Tod eines Unternehmersohns
Der Krimi hat mir nicht nur eine Gänsehaut beschert, weil er im kalten Dezember spielt, sondern vor allem weil der Fall hochspannend war, mit meinen Emotionen spielt und die dunkelsten Seiten der menschlichen ...
Der Krimi hat mir nicht nur eine Gänsehaut beschert, weil er im kalten Dezember spielt, sondern vor allem weil der Fall hochspannend war, mit meinen Emotionen spielt und die dunkelsten Seiten der menschlichen Seele zeigt.
Mara hofft auf eine ruhige Arbeitswoche, denn Weihnachten steht vor der Tür und die Feiertage möchte sie mit ihrem Ex-Mann und dem gemeinsamen Sohn verbringen . Dann wirft der Mord an Magnus Haub, dem Sohn einer reichen Unternehmerdynastie aus dem Fleischhandel, alles über den Haufen. Die Ermittlungen sollen mit Hochdruck, aber diskret geführt werden. Die Familie des Opfers zeigt sich kooperativ, baut aber gleichzeitig eine Mauer des Schweigens um sich. Die vielversprechendste Spur führt zu einer Tierschutzaktivistin, die zufälligerweise seit dem Tattag verschwunden ist. Es beginnt eine intensive Fahndung nach ihr, die sich sehr packend liest und ich sie mir gut als Film vorstellen könnte. Je mehr die Ermittler herausfinden, um so mehr Zweifel gibt es, ob ihre Hypothesen stimmen. Schließlich kommen zwei Verdächtige bei einem Festnahmeversuch ums Leben. Der Fall ist damit abgeschlossen. Weitere Ermittlungen sind überflüssig. Wirklich ?
Ich fand den Fall und die Art und Weise, wie er gelöst wurde, sehr fesselnd. Besonders gut gelungen fand ich, dass aktuelle Themen mit einbezogen wurden, ohne in eine bestimmte Richtung zu drängen. Auch Maras Privatleben fand Eingang in die Handlung, was ich als beruhigendes Element und nicht als störend wahrgenommen habe. Auf die Person des Täters bin ich spät gekommen, auch weil ich nicht mit so viel Hass und Entschlossenheit gerechnet habe. Die Auflösung war schlüssig und überzeugend. .Sie hat aber unterschiedliche Gefühle bei mir ausgelöst, so dass ich nicht sagen kann, ob ich es als tragisch oder gerecht empfinden sollte. Lesenswert ist der Krimi auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite.