Warum musste Nael Vockerodt sterben? Erst vor wenigen Monaten war der junge Südafrikaner zum Studium nach Tübingen gekommen, jetzt wird er nachts leblos auf der Straße aufgefunden und erliegt kurz darauf seiner schweren Kopfverletzung. War es ein Unfall oder Mord? Gab es einen Streit aus enttäuschter Liebe? Oder war Fremdenhass im Spiel? Die Ermittlungen der Kripo Tübingen sind in vollem Gang, als auch noch die Akte eines vermissten Mädchens auf Kommissar Branders Schreibtisch landet. Fieberhaft ermittelt Brander mit seinen Kollegen zwischen Schokoladenmarkt und Anlagensee.
Im 3. Band der Schwaben Krimi Reihe um Kommissar Brander freue ich mich auf ein Wiedersehen mit seinen Kollegen und fühle mich schon selbst wie ein Mitglied des Teams. Hier wird eifrig gefrotzelt und viel ...
Im 3. Band der Schwaben Krimi Reihe um Kommissar Brander freue ich mich auf ein Wiedersehen mit seinen Kollegen und fühle mich schon selbst wie ein Mitglied des Teams. Hier wird eifrig gefrotzelt und viel gelacht.
Ich habe auch den Schokoladenmarkt vor einigen Jahren besucht und tauche ein in das Flair von Tübingen mit seinen vielen Studenten und dem Stocherkahnfahren.
Aber so unschuldig die Szenerie wirkt, auch im beschaulichen Tübingen gibt es Mord und Totschlag. Ist der Südafrikaner ein Opfer von Rassenhass geworden? Und was hat die aufsässige 14-jährige Natalie mit dem Ganzen zu tun?
Sybille Baecker schafft es erneut, ihre Protagonisten zum Leben zu erwecken und mich zu berühren. Dabei bleibt es spannend und das Ende macht schon wieder Lust auf mehr.
Sehr gerne empfehle ich „Eisblume“ weiter für alle Freunde intelligenter Krimis aus dem Schwabenländle.
03.07.2014
Pro:
nette Charaktere, nette Geschichte, netter Krimi
Kontra:
wenig Lokalkolorit, teilweise langatmig
Empfehlenswert: Ja
Fees Inhalt
Nael Vockerodt ist Südafrikaner und erst vor ...
03.07.2014
Pro:
nette Charaktere, nette Geschichte, netter Krimi
Kontra:
wenig Lokalkolorit, teilweise langatmig
Empfehlenswert: Ja
Fees Inhalt
Nael Vockerodt ist Südafrikaner und erst vor kurzem nach Tübingen gekommen, um dort zu studieren. Er lebte bei seiner Freundin Jasmin Risch, die ihn in Südafrika kennen gelernt hat und für ihn ihren Freund vor die Tür gesetzt hat. Kommissar Branders, der in Entringen wohnt, muss 2 Fälle bearbeiten. Nathalie Böhme kommt aus einem schrecklichen Elternhaus und ist mal wieder verschwunden.
Fee zur Autorin
Ausnahmsweise gibt’s mal wieder was zur Autorin. Sybille Baecker wurde 1970 in Thuine (Niedersachsen) geboren. Aufgewachsen ist sie in Gronau (NRW). Studiert hat sie in Münster (NRW) und Ulm (Ba-Wü). Sie lebt in der Nähe von Tübingen (Ba-Wü) und arbeitet in Stuttgart (Ba-Wü). Irrwege und Körperstrafen heißen weitere Krimis von ihr.
Fees Meinung
Das ist ein netter Krimi, den man mal eben zwischendurch lesen kann. Er macht nichts kaputt, hat jetzt aber auch keine Riesenhöhenpunkte. Die Charaktere sind gut ausgemalt, aber nicht wirklich was besonderes. Allerdings leidet man mit Nathalie Böhme mit.
Es ist ein Regionalkrimi, der auch in Münster stattfinden könnte oder in Ulm oder so. Zwar wird teilweise auf den Weg von Entringen nach Tübingen eingegangen, aber das kann man sich auch anlesen, dafür muss man kein Einheimischer sein bzw. dort wohnen. Ein Ermittler redet schwäbisch und sonst ist alles doch sehr hochdeutsch-distanziert. Teilweise ist der Krimi spannend, dann wieder fragt man sich, was die beiden Krimiteile miteinander verbindet und warum das ganze dann wieder so langatmig sein muss. Den Krimi hätte man ohne weiteres um ein paar Seiten kürzen können.
Die Autorin und ich haben irgendwie was gemeinsam, nur, dass wir es irgendwie ein wenig umgekehrt gemacht haben. Deshalb war ich auch sehr neugierig auf das Buch und wurde vielleicht gerade deshalb doch ziemlich enttäuscht. Ich hab mir einfach mehr Lokalkolorit erwartet. Und x-Mal auf ein Schokoladenfest und die Feuerzangenbole hinzuweisen macht das auch nicht besser.
Wahrscheinlich bin ich auch zu beigeistert vom Lokalkolorit und dem Humor von Elisabeth Kabatek. Ich glaube, wenn sie Regionalkrimis schreiben würde/könnte, dann würde ich mich sofort als Vorableserin bei ihr bewerben, damit ich ja kein Fitzelchen verpasse.
Fees Fazit
Da ich vielleicht etwas kritisch bin, gebe ich 3 Sterne und eine Empfehlung. Aber es gibt wirklich viel bessere Regionalkrimis.