Cover-Bild Bikepacking Trans Germany
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25,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bruckmann
  • Themenbereich: Sport und Freizeit
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 07.02.2025
  • ISBN: 9783734331701
Sara Hallbauer

Bikepacking Trans Germany

Auf der legendären Gravelroute durchs wilde Deutschland
Auf dem Gravelbike einmal quer durch Deutschland: Die legendäre BTG-Route führt auf 1.600 Kilometern und 22.000 Höhenmetern von Basel bis nach Rügen. Und durchquert dabei die abgelegensten und wildesten Orte Deutschlands. So schön kann Heimat sein! Sara Hallbauer erzählt von ihrem persönlichen BTG-Abenteuer, von atemberaubenden Landschaften und der Einsamkeit der Natur. Und von der Erkenntnis, dass echte Abenteuer direkt vor der Haustür beginnen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2025

Macht Lust aufs Losfahren

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"Bikepacking Trans Germany" von Sara Hallbauer ist ein sehr interessantes Buch.
Man kann es als Vorbereitung für genau diese oder auch andere Touren nutzen, auch wenn man dort nicht ganz so sportlich ...

"Bikepacking Trans Germany" von Sara Hallbauer ist ein sehr interessantes Buch.
Man kann es als Vorbereitung für genau diese oder auch andere Touren nutzen, auch wenn man dort nicht ganz so sportlich und schnell unterwegs ist. Man kann mit dem Buch aber auch gedanklich auf diese Reise gehen.
Sehr gut gemacht sind die zahlreichen Tipps zur Vorbereitung, die ziemlich wichtig ist. Gerade als Neuling kann man hier sehr viel mitnehmen. Ich persönlich würde die Strecke dann aber immer an mein persönliches Können und Erfahrung anpassen, die hier ist schon eine ganz schöne Herausforderung.
Das Buch punktet durch sehr viele aufschlussreiche Karten und tolle Fotos, so macht auch das Nur-Lesen Spaß.
Auch wenn man andere Strecken bevorzugt, lohnt sich das Buch als Vorbereitung, man sieht gut, was auf einen zukommen kann, aber auch, dass es viel Spaß macht.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Übertreibungen, ein mitunter sinnfreier Streckenverlauf und eine peinliche Selbstinszenierung

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Legendär ist die sogenannte Great Divide Mountain Bike Route, die von Kanada bis Mexiko ungefähr 30 Mal die große Wasserscheide, also die Rocky Mountains, überquert. Im Buch soll sie 4300 km lang sein, ...

Legendär ist die sogenannte Great Divide Mountain Bike Route, die von Kanada bis Mexiko ungefähr 30 Mal die große Wasserscheide, also die Rocky Mountains, überquert. Im Buch soll sie 4300 km lang sein, tatsächlich ist sie fast 5000 km lang. Man kann sie natürlich normal abfahren, aber eigentlich wird sie als Rennen gelistet. Nicht gegeneinander, sondern um die schnellste Zeit. Da wollten die Autorin und ihr Partner eigentlich hin, aber Corona vereitelte dies.

Einige Leute in Deutschland wollten so etwas hierzulande nachmachen und ersonnen eine "ähnliche" Tour durch Deutschland. Das war eine ziemlich dämliche Idee, die auch prompt scheiterte. Deutschland ist dicht besiedelt, also nicht mit den Rocky Mountains vergleichbar, und ein Radrennen wie dort ist in Deutschland undenkbar. Die von den beiden Herren ausgedachte Route führt von Basel bis zum Kap Arkona auf Rügen, einmal quer durch Süddeutschland bis ungefähr Hof, dann über den Kammweg des Erzgebirges bis zur polnischen Grenze und von dort dann an Berlin vorbei bis Rügen. Dass diese Tour "legendär" sein soll, ist eine der vielen Übertreibungen in diesem Buch.

Schon beim Durchblättern des eigentlich schön gemachten Buches fällt sofort auf, dass man seine Autorin auf gefühlt jedem Bild sieht. Und das in manchmal peinlichen Posen. Wieviel Selbstverliebtheit muss man besitzen, um das nicht zu sehen? Bei den Packlisten und den tantenhaften "Verhaltensregeln" setzt sich das fort. Da steht zum Beispiel, man solle nasse Regensachen nicht mit den Schlafklamotten zusammenpacken. Echt jetzt? Dass man besser mit einem gut funktionierenden Fahrrad eine solche Tour beginnen sollte, kommt dann auch noch. Und dann: "Ich fahre, um zu zeigen, dass auch Frauen herausragende Abenteurerinnen sein können."

Braucht es einen solchen Beweis wirklich? Vielleicht sollte sich die Autorin mal ein paar Reiseberichte von echten Abenteuerinnen zu Gemüte führen. Es gibt eine Frau, die alleine in einem Paddelboot Australien umrundet hat. Und wer erinnert sich nicht an das damals noch minderjährige holländische Mädchen, das allein die Welt umsegelte? Hätte die Autorin wirklich ein Abenteuer gesucht, dann hätte sie wenigstens auf ihr Smartphone bei dieser Tour verzichtet. Aber dann hätte sie den Weg nicht gefunden.

Im Buch findet man die einzelnen Abschnitte relativ gut beschrieben, aber natürlich immer unter dem subjektiven Blickwinkel der Autorin und mit ihrem Hang zur Selbstdarstellung. Wer sich für Details der Strecke interessiert, muss sich eine App herunterladen und dann die QR-Codes im Buch scannen. Aus meiner Sicht besitzt diese Tour im Prinzip eine wunderbare Streckenführung, die aber im Detail an Schwachsinn grenzt. Warum? Weil sie einem das Leben schwer macht oder weil sich gewisse Leute offenbar daran berauschen durch unwegsames Gelände mit dem Fahrrad zu fahren. Was sie damit beweisen wollen, ist mir rätselhaft. Entweder ich entscheide mich für eine wilde Streckenführung wie in den USA und muss dann einsehen, dass das hier nicht wirklich geht, oder ich möchte Land und Leute kennenlernen.

Wenn man sich für das Letzte entscheidet, kann man sich das Leben einfacher machen und das deutsche Radwegenetz benutzen. Dann muss man auch nicht wild zelten, sondern findet überall eine Unterkunft in der Nähe. Auch eine solche Tour kann man in zwei Wochen absolvieren, sogar mit einem stinknormalen Tourenrad. Und "Abenteuer" gibt es dabei auch, denn tatsächlich sind in Brandenburg die Radwege gelegentlich unbefahrbar, weil der dortige Sand das verhindert. Deswegen ist Brandenburg noch lange keine Wüste, wie die Autorin in ihrer übertriebenen Art schreibt. Und der deutsche Norden ist auch nicht rau. Rau wird es am Polarkreis, und der ist noch weit weg vom deutschen Norden.

Ich könnte noch so manche andere Fehleinschätzung der Autorin aufführen, will es aber beim Kraftwerk Boxberg belassen. Da ziehen angeblich dunkle Wolken auf, die in Wirklichkeit Wasserdampf aus den Kühltürmen sind. Und die Tagebaue müssen nicht so bleiben wie sie jetzt sind. Einfach mal in die Lausitzer Seenlandschaft fahren, die aus gefluteten Tagebaulöchern besteht. Dort kann sich jeder ein Bild davon machen, dass man scheinbar verlorene Natur in ein Paradies verwandeln kann.

Ich weiß nicht so recht, wie ich dieses Buch bewerten soll. Eigentlich ist es schön aufbereitet, und die Tour ist von der Idee her sicher wunderschön, wenngleich der Hintergedanke dabei ein ziemlicher Quatsch ist.

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