Sehr spannend
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi
Eigentlich wollte Berry Malone mit ihrem Arbeitskollegen an einem gemeinsamen Projekt arbeiten als sie ihn in ihr Haus einlud, doch der Abend endete für beide in einem Fiasko! Ein ehemaliger Kollege von ...
Eigentlich wollte Berry Malone mit ihrem Arbeitskollegen an einem gemeinsamen Projekt arbeiten als sie ihn in ihr Haus einlud, doch der Abend endete für beide in einem Fiasko! Ein ehemaliger Kollege von Berry, Oren Starks, der sie bereits seit geraumer Zeit stalkte, drang in das Haus ein und schoss wie wild um sich. Dabei wurde Berrys fleißiger Arbeitskollege schwer verletzt und sie verdankte es lediglich Orens Missgeschick; denn er fiel bei seinem Amoklauf die Treppe herunter, dass ihr nicht mehr geschah. Oren konnte humpelnd flüchten und so blieb es einzig Berry überlassen, die Polizei zu rufen.
Doch die glauben zunächst an eine schmutzige Dreiecksgeschichte; vermuten gar, Berry hätte etwas mit ihrem verletzten Kollegen am Laufen – obwohl dieser verheiratet ist und beginnen ihre Ermittlungen nur zögerlich. Erst als Oren eine weitere Person auf seiner Flucht erschießt, nehmen sie Berrys Ängste ernst.
Da Berrys Mutter, die verwitwete Caroline King fürchtet, dass die Polizei allein den stalkenden Killer nicht allein dingfest machen kann, wendet sie sich in ihrer Not an den knorrigen Privatdetektiv und Ex-Cop Dodge Hanley mit dem sie vor dreißig Jahren eine Liebesbeziehung hatte. Außerdem ist Dodge auch der Vater von Berry, was die junge Frau bislang jedoch noch nicht weiß. Während sich Dodge mit dem Ermittler Deputy Ski Nyland von Merritt County auf die Suche nach Oren Starks begibt, flammen auch die alten Erinnerungen und Gefühle in Caroline und Dodge wieder auf, die sich sehr liebten, bis eine unkluge Entscheidung von Dodge alles zwischen ihnen zerstörte und für das Ende ihrer Liebesbeziehung sorgte. Dodge ist hin und hergerissen; auch die Tatsache, dass er seiner Tochter das erste Mal in all den Jahren nahe sein darf, lässt seinen Eispanzer langsam schmelzen. Währenddessen scheint Ski Nyland mehr als nur berufliches Interesse an Berry zu haben, doch er muss zunächst sämtliche Gefühle für sie auf Eis legen, da der Killer mit ihnen Katz und Maus spielt und nur ein Fehler zu einer Katastrophe führen kann…
Meine Einschätzung:
Der Privatdetektiv und Raubein, Dodge Hanley trat bereits als Nebenfigur in Sandra Browns Suspense Roman „Sündige Gier“ in Erscheinung und stand dort dem männlichen Hauptakteur Strafverteidiger und bestem Freund Derek Mitchell zur Seite. Schon als Nebenakteur spürte man als Leser sein Charisma und seine Stärke und selbst trotz seiner schnoddrigen obercoolen Art ließ mich alles zusammen betrachtet, sehr neugierig auf seine eigene Geschichte werden, da man in „Sündige Gier“ bislang nicht viel über seine geheimnisvolle Vergangenheit erfahren durfte. Zwar wird in „Blinder Stolz“ Dodges Tochter Berry gestalkt, doch auch wenn sich zwischen ihr und Ski eine kleine Liebesgeschichte entwickelt, stehen im Grunde Dodge und Caroline stets im Fokus des Geschehens, zumal die Autorin deren Geschichte, die vor dreißig Jahren ihren Anfang nahm, in Rückblenden abwechselnd zum aktuellen Geschehen, erzählt. Eigentlich ist die Ausgangssituation sehr interessant; wobei Sandra Brown mit Oren Starks einen sehr cleveren und gefährlichen Killer geschaffen hat, doch aufgrund der Tatsache, dass es zu wenig Begegnungen zwischen ihm und Berry kommt, bzw. er sich geraume Zeit noch nicht einmal in ihrer Nähe aufhält, fehlt es der Story leider hier und da an Spannungsmomenten- selbst wenn ich es unterhaltsam und aufschlussreich fand, Dodges Vorgeschichte zu erfahren, die erklärte wieso aus ihm mit den Jahren so ein knorriger und nach außen hin abgebrühter Mann wurde. Ein wenig gewöhnungsbedürftig und gewöhnlich ist die Ausdrucksweise der männlichen Akteure in diesem Roman, die so manches Mal an Dialoge aus US-Actionstreifen erinnern. Abgesehen davon gibt es von meiner Seite aber nichts zu bemängeln und das Showdown am Ende des Romans ist dann auch sehr dramatisch und fesselnd.
Fazit:
„Blinder Stolz“ ist von einem nervenaufreibenden Thriller meilenweit entfernt; dennoch funktioniert Sandra Browns Erfolgsrezept charismatische Akteure und eine ansprechende Story zu einem unterhaltsamen Roman zu verbinden auch dieses Mal, so dass ich mich trotz wenigen Spannungsmomenten sehr gut unterhalten gefühlt habe.
Interessanterweise unterscheiden sich die Cover des Hörbuches sowie der gebundenen Buchvariante „Blinder Stolz“ von der eBook und der Taschenbuchversion. Meiner Meinung nach sind beide Cover nicht besonders ...
Interessanterweise unterscheiden sich die Cover des Hörbuches sowie der gebundenen Buchvariante „Blinder Stolz“ von der eBook und der Taschenbuchversion. Meiner Meinung nach sind beide Cover nicht besonders stimmig zur Geschichte, aber zum Glück kommt es ja ohnehin eher auf den Inhalt an.
Was mir sofort positiv auffällt, ist die Tatsache, dass alle Charaktere mit beiden Beinen im Leben und voll im Berufsleben stehen. Dieser erwachsene Touch verleiht der Geschichte Tiefgang und macht die Ereignisse unglaublich packend. Es ist vom ersten Augenblick an sehr spannend, wenn gleich sich dies in unterschiedlichen Facetten bemerkbar macht.
Der Einstieg in „Blinder Stolz“ ist dramatisch, ich lerne gleich Deputy Ski Nyland kennen, der zu einem Einsatz rast. Im Haus von Caroline King findet er die verstörte Berry Malone vor, die von einem früheren Arbeitskollegen mit einer Waffe bedroht wurde. Ich bin sofort mitten im Geschehen und erfahre, was geschehen ist.
Anschließend lerne ich den knurrigen Dodge Henley kennen, der als Privatdetektiv von Caroline King um Hilfe gebeten wird. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und das sich Dodge widerstrebend auf den Weg nach Texas macht, hat mit dieser Verbindung zu tun.
Die Protagonisten sind mir durchgängig sympathisch. Sie haben Ecken und Kanten, und selbst den schroffen Ski mag ich. Besonders Dodge und Ski gehören eher zu den raubeinigen Männern, dennoch sind sie auf ihre eigene Art liebenswürdig.
Die Geschichte wird durchgängig vom personalen Erzähler geschildert. Er gewährt mir aber durch unterschiedliche Perspektivwechsel einen spannenden Gesamtüberblick über die Ereignisse. Es wird am Kapitelanfang nicht explizit erwähnt, wen ich aktuell begleiten darf, aber es ergibt sich rasch aus dem Kontext.
„Blinder Stolz“ ist ein Thriller, der sich mit dem Thema Stalking befasst und die Ermittlungsarbeit von Ski beleuchtet. Gleichzeitig erfahre ich, wie sehr Berry unter der Zudringlichkeit des Antagonisten Oren Starks leidet und wie schwer ihr der Umstand fällt, dass die Polizei ihn offenbar nicht schnappen kann. Auch finde ich es sehr gelungen, dass Sandra Brown auf die Auslöser des Stalkings eingeht, die mich erstaunt haben. In dieser Geschichte scheint so ziemlich jeder ein Geheimnis zu hüten.
Besonders fantastisch finde ich, dass „Blinder Stolz“ in zwei Zeitebenen erzählt wird. Im Vergangenheitsstrang lerne ich Doge und Caroline kennen, begleite sie bei ihrem Kennenlernen und schaue ihnen zu, wie sie sich näherkommen und eine Beziehung zueinander entwickeln. Gleichzeitig offenbart die Erzählung, warum Dodge zu diesem sehr knurrigen und rauen Privatdetektiv wurde.
Der zweite Erzählstrang befindet sich in der Gegenwart, der sich mit dem Mordanschlag auf Berry und der Ermittlung zur Ergreifung des Täters beschäftigt.
Sandra Brown gelingt es, die beiden Handlungsstränge perfekt zu verbinden, sodass nach und nach ein stimmiges Gesamtbild entsteht.
Die Atmosphäre knistert ordentlich beim Lesen. Der Thriller Anteil bietet alles, was mein Herz höherschlagen lässt. Packende Wendungen, spannende Verfolgungsjagden und intensive Ermittlungsarbeit. Der zarte Ausflug ins romantische Genre gelingt dabei ebenso gut. Der Mix ist super, denn die heftigen Wortwechsel und das Knistern der Gefühle zwischen mehreren Protagonisten geht eine perfekte Symbiose zum Thriller ein, ohne kitschig zu wirken. Abgerundet wird das Gesamtwerk von einem sehr flüssigen und eingängigen Schreibstil, der sich nicht an unwichtigen Details aufhängt und die Geschichte rasch vorantreibt.
Der Plot Twist zum Schluss fand ich super gelungen. Ich hatte ihn zwar erwartet, aber in der Form nicht kommen sehen. Die Auflösung ist logisch und gut durchdacht. Mir hat das gefallen. Erst am Ende von „Blinder Stolz“ fällt mir auf, dass dies der zweite Band der Reihe Mitchell & Associates ist. Da ich Band 1 nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, inwieweit mir Kenntnisse aus diesem gefehlt haben, aber ich konnte „Blinder Stolz“ ganz wunderbar ohne weiteres Wissen um die Ereignisse lesen. Die Geschichte hier ist meiner Meinung nach autark lesbar.
Mein einziger Kritikpunkt ist das Hörbuch, welches ich einfach in der Form nicht weiterempfehlen kann. Martina Treger hat wieder erstklassige Arbeit geleistet, ich liebe es, wie sie der Geschichte und den Figuren Leben einhaucht. Aber die gekürzte Fassung des Hörbuches lässt mich kopfschüttelnd zurück. Ich frage mich ernsthaft, wer hier entschieden hat, was raus kann und was bleiben darf. Oft fehlten wichtige Elemente, damit eine Szene erst wirklich schlüssig wirkt. Das hat mich massiv geärgert. Zum Glück habe ich parallel gelesen, denn sonst wären mir wohl etliche Fragezeichen im Kopf umhergespukt und ich hätte „Blinder Stolz“ längst nicht so spannend und schlüssig empfunden.
Fazit:
„Blinder Stolz“ sorgt für unterhaltsame Lesestunden und eine packende Geschichte um Stalking und dessen Konsequenzen. Für alle, die eine leichte Mischung aus Love und Crime mögen, empfehlenswert.