Cover-Bild Supertramp

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: riva
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 16.04.2018
  • ISBN: 9783742304360
Tamina-Florentine Zuch

Supertramp

Als blinde Passagierin mit dem Güterzug durch das Herz Amerikas
Ein Solotrip voller Abenteuer auf der Suche nach der absoluten Freiheit

Sechstausend Meilen in sechs Wochen, von New York bis nach San Francisco, von der Ostküste bis zur Westküste – und das auf Güterzügen, illegal als blinder Passagier, vollkommen auf sich allein gestellt: Tamina-Florentine Zuch hat es gewagt und sich im Sommer 2017 auf die Spuren der Hobos begeben, die in den 1920er- und 1930er Jahren millionenfach mit den Zügen durch Amerika getrampt sind, um sich von einer Feldarbeit zur nächsten transportieren zu lassen. Die 27-jährige Fotografin begegnete faszinierenden Persönlichkeiten, die sich den Anforderungen einer rücksichtslosen Erfolgsgesellschaft widersetzen. Sie verbrachte Wochen unter freiem Himmel, erbettelte Geld und Essen, rauchte mit einem pensionierten Polizisten einen Joint und wurde an einem Tag beinahe von einer giftigen Schlange gebissen und von einem Redneck erschossen. Jeder Tag war ein Abenteuer und die Nächte erst recht.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2018

Eine außergewöhnliche Reise

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Die Fotografin , Tamina - Florentine Zuch, hat sich einiges vorgenommen. Sie will in sechs Wochen von New York nach San Francisco reisen. Doch das ist noch nicht alles. Sie will in Güterzügen reisen als ...

Die Fotografin , Tamina - Florentine Zuch, hat sich einiges vorgenommen. Sie will in sechs Wochen von New York nach San Francisco reisen. Doch das ist noch nicht alles. Sie will in Güterzügen reisen als blinde Passagierin. Diese sechs Wochen sind ein reines Abenteuer. In diesem Buch erzählt sie von ihrer Reise, ihren Ängsten und Bedenken und vor allem von den Persönlichkeiten, die sie auf ihrer Reise trifft.

In der Mitte des Buches gibt es Bilder von ihrer Reise, so dass man zu manchen Leuten , die sie sehr gut beschreibt und über die sie viel berichtet , ein Bild hat.

Durch diese spannende und beeindruckender Reportage lernt man Amerika ganz anders kennen. Sie interessiert sich nicht für die erfolgreichen und reichen Menschen, sondern für die, die Andere vergessen haben.

"Ich versuche die Welt zu verstehen, indem ich sie mir ansehe. Warum haben die Menschen so viel Angst vor der Fremde ?" ( S.12)

Die Reise ist erschreckend und zugleich faszinierend. Die Autorin macht den Leser mit dem Vagabundenleben und Amerika bekannt. Darüber hinaus erfährt man sehr viel über die Hobos und ihr Leben.

Der Schreibstil ist fesselnd und flüssig. Es liest sich eher wie ein Roman als eine Reportage, wirklich spannend. Ich kann es jedem empfehlen, der Amerika mal von der anderen Seite kennen lernen möchte.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Supertramp

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Tamina, im richtigen Leben eine Fotografin, hat sich auf die Spuren der Hobis begeben und ist als blinder Passagier auf Güterzügen durch Amerika gereist. Sie hat 6000 Meilen in 6 Wochen von New York nach ...

Tamina, im richtigen Leben eine Fotografin, hat sich auf die Spuren der Hobis begeben und ist als blinder Passagier auf Güterzügen durch Amerika gereist. Sie hat 6000 Meilen in 6 Wochen von New York nach San Francisco geschafft. Ihr Gepäck war ein Rucksack samt Schlafsack. Hier herinnen hatte sie alles, was sie für ein Leben auf der Straße brauchte. In anschaulichen und schillernden Berichten erzählt sie uns über ihre Reise. Teils sind es lustige Begebenheiten, teils ist sie in schwierige Situationen geraten. Ihr Leben bei und mit den Hobos. Diese Menschen sind total anspruchslos, sie springen au Güterzügen auf, schlafen im Freien und waschen sich dort, wo es eine Möglichkeit dazu gibt. Einer hilft dem anderen, wer etwas hat, teilt. Tamina lernt auf ihrer Reise viele intressante Menschen kenne: Brian, Nancy, Zach, Noah, Samatha, Barry, Red, Ben, Scotty, um nur einige zu nennen. Sie erlebt Glücksgefühle, wie auch tiefe Traurigkeit. Ein ehemaliger Polizist fährt sie eine ganze Strecke, während sie von einer Frau fliegen mußte, die sie fast vergewaltigte. Am Anfang eines jeden neuen Kapitels ist die Stadt auf einer einfachen Karte verzeichnet, wo Tamina sich gerade befindet. So kann sich auch der Leser orientieren. In der Mitte des Buches sind sehr viele schöne Fotos. Das ganze Buch liest sich wie ein Abenteuerroman und der Leser bekommt richtiggehend Fernweh. Ich glaube die Hobos sind noch die einzigen richtigen Abenteuerer unserer modernen und hektischen Welt.

Veröffentlicht am 20.05.2018

Von New York nach San Francisco

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Tamine-Florentine Zuch bedeutet Freiheit alles. Schon die ersten Sätze in ihrem in Buchform gefassten Reisebericht verraten, dass sie Konventionen stets umgeht und ihr Leben so verbringen möchte, wie sie ...

Tamine-Florentine Zuch bedeutet Freiheit alles. Schon die ersten Sätze in ihrem in Buchform gefassten Reisebericht verraten, dass sie Konventionen stets umgeht und ihr Leben so verbringen möchte, wie sie will. Ganz ohne Verantwortung, die sie nur sich selbst gegenüber hat und zusammen mit Menschen, die abseits des alltäglichen Daseins ihren Weg suchen und vielleicht auch finden.

Sie hat sich vorgenommen, von New York nach San Fransisco zu reisen. Wie die Hobos, die amerikanische Wanderarbeiter waren und auf Güterzügen neuen Tätigkeiten nachgereist sind, ohne festen Wohnsitz, ohne eine eigentliche Heimat.
Zunächst begleitet der Leser sie tatsächlich auf dieser Art des Reisens, wenig später muss sie jedoch aus Zeitgründen und da sich die Weiterfahrt per Zug schwieriger gestaltet als die dachte, aufs Trampen und auf eine Busfahrt ausweichen.
Dabei trifft sie viele Menschen, die entweder drogensüchtig sind und ihr Leben auf den Straßen verbringen oder der Gesellschaft abgeschworen haben, und ihr eigenes Ding machen.

Es wird immer wieder deutlich, dass viele sich auch aufgegeben haben, oder die Freiheit genießen, je nachdem, welche Lebensgeschichte sie zu erzählen haben und wie sie gestrickt sind.
Sie schläft meistens draußen mit anderen, muss sich einem Annäherungsversuch einer aufdringlichen Frau in deren Haus erwehren und verbringt eiskalte Nächte in ihrem Schlafsack.

Auffallend ist, dass die Amerikaner offen sind, und Fremde ständig ansprechen, hören wollen, woher sie kommen und auch schnellen Einladungen nicht abgeneigt sind.
So knüpfte sie schnell Bekanntschaften und hörten sich die unterschiedlichsten Geschichten an.
Im letzten Drittel kam das Hobo-Feeling auf, denn dann schaffte es die Reisende zu einem Hobo-Treffen, wo sie interessante Menschen kennenlernte, aber auch von einem regelrecht ausgenommen wurde, den sie unterwegs getroffen und mitgenommen hatte. Dieser gehörte nicht einmal zu der Szene.

Mit sehr viel Abenteuerlust und Strapazen ist die Route verbunden, kein Wunder, wenn man nicht weiß, was der nächste Tag bringt und wo man übernachten kann. Aber gerade das macht der Trip aus.

Bedenklich fand ich, dass sie mit Personen nach Hause ging, die sie zwar faszinierten, ihr aber auch Angst machten. Da hätte ich mehr Skrupel.
Der Geschmack der Freiheit ist auch mir nicht fremd, trotzdem sollte man abwägen, in welche Situationen man sich bringt. Das heißt nicht, dass man nicht vieles wagen kann, aber ein wenig Vorsicht ist dennoch geboten. Rational sollte man immer bleiben.

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, es war flüssig geschrieben und man konnte sich alles bildlich vorstellen, als wäre man auf diesem ungewöhnlichen Trip hautnah dabei.
Sicher ist es gefahrvoll, auf Güterzügen als blinder Passagier zu reisen, aber wer das Adrenalin braucht, soll es tun.

In der Mitte kann man ein paar Gesichter zu den einzelnen Stationen finden.

Insgesamt ein spannender Trip in das Land der offenbar unbegrenzten Möglichkeiten, das einige Gefahren birgt, aber auch grenzenlose Freiheit spüren lässt.

4 Sterne.