Antiker Mithraskult und seine Mysterien
In seinem Romandebüt „Die Gesichter des Mithras“ verwebt der Autor Sami Eriksson, ein okkultes Historiendrama auf zwei Zeitebenen miteinander.
Inhalt:
Rom im Jahr 190 nach Christi Geburt. Das Weltreich ...
In seinem Romandebüt „Die Gesichter des Mithras“ verwebt der Autor Sami Eriksson, ein okkultes Historiendrama auf zwei Zeitebenen miteinander.
Inhalt:
Rom im Jahr 190 nach Christi Geburt. Das Weltreich ist gezeichnet von religiösen und gesellschaftlichen Gegensätzen, die sich unter Kaiser Commodus weiter zuspitzen. Im fernen Dalmatien verliebt sich der Sklave Lucius in die Tochter eines alten Adelsgeschlechts. Als das unwahrscheinliche Paar ein Kind erwartet, gerät ihre Romanze unter den Einfluss einer uralten Macht aus dem Orient. Zwei Jahrtausende später macht die deutsche Nachwuchsarchäologin Nora während einer Ausgrabung auf dem Balkan eine sensationelle Entdeckung. Sie stößt auf ein verborgenes Mithras-Heiligtum und erweckt dadurch das tödliche Grauen aufs Neue, das Lucius' und ihr Schicksal miteinander verbindet.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und mit seinen kurzen Kapiteln im Wechsel der beiden Zeitebenen, bringt eine angenehme Spannung in die Erzählung.
Lucius gerät in der Verganenheit im Jahr 190 n. Chr., immer mehr unter den Einfluss des Mithraskultes und merkt zu spät, wie stark er manipuliert wurde und in welche Gefahr er sich und seine Familie gebracht hat.
Ein sehr interessanter Handelsstrang, der sehr mysthisch endet.
Zwei Jahrtausende später entdeckt die deutsche Nachwuchsarchäologin Nora durch Zufall einen Mithrastempel und plötzlich begleiten sie nächtliche Visionen, die ihr die Augen für die Vergangenheit, öffnen. Sie ist ihrem Chef und ihren Kollegen immer einen Schritt voraus und gewinnt die Aufmerksamkeit eines Kunsthändlers, der ihr eine Stelle an der Universität in Chicago, anbietet.
Zwischen Lucius und Nora ergeben sich immer mehr Parallelen aber wie sich ihr Schicksal letztendlich miteinander verbindet, muss jeder selbst lesen …
Besonders Interessant und lesenswert finde ich das ausführliche Nachwort des Autors.
Fazit:
Dem Autor gelingt es hervorragend seine persönliche Leidenschaft, die römische Antike und sein Verständnis für archäologische Grabungen, an denen er auch selbst teilgenommen hat, glaubwürdig und lebendig in seinem Romandebüt, darzustellen. Für mich war es sehr Interessant etwas über die Lebensweise aus der Antike und über den Mithraskult zu lesen.
Von mir 4 von 5 Sternen und gerne eine Leseempfehlung!