mittelmäßig - vulgär - moralisierend
Der Roman beginn ruhig, aus der Erzählperspektive von Connor und wird erst nach etwa einem drittel des Buches spannender. Den Sommer am Meer hätte ich mir anders vorgestellt, Connor verbringt sehr viel ...
Der Roman beginn ruhig, aus der Erzählperspektive von Connor und wird erst nach etwa einem drittel des Buches spannender. Den Sommer am Meer hätte ich mir anders vorgestellt, Connor verbringt sehr viel Zeit in seiner Hütte beim Lernen, der Tennisstunden laufen auch nicht so gut, dass er sich viel dazu verdienen könnte und er sucht wenig Kontakt zu den Jugendlichen oder verbringt seine Zeit auch kaum am Meer, obwohl er ganz nahe dran ist. Corona hat die Stimmung etwas eingetrübt, aber bei den Reichen merkt man den Unterschied nicht so stark wie anderswo. Obwohl sich Connor immer über andere beschwert und sie verurteilt, für ihr ererbtes Geld oder ihr Verhalten, benimmt er sich selbst auch nicht entsprechend. Er wird mit der Zeit immer unsympathischer, arrogant und nutzt Frauen zu seinem Vorteil aus, vor allem indem er eine Beziehung zu Emily beginnt, die ohnehin schon psychisch labil ist und gleichzeitig eine sexuelle Beziehung mit ihrer Mutter führt, da er hierfür finanziell sehr gut entlohnt wird. Er moralisiert mit zwei Maßstäben. Die Dinge, die danach geschehen, sind etwas too much und auch sprachlich hat mir die Ausdrucksweise nicht immer gut gefallen. Der Roman wirkt zweigeteilt, einerseits aufstrebende Gedanken, intellektuelles Streben und dann wiederum völlig vulgäre Sprache und Szenen, die nicht hätten sein müssen, zumindest nicht so im Detail. Dadurch hat mir der Roman nur mittelmäßig gefallen.