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Veröffentlicht am 12.02.2021

Dieses Buch wird sich verändern , vielleicht sogar die ganze Welt

Kim Jiyoung, geboren 1982
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Jiyoung ist jeden Tag der Misogynie ausgesetzt. Ob in der Schule ,an der Arbeit oder zuhause überall bestimmen Männer über ihr Leben und sind der Meinung besser zu wissen was gut für sie ist. Selbst ihr ...

Jiyoung ist jeden Tag der Misogynie ausgesetzt. Ob in der Schule ,an der Arbeit oder zuhause überall bestimmen Männer über ihr Leben und sind der Meinung besser zu wissen was gut für sie ist. Selbst ihr Vater denkt , dass es Jiyoungs Schuld ist, dass sie nachts von Männern belästigt wird. Die Frauen werden in Korea viel krasser unterdrückt als in Deutschland und das wird auch auf jeder Seite gezeigt.

Der nüchterne Ton der Autorin hat mich überrascht und ich habe am Anfang mit jeder Seite drauf gewartet, dass es emotionaler wird. Doch dann habe ich mich dran gewöhnt und ich muss gestehen, dass es sogar zu der Geschichte passt. Darüberhinaus macht es die Geschichte zu etwas Besonderen. Der Ton lässt den Roman realer erscheinen und ein bisschen wie eine Dokumentation, es gibt sogar Fußnoten. Außerdem sprechen die Ereignisse für sich. Wenn der Ton sich emotionale Ausbrüche erlaubt hätte, könnte es vorwurfsvoll und anklagend wirken. Darüberhinaus würde man somit auf die Tränendrüse drücken und die Protagonistin in eine gewisse Opferrole stecken. Das ist hier nicht der Fall, und das gefällt mir außerordentlich gut.

Kann ein Roman die Welt verändern ? Das Potenzial hat dieser Roman allemal. Wenigstens zum Nachdenken und vielleicht sogar umdenken, bringt der Roman einen. Mich auf jeden Fall. In Südkorea hat dieser Roman Massenproteste ausgelöst.

Selten hat mich ein Roman so bewegt und etwas besorgt hinterlassen. Wir Leben im 21. Jahrhundert und trotzdem werden Frauen alltäglich diskriminiert und mit Hass konfrontiert. Es macht mich wütend und will aus dieser Wut etwas positives kreieren. Wir dürfen nicht wegschauen und nicht alles schlucken und hinnehmen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2021

Auf der Flucht

Das perfekte Grau
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Dieses Buch fängt da an wo die Grüne Fee aufhört. Da ich alle Bücher von Salih Jamal liebe, musste ich dieses Buch selbstverständlich auch lesen. Auch dieses Buch hat mich sehr tief bewegt und ich musste ...

Dieses Buch fängt da an wo die Grüne Fee aufhört. Da ich alle Bücher von Salih Jamal liebe, musste ich dieses Buch selbstverständlich auch lesen. Auch dieses Buch hat mich sehr tief bewegt und ich musste es erst mal sacken lassen.

Alle vier sind vor etwas geflohen und ihr Weg führte ins Hotel an der Ostseeküste. Die Menschen sind so unterschiedlich, so auch diese vier und die Gründe ihrer Flucht. Dante, aus seiner Sicht wird die Geschichte erzählt, ist auf der Flucht vor sich selbst. Tofu ist auf dem Sudan geflüchtet, ihn plagt die schuld. Novelle ist das beste Beispiel dafür, wie man an einem Kindheitstrauma zerbrechen kann. Sie versteckt sich hinter ihrem großen und losen Mundwerk. Hingegen ist Mimi sehr reserviert, kühl und zurückhaltend. Doch auch sie hat ein Geheimnis.

„Es ist egal, wovor du flüchtest. Vor den Dämonen einer Vergangenheit, vor Gewalt, Unfreiheit oder dem Tod. Vor dem Alter, der Justiz oder vor Durst und unstillbarem Hunger. Alle, die weglaufen, um das Land ihrer Sehnsucht zu finden, bezahlen den Preis ihrer Herkunft auf Raten.“ (S.22)

Die vier haben unterschiedliche Gründe warum sie fliehen, doch im Endeffekt den gleichen Wunsch: anzukommen. Nach und nach finden sie zu sich selbst und vor allem auch die Gründe warum sie fliehen, denn manchmal will man sich damit nicht auseinander setzen.

Es ist ist eine Geschichte ,die gleichzeitig brandaktuell ist, andererseits ist sie zeitlos. Denn es gibt immer Menschen auf der Flucht. Die Themen in diesem Buch sind wichtig, schwierig und gewiss nichts für schwache Nerven. Um so schöner ist es, dass es trotzdem Hoffnung gibt. Trotz der verkorksten Schicksalsschlägen gibt es trotzdem Hoffnung ,dass sie ankommen werden und glücklich werden und das macht mich glücklich.

Jedes Wort ,das Salih Jamal benutzt hat, hat einen Grund. Jeder Satz hat solch eine Tiefe, dass ich bereits nach der ersten Seite Gänsehaut hatte. Ich werde diesem Buch nicht gerecht. Denn es ist grandios und einfach nur herzzerbrechend. Lest es, bitte, es wird euere Welt verändern und euch Hoffnung geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Gute Laune Buch

Danke, liebes Universum
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Als ich das erste Mal von diesem Hörbuch bzw Buch gehört habe, musste ich schmunzeln. Ich habe es nicht wirklich Ernst genommen und doch hat es mich neugierig gemacht. Das Hörbuch ist wirklich angenehm ...

Als ich das erste Mal von diesem Hörbuch bzw Buch gehört habe, musste ich schmunzeln. Ich habe es nicht wirklich Ernst genommen und doch hat es mich neugierig gemacht. Das Hörbuch ist wirklich angenehm zu hören, es macht Spaß und macht ein wenig süchtig. Darüberhinaus machte es mich neugierig was wirklich dahinter steckt und wünscht mir hier und da mal eine grüne Ampel, gut gelaunte Patienten und eine positive Überraschung. Manchmal klappte es, manchmal nicht.

Der Grundgedanke dieses Hörbuch ist das positive Denken und die positive Einstellung. Das ist vor allem jetzt so wichtig und doch so schwer. Mir ist aufgefallen, dass ich positiver und ein wenig entspannter durchs Leben gehe, seit ich dieses Hörbuch gelesen habe.

Durch die charmante und angenehme Art und Weise der Autorin wickelt sie einen um den Finger, ich glaube ich würde ihr alles abkaufen. Darüberhinaus wird man süchtig und will nur noch mehr davon, bitte.

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Veröffentlicht am 08.12.2020

Außergewöhnlich

Capitana
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Eine Latina Frau mittendrin in den Drogenbanden. Sie ist nicht nur cool und skrupellos , sondern auch noch die Anführerin mittendrin in Los Angeles, wo der Drogenmarkt hart umkämpft ist.

Inhalt:

Lola ...

Eine Latina Frau mittendrin in den Drogenbanden. Sie ist nicht nur cool und skrupellos , sondern auch noch die Anführerin mittendrin in Los Angeles, wo der Drogenmarkt hart umkämpft ist.

Inhalt:

Lola ist eine erfolgreiche Gang Leaderin in LA. Somit bleibt sie nicht unbemerkt. Man stellt ihr eine Falle und sie gerät in einen gefährlichen Drogenkrieg.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist spannend und rasant, schon allein wegen der außergewöhnlichen Protagonistin. Somit sind die Seiten nur so geflogen, das liegt aber auch an dem flüssigen Schreibstil und der wirklich guten Übersetzung von Andrea Stumpf und Sven Koch.

Lola ist eine typische Kriminelle, skrupellos und gleichzeitig eine Wohltäterin für ihre Gemeinde. Gleichzeitig hat sie ein kleines Mädchen adoptiert und kümmert sich sehr liebevoll um sie.

Lola ist sehr skrupellos, wenn es darum geht die Ziele zu erreichen. Doch das muss man auch sein in diesen Kreisen, wenn man nicht vor die Hunde gehen will.

Da ich LA kenne, konnte ich mir so einiges wirklich gut vorstellen. Darüberhinaus höre ich eine unterschwellige Kritik heraus an dem korrupten System. Den Menschen , vor allem den Latinos, bleibt meistens leider nichts Meeres übrig als kriminell zu werden. Oder sind es alles nur Verbrecher einschließlich Lola? Diese Fragen habe ich mir öfters während dem Lesen gestellt und bin leider zur keiner klaren Antwort gelangt.

Als ich das Buch las, wusste ich nicht, dass es bereits der zweite Teil einer Serie ist. Mir wäre es auch nicht aufgefallen. Trotzdem interessiert mich Lolas Vorgeschichte und deswegen werde ich wahrscheinlich den ersten Teil irgendwann mal lesen.

Badboys in Romanen und Thrillern kennt man, doch Bad Girls sind eher selten. Deswegen finde ich es gut, dass es mal ausnahmsweise mal eine Frau ist, trotzdem fiel es mir manchmal schwer es mir vorzustellen. Vielleicht bin ich das Machogehabe und das Abgehärtete bei Frauen einfach nicht gewohnt und deswegen erschienen mir manche Passagen unglaubwürdig.

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Familientragödie

Was uns verbindet
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Jeder geht mit Problemen anders um und wenn es eine Tragödie ist erst recht. Das sieht man auch in dieser Familie als der Sohn ertrinkt, eigentlich hätte sie auf ihn aufpassen sollen. Jedes Familienmitglied ...

Jeder geht mit Problemen anders um und wenn es eine Tragödie ist erst recht. Das sieht man auch in dieser Familie als der Sohn ertrinkt, eigentlich hätte sie auf ihn aufpassen sollen. Jedes Familienmitglied geht auf eine eigene Art und Weise mit der Trauer und den Schuldgefühlen um. Die Mutter hat indische Wurzeln und versucht zurück zu ihrer Kultur zu finden. Doch was passiert mit der Familie? Es ist eine sehr berührende und tragische Geschichte. Die mir persönlich sehr gut gefallen hat und mich tief berührt hat. Ich bin überrascht von dem Feingefühl der Autorin wie genau sie die Probleme beschreibt und anspricht , schon fast psychologisch und doch sehr verständlich. Es ist auf jeden Fall ein Buch , dass man nicht einfach so beiseite legen kann , man muss es sacken lassen und es beschäftigt einen noch eine ganze Weile, mich zumindest beschäftigt es sehr.

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