Cover-Bild Ausstieg rechts
(2)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Silberburg
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 20.10.2017
  • ISBN: 9783842520578
Sybille Baecker

Ausstieg rechts

Ein Baden-Württemberg-Krimi
In einer Esslinger Wohnung offenbart sich Kommissar Brander und seiner Kollegin Peppi ein grausiges Bild: Im Badezimmer liegt ein totes Mädchen. Ihre Leiche ist halb verwest, die Wohnung verwüstet, die Wände sind mit Hakenkreuzen und Zahlen beschmiert. Vom Wohnungsmieter, Marcel Schweikhard, fehlt jede Spur. Es stellt sich heraus: Er gehört zur rechten Szene und ist für die Polizei kein Unbekannter. Seine braunen Kameraden distanzieren sich jedoch von ihm.
Ein verzwickter Fall für Andreas Brander und sein Team und eine extreme Herausforderung für Peppi, die griechische Wurzeln hat und sich daher mit Anfeindungen der Neonazis konfrontiert sieht. Aber auch Brander hat mit seiner Glatze keinen leichten Stand – Vorurteile gibt es auf allen Seiten!
Die Ermittlungen führen die Kommissare schließlich zu einem türkischen Paar, das ein paar Monate zuvor von einer Gruppe brutaler Schläger überfallen wurde. Die junge Frau, so scheint es, verbirgt etwas vor den Beamten. Bald ist der Fall so verzwickt, dass die Kommissare fürchten, noch nach einem weiteren Opfer suchen zu müssen …

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2025

Ausstieg rechts wird Tod in Esslingen

0

Sybille Baecker Tod in Esslingen Emonsverlag 2025


Also ich begrüße es, dass manche Bücher vom Silberburgverlag zum Emonsverlag wechseln. So sieht auch die Serie im Regal besser aus.

Tod in Esslingen ...

Sybille Baecker Tod in Esslingen Emonsverlag 2025


Also ich begrüße es, dass manche Bücher vom Silberburgverlag zum Emonsverlag wechseln. So sieht auch die Serie im Regal besser aus.

Tod in Esslingen spielt leider mehr in Esslingen als im Ammertal. Der Kommissar und seine Kollegin Peppi mussten nach Esslingen umziehen, also arbeitstechnisch. Sonst wohnen sie schon noch in Tübingen und Entringen.

Der Schreibstil ist wie immer toll, mitreißend und total gut beschrieben. Der Lokalkolorit leidet für mich leider, weil der Krimi nicht mehr nur im Ammertal spielt. Was ich sehr schade finde. Kenne ich mich doch in Esslingen nicht so sehr aus und das Ammertal sagt mir halt viel mehr.

Dafür finde ich den Krimi um so spannender. Vor allem das Thema ist wieder topaktuell und authentisch nachvollziehbar. Auch Peppis Zerrissenheit zu dem Thema kann ich völlig gut nachvollziehen. Sie ist nach wie vor mein Lieblingscharakter. Die Frau mit den griechischen Wurzeln (sagt man das so ethisch korrekt?) ist mir sehr sympathisch. Zudem ist sie authentisch und „lebendig“. Man kann sie sich sehr gut vorstellen und hat viel Verständnis für sie. Bei all dieser Ungerechtigkeit kann ich sie gut verstehen, aber als Polizistin ist das natürlich ein No-Go. Die Charaktere wurden gut vorgestellt und beschrieben. Ich konnte sie mir gut vorstellen. Teilweise fand ich es faszinierend, wie die Charaktere über ihren Schatten sprangen und Dinge taten, die nicht typisch für sie waren.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

Oh man, schon wieder ein Buch der Serie ausgelesen. Einerseits schön, aber andererseits muss ich jetzt wieder ewig auf das nächste neue Buch der Serie warten. 5 Feensternchen für den spannenden Krimi mit dem topaktuellen Thema

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2017

Aktuelles Thema gekonnt umgesetzt

0

Brandner und seine   Kollegin Peppi , die griechische Wurzeln hat, werden zu einer Esslinger Mietwohnung gerufen. Ein Akt der Verwüstung, die Wände mit Hakenkreuzen und Zahlen beschmiert und ein totes ...

Brandner und seine   Kollegin Peppi , die griechische Wurzeln hat, werden zu einer Esslinger Mietwohnung gerufen. Ein Akt der Verwüstung, die Wände mit Hakenkreuzen und Zahlen beschmiert und ein totes Mädchen lassen schnelll auf ein Tötungsdelikt aus der rechten Szene schließen.
Vom Wohnungsmieter fehlt jede Spur - dieser ist als Mitglied der rechten Szene bekannt.
Die Kommissare beginnen mit der Ermittlungsarbeit und merken schnell, dass der braune Sumpf auch vor Ermittlern nicht halt macht....

Sybille Baecker hat mit "Ausstieg rechts" einen Krimi geschrieben, der vor allen Dingen durch  seine Aktualität und seine hervorragende Recherchearbeit besticht. 
Die Autorin beschreibt die Ermittlungen der beiden Kommissare mit leisen aber dennoch einprägsamen Worten, ohne dabei den braunen Sumpf zu beschönigen oder ihn zu verherrlichen. 
Die Geschichte benötigt zwar gut 100 Seiten, um tatsächlich so richtig in Fahrt zu kommen, weiß aber dann durch einen konstant gehaltenen Spannungsbogen zu überzeugen, ohne reißerisch oder ketzerisch zu wirken.
Die einzelnen Kapitel sind in Wochentage unterteilt und so entsteht tatsächlich das Gefühl, den Ermittlungen beizuwohnen. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet und manch einer weiß mein Herz mit seinem lokalem Charme und seinem Dialekt sofort zu begeistern. Auch der Einblick ins Leben der Ermittler lässt diese lebendig und greifbar erscheinen, sodass ein rundes Gesamtbild entsteht.
Der Krimi zeigt die Machenschaften und weit verzweigten Arme der rechten Szene auf und macht betroffen. auch wird hier deutlich, dass, wenn man einmal "dazu gehört", der Weg nach draußen nicht so einfach ist, wie sich das manch einer vorstellt. Die Klauen der Kameraden haben dich fest im Griff.
Die ungeahnte Wendung zum Schluss hat mich noch einmal sehr nachdenklich gestimmt und ich bin erschrocken, dass solche Dinge tatsächlich heute so passieren könnten.

Fazit: Ein sehr guter Krimi mit viel Lokalkolorit, der ein aktuelles gekonnt aufgreift und nachdenklich macht


Ich bedanke mich bei Sybille Baecker, die mir diesen Roman als kostenfreies Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat meine ehrliche Lesermeinung jedoch nicht beeinflusst