Cover-Bild Genie und Gewissen
(1)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlag Herder
  • Themenbereich: Kunst - Musik
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 16.02.2026
  • ISBN: 9783451073175
Michael Wolffsohn

Genie und Gewissen

Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus

Herbert von Karajan setzte als einer der bekanntesten und bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts Maßstäbe in der klassischen Musik. Zugleich standen seine Person und sein Privatleben schon zu Lebzeiten häufig im öffentlichen Interesse. Immer wieder kritisch hinterfragt wurde Karajans Verhalten während der Zeit des Nationalsozialismus, ohne dass bislang eine umfassende historische Aufarbeitung und Einordnung stattgefunden hätte.

Michael Wolffsohn zeichnet auf Grundlage zahlreicher, teils erstmals ausgewerteter Quellen und vielfältiger Perspektiven ein umfassendes Bild von Karajans Leben und Handeln während der NS-Zeit und in den Jahren danach. Damit ermöglicht er einen klaren, fundierten Blick auf eine der prägendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts – im Spannungsfeld von Musik, Politik und Geschichte.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Spagat zwischen Wissen und Gewissen

0

Können Künstler;innen der NS-Zeit wirklich unbelastet sein ?

Dieser Frage geht Michael Wolffsohn anhand des wohl prominentesten Dirigenten nach und nimmt die Vita des Herbert von Karajan unter die Lupe. ...

Können Künstler;innen der NS-Zeit wirklich unbelastet sein ?

Dieser Frage geht Michael Wolffsohn anhand des wohl prominentesten Dirigenten nach und nimmt die Vita des Herbert von Karajan unter die Lupe. wer auf ein reißerisches Enthüllungbuch hofft, wird enttäuscht sein, denn diese Veröffentlichung legt zwar den Finger in die Wunde, ist aber sachlich, fachlich und menschlich immer korrekt, sodass die Lesenden Daten und Fakten erfahren, ohne dass von Karajan an den Pranger gestellt oder glorifiziert wird.

Wolffsohn scheut sich nicht, Konfrontationen einzugehen und deckt dabei ein interessantes Bild auf, das den Künstler als einen politisch eher desinteressierten Menschen beschreibt, der mit und für die Musik lebt und neben Noten das Vorankommen auf der Karriereleiter im Sinn hat.

Letztendlich bleibt es den Leser;innen selbst überlassen, sich ein eigenes Urteil über de Mann zu bilden, der wie so viele in dieser Zeit zwischen Wissen und Gewissen entscheiden musste. - 3,5 Sternchen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung