glücklich, platzt Fjelle fast Glück.
Doch das nimmt weder Emil noch sonst jemand in Flusenbek richtig wahr. Man lässt einander so sein, wie man eben ist.
Bis eines Tages ein neuer Direktor an die Schule kommt und sich an Fjelles offensichtlicher Andersartigkeit stört. Herr Unterberg schürt die Angst der Flusenbeker gegenüber Fjelle und bringt nahezu jeden Bewohner gegen das grüne Monster auf. So untergräbt er nach und nach sogar die Freundschaft zwischen Emil und Fjelle.

„Fjelle & Emil - Monstermäßig beste Freunde“ ist eine unterhaltsame und charmante Geschichte, die aber auch ein sehr ernstes Thema anspricht.
Die in Flusenbek wie selbstverständlich gelebten Werte Toleranz, Akzeptanz, Freundschaft und Menschlichkeit stehen der Angst gegenüber, die durch einen einzigen intoleranten Neuankömmling verbreitet werden kann.
Damit ist die Geschichte um Emil und Fjelle nicht nur unterhaltsam und wunderbar zu lesen, sondern auch sehr wichtig, denn sie vermittelt kindgerecht und spielend die richtigen Werte für ein menschliches (oder auch monstermäßiges ) Miteinander.

Im Inneren sind einige schwarzweiße Illustrationen. Nicht allzu viele, aber genügend für einen Erstleser. Die Zeichnungen gefallen mir ganz gut, aber vor allem in Schwarzweiß. Das Cover sagt mir nicht so zu - vielleicht liegt das aber auch am Titel, der gleichzeitig wie ein Emblem gestaltet ist.

Besonders weil das Buch eine so wichtige Botschaft charmant ans Kind bringt, bekommt es fünf verdiente Sterne von mir.

Veröffentlicht am 23.03.2019

Gute Taten. Ob es dir gefällt oder nicht.

Böse Jungs
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„Anschnallen und Festhalten für das coolste und lustigste Abenteuer aller Zeiten!“

Mr Wolf, Mr Shark, Mr Piranha und Mr Snake sind böse Jungs. Allerdings missverstandene böse Jungs, die mit ihrem Image ...

„Anschnallen und Festhalten für das coolste und lustigste Abenteuer aller Zeiten!“

Mr Wolf, Mr Shark, Mr Piranha und Mr Snake sind böse Jungs. Allerdings missverstandene böse Jungs, die mit ihrem Image aufräumen wollen. Na, zumindest einer von ihnen - Mr Wolf - ist hochmotiviert, allen anderen zu beweisen, dass er und seine Kumpels gar nicht böse sind. Also sucht er nach einer Gelegenheit, um zeigen zu können, dass sie alle nur Gutes tun wollen. Das ist aber gar nicht so einfach, zumal seine Truppe ein wenig träge ist und häufig in alte Muster zurückfällt.

Dieser Comic ist wunderbar schräg. Er kommt mit schwarzweißen Zeichnungen aus, die richtig cool und witzig sind. Genau wie die Story. Hier ist nichts kitschig.
Der Wolf spricht uns Leser direkt an und führt uns durch die Geschichte. Auch versucht er die Dinge schnell für uns zurecht zu biegen, wenn sich mal wieder die Zeichen verdichten, dass es sich bei ihm und seinen Leuten vielleicht doch um böse Jungs handeln könnte.

Die Story kann meiner Meinung nach eine recht große Zielgruppe bedienen. Nicht nur Erstleser werden auf ihre Kosten kommen, sondern den Kleinen kann es auch vorgelesen werden. Wenn man als Vorleser auf die jeweils sprechende Figur zeigt, macht es auch für die Kleinsten großen Spaß. Wir haben zumindest unsere Freude an diesem Buch, immer wieder.

„Gute Taten.
Ob es dir gefällt
oder nicht.“

Veröffentlicht am 07.03.2019

Ein Fuchs ist ein Fuchs!

Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte
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"Ein Fuchs ist ein Fuchs!“

Oder vielleicht ist es doch nicht ganz so einfach?

Nach einem großen Waldbrand haben sich die Tiere aus dem Wald heraus gerettet. Doch nicht alle scheinen es geschafft zu haben. ...

"Ein Fuchs ist ein Fuchs!“

Oder vielleicht ist es doch nicht ganz so einfach?

Nach einem großen Waldbrand haben sich die Tiere aus dem Wald heraus gerettet. Doch nicht alle scheinen es geschafft zu haben. Ein kleiner Fuchs bleibt verängstigt zurück, er hat seine Familie verloren.
Ob er sie wiederfinden wird? - Doch zunächst muss ihm geholfen werden. Es ist noch zu klein, zu unwissend und zu hilflos, um allein in der gefährlichen großen Welt - noch dazu außerhalb des Waldes - zurecht zu kommen. Mama Reh nimmt ihn schließlich in ihre Familie auf und der Fuchs bemüht sich sehr, wie seine Rehgeschwister zu werden. Aber einige Tiere bleiben skeptisch: Ein Fuchs bleibt ein Fuchs! Was, wenn er groß wird und sich seiner Feindschaft zu den schwächeren Tieren besinnt?
Mama Reh glaubt an das Gute in jedem und hält zu dem kleinen Fuchs, der sich mit einem neuen Bruder auf die Suche nach seiner Fuchsfamilie macht.

Kirsten Boie ist eine sehr… zauberhafte Geschichte gelungen. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, um das gegenseitige Helfen und um Toleranz. Besonders herausstechend ist die etwas aufgeblähte und kitschige Sprache, die aber gleichzeitig auch sehr melodisch ist. Letzteres macht sie für den Vorleser zu einem Vergnügen.

Auch die Illustrationen von Barbara Scholz sind schön. Sehr zart und hübsch. Man sieht ihnen an, dass sie von einer bekannten Kinderbuchillustratorin sind. Sehr moderne Zeichnungen, die deshalb allerdings auch nicht besonders herausragen.

Das Lesealter wird für Kinder ab sechs Jahren angegeben. Für Erstleser würde ich es nicht empfehlen, denn das Buch ist lang, die Sprache schwülstig - zu viel für erste eigene Leseversuche.
Die Story selbst ist dagegen eher langweilig und sehr vorhersehbar. Für ältere Kinder dürften es wohl mehr Spannung und weniger Naivität sein.

Jüngere Kinder dagegen werden von einer Riesenmenge an eher langweiligem Text erschlagen und finden zu wenige Illustrationen im Buch. Außerdem finde ich einige Handlungsverläufe zu grausig für kleine Kinder.

Wir waren wohl leider nicht das richtige Vorleser-Zuhörer-Gespann für dieses Buch. Es hat uns gelangweilt und manche besonders naive Textstelle war mir einfach viel zu kitschig und blöd.
Aber ich denke, dass dieses Buch dennoch seine Leser finden wird und wir da einfach einen anderen Geschmack haben.

Drei Sterne für dieses hochwertig gestaltete und freundlich erzählte Kinderbuch.