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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

Hat noch Luft nach oben

Das Haus der Träume
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Auf der Suche nach dem Traumhaus verliren sich Kate und ihr Mann Simon immer mehr aus den Augen. Die erste große Euphorie nach dem Umzug aufs Land ist verpufft und Kate hinterfragt die gemeinsam getroffene ...

Auf der Suche nach dem Traumhaus verliren sich Kate und ihr Mann Simon immer mehr aus den Augen. Die erste große Euphorie nach dem Umzug aufs Land ist verpufft und Kate hinterfragt die gemeinsam getroffene Entscheidung immer mehr. Ist das Landleben wirklich der richtige Weg für eine gemeinsame Zukunft ? Als Kate vollkommen unverhofft vor einer wundeschönen Villa steht, scheint sich die Frage nach dem Sinn des Umzuges endlich zu lösen...


Ich liebe dieses wunderschöne pastellfarbene Cover, denn es lädt direkt dazu ein, sich vom Duft der Glyzinienen umscheicheln zu lassen und in das Haus der eigenenTräume einzutreten.
Der Anfang besticht durch atmosphärische Landschaftsbeschreibungen und das Umfeld des Umzugs aufs Land, wodurch sich rasch eine leichte, fast schon behagliche Grundstimmung ergibt.

Die Figurenzeichnung bleibt zugänglich, und die Detailfreude beim Beschreiben des Hauses, der Einrichtung und der historischen Bezüge lässt das Haus wie einausklappbares 3D-Objekt in einer Pop-up-Karte erscheinen.

Gegen Mitte des Romans merken die Lesenden jedoch, dass sich die Handlung in einige ungewöhnliche Zufälle verstrickt, die die Dramaturige befeuern sollen. Wirkit unglaubwürid und an den Haaren herbeigzeogen und auch die Liebesgeschichte wirkt aufgestzt und hölzern, statt romantisch.

Die Geschichte folgt einigen bekannten Mustern und ist daher wenig überraschend. "Das Haus der Träume" bietet zwar eine stilvolle Atmosphäre, kann jedoch die Erwartungen nicht erfüllen

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Frabenprächtiges Leseabenteuer

Unter dem Safranmond
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Maya hängt förmlich an den Lippen von Raplh Garrett, als dieser von einem ihr unbekannten Land erzählt: Indien. Aus der anfägnlichen Begesiertung für seine Berichte entwickelt sich langsam eine Zueneigun, ...

Maya hängt förmlich an den Lippen von Raplh Garrett, als dieser von einem ihr unbekannten Land erzählt: Indien. Aus der anfägnlichen Begesiertung für seine Berichte entwickelt sich langsam eine Zueneigun, der sich May nicht entziehen kann. Gegen den Willen ihrer Familie brennt Maya mit Ralph deruch und erlebt eine Abenetuer, das sie im kalten England anno 1853 niemelas für möglich gehalten hätte...


Dieses Buch entführt augenblicklich in eine glühende Mischung aus Orient, Viktorianik und Abenteuerlust. Vosseler malt mit bild- und wortgewaltigem Pinselstrich: Farben, Gerüche, Geräusche und Gefühle ziehen die Leser:innen mitten hinein in das Abenteuer.

Es ist, als würde ein Kaleidoskop aus Schauplätzen, die kaum unterschiedlicher sein könnten, sein buntes Spektrum zugänglich machen. Das frostige, ehrwürdige Oxford neben dem sengenden Wüstenlicht Arabiens – und doch verbindet die Autorin eine Geschichte von Sehnsüchten, Mut und Liebe, die alle Distanzen überbrückt.

Die Figuren leuchten von innen heraus und werden so lebendig. Maya Greenwood, deren Jugendjahre wie ein leuchtendes Feuerwerk vorüberziehen, fesselt von der ersten Seite an; Richard Francis Burton verleiht mit seinem Auftreten dem Buch eine besondere Note; Tante Elizabeth und Yusuf bin Nadir geben der Erzähung etwas warmherziges, das in Erinnerung bleibt.

Die Beschreibung der Alltagswelt, der Reisewege und der Landschaften wirkt akribisch recherchiert und zugleich sinnlich-poetisch. Man sieht, schmeckt, riecht und fühlt die Wüstensonne und die fremdländischen Aromen und Gewürze, sieht das das gedämpfte Licht in viktorianischen Sitzecken tanzen und lauscht gebannt dem Gewirr aus fremden Sprachen .

Der Mittelteil des Buches zieht sich jedoch etwas in die Länge, sodass all die wunderbaren Leseerfahrungen ausgebremst werden - ein schillernder, wortgewaltiger Roman, der alle Sinne anspricht und trotz Längen gut unterhält.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Nie wieder ist jetzt !

"Nie werde ich diese Nacht vergessen..."
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Es fällt schwer, Worte für all das zu finden, was Elie Wiesel in seinem autobiografischen Werk niedergeschireben hat. Das Buch drängt sich nicht laut in den Vordergrund, sondern bittet darum, Schritt für ...

Es fällt schwer, Worte für all das zu finden, was Elie Wiesel in seinem autobiografischen Werk niedergeschireben hat. Das Buch drängt sich nicht laut in den Vordergrund, sondern bittet darum, Schritt für Schritt mitzugehen – in Gedanken, mit dem Herzschlag,mit leisem Zögern vor dem Ungewissen, denn ede Handlung, jede Entscheidung, jedes Schweigen zählt.

Der Text trägt eine stille Würde und die Lesenden spüren die verantwortungsvolle Aufgabe des Erzählers, der sie zu Zeug:innen macht,. Wiesels Sprache ist klar, oft zurückhaltend, dennoch schimmern dort Momente von unglaublicher Zartheit und menschlicher Haltung durch. Es ist diese Balance aus nüchterner Berichterstattung, dem Verweben von eigenen Erinnerungen und tiefem Mitgefühl, die dieses Buch so eindringlich macht.

Ja, die Lektüre verlangt Mut: Sie konfrontiert uns mit dem größten Verbrechen an der Menschheit, mit dem dunkelsten unserer Vergangenheit und mit dem ungebrochenen Willen zu überleben. Doch gerade diese Gegensätze machen das Buch unverzichtbar: Es erinnert daran, wie wichtig Demut, Würde und Verantwortung sind – heute wie damals.

Am Ende bleibt die stille Erkenntnis: Nicht zu vergessen bedeutet, wachsam zu bleiben. Nie wieder, nie wieder soll so etwas passieren. Die Lehre bleibt sanft, aber klar: Bildung, Erinnerung und Menschlichkeit sind unsere Stützen, auch wenn der Blick zurück schmerzt.

Eine Empfehlung in leiser, aber eindrücklicher Form: Lesen, nachdenken, erinnern – und im Nachklang die Verantwortung übernehmen, damit das Unfassbare nie wieder zur Normalität wird.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Lesehighlight 2026!

Zwischen Himmel und hier
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Wie fühlt es sich an zu wissen, dass der eigene Körper nicht mehr das tun wird, was er soll ? Majlis hängt an ihrem Leben und doch hat sie einen ganz besonderem Termin in der Schweiz vereinbart, der ...

Wie fühlt es sich an zu wissen, dass der eigene Körper nicht mehr das tun wird, was er soll ? Majlis hängt an ihrem Leben und doch hat sie einen ganz besonderem Termin in der Schweiz vereinbart, der ihrem Leben ein Ende setzen wird. Aber wie bringt sie all dies ihrer Tochter bei, die sie gerade jetzt braucht? Denn Ronja hat gerade Majils das schönste Geschnek gemacht, was Töchter ihren Müttern schenken können: ein Enkelkind. Zwischen den beiden Frauen liegt das Unausgesprochene, das Unweigerliche und doch begeben sich beide auf eine Reise, die mehr ist, als gemeinsam verbrachte Zeit...


Cassandra Brunstedt gelingt hier eine zarte Mischung aus der Frage über den Sinn des Lebens und stiller Tiefgründigkeit, die das Herz berührt. Mit Majlis begegnen die Lesenden einer Frau, deren Lebensplan auf den Kopf gestellt wird: eine tödliche Krankheit naht, während ihre Tochter Ronja in Stockholm ein erstes Kind erwartet. Mutter und Tochter in unterschiedlichen Lebensphasen – was auf den ersten Blick beide Frauen trennen könnte, schafft durch Brunstedts Schreibstil eine Intimität, die selten in dieser Genauigkeit gelingt.

Die Autorin hat nämlich die besondere Gabe, Räume und Beziehungen so zu schildern, dass das das Gefühl entsteht, direkt mittendrin zu sein. Man riecht das Salz der Küste, hört den Klang der Straßen in Stockholm, spürt die Unsicherheit in einem Telefonat, das alles verändern könnte. Die Alltäglichkeiten, die diese Geschichte so lebendig machen, werden nicht bloß beschrieben, sondern spür- und fühlbar: kleine Gesten, Blickwechsel, das Austauschen von Gewohnheiten, die im Herzen der Erzählung zu Bedeutung werden. Dabei bleibt die Sprache poetisc und sanft, ohne die Eindringlichkeit der Thematik zu verlieren.

Die Beziehung zwischen Majlis und Ronja wird feinfühlig und sensibel erzählt. Es ist eine Liebeserklärung an Mut, Nähe und Ehrlichkeit, auch dann, wenn man die Wahrheit nicht sofort miteinander teilt. Brunstedt gelingt es, die Komplexität von Mutterschaft, Loyalität und den unausgesprochenen Ängsten der Frauen zu erfassen und dabei eine Wärme zu erzeugen, die sich tief im Herzen verankert.


Der Roman regt zum Nachdenken über das Leben, den Tod und die Bedeutung des Hier und Jetzt an. Es geht darum, Worte zu finden, wenn sie fehlen, Liebe zu zeigen, und die kleinen Momente zu erkennen, die dem Dasein Sinn geben. Brunstedt zeigt, dass das Große oft im Kleine verborgen liegt, das uns jeden Tag begleitet.

Dieses Buch gehört für mich zu denjenigen, die lange in Erinnerung bleiben und einen festen Platz im Herzen haben.. Es verbindet Tiefgang mit Wärme, Ernsthaftigkeit mit Zartheit, und macht deutlich, dass Leben nicht nur durch große Ereignisse, sondern vor allem durch uns selbst gestaltet wird.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Gelungene Hommage an eine große Künstlerin

Frida Kahlo – Ein Leben in allen Farben
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Wie kann ein so kleines Büchlein einer so außergewöhnlichen Künstlerin gerecht werden? Was auf den ersten Blick unmöglich erscheint, gelingt „Frida Kahlo – Ein Leben in allen Farben“ mit beeindruckender ...

Wie kann ein so kleines Büchlein einer so außergewöhnlichen Künstlerin gerecht werden? Was auf den ersten Blick unmöglich erscheint, gelingt „Frida Kahlo – Ein Leben in allen Farben“ mit beeindruckender Leichtigkeit. Seite für Seite spürt man die tiefe Bewunderung für Frida Kahlo und ihr bewegtes Leben – voller Schmerz, Leidenschaft, Stärke und unerschütterlicher Kreativität.

„Viva la Frida!“ scheint es aus jeder liebevoll illustrierten Seite zu rufen. Diese Kurzbiografie schafft es, die Essenz der berühmten mexikanischen Künstlerin auf eine berührende und zugleich inspirierende Weise einzufangen. Die kunstvollen Illustrationen verleihen dem Buch eine besondere Wärme und machen das Lesen zu einem emotionalen Erlebnis.

Dabei entsteht ein sehr intimes Porträt, das fesselnde Einblicke in Fridas Leben, ihre Gedankenwelt und ihre Kunst ermöglicht. Trotz seines kleinen Formats entfaltet das Buch eine enorme Wirkung und bleibt noch lange nach dem Lesen im Herzen.

Ein wunderbares Werk für alle, die Frida Kahlo lieben oder neu entdecken möchten. Denn manchmal sind die kleinen Dinge im Leben tatsächlich die größten.

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