Cover-Bild Der Hütejunge
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: CMZ
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 09.2018
  • ISBN: 9783870622954
Ulrike Blatter

Der Hütejunge

Eine Kindheit im Krieg
Auch die Nachkommen der nächsten und übernächsten Generation sind durch Kriegserfahrungen zutiefst geprägt worden. Gerade, wenn nie darüber gesprochen wurde. Wer aber eine Sprache gefunden hat, wird nicht ausgrenzen und hassen, sondern mithelfen, dass sich Geschichte nicht wiederholt.

Ein kleines Eifeldorf. Der Mittelpunkt der Welt. Hier wird 1934 ein Junge geboren, der keinen Namen hat. Das macht aber nichts: Er muss nur schnell erwachsen werden, bevor der Krieg vorbei ist. Denn Helden brauchen keine Namen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2020

Nüchterne Betrachtung des Erleben des zweiten Weltkrieges aus Sicht eines Kindes

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Als sechstes Kind, dessen Vater kurz vor der Geburt verstorben ist, schildert ein namenloser Junge sein Erleben und Empfinden vor und in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Die Familie ist arm, und schon ...

Als sechstes Kind, dessen Vater kurz vor der Geburt verstorben ist, schildert ein namenloser Junge sein Erleben und Empfinden vor und in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Die Familie ist arm, und schon früh lernt der Junge, sich „unsichtbar“ zu machen – quasi als Überlebensstrategie. So idyllisch sein Heimatdorf in der Eifel auch liegt, das Grauen des Krieges macht vor ihm nicht Halt und hautnah müssen die Bewohner die Ardennenoffensive (üb)erleben.
Das Buch fesselt von den ersten Seiten durch den flüssigen und sehr gut lesbaren Schreibstil.
Jedoch musste ich immer mal wieder innehalten, denn das der Akteur nur als "Junge" bezeichnet wird macht es so austauschbar bzw. auf so viele Kinder zutreffend, die wohl während des Krieges Ähnliches erleiden mussten. Dieses Stilmittel, quasi das symbolische und stellvertretende "Umfassen" zahlreicher Schicksale, wirkt auf mich sehr stark. Die nüchternen Schilderungen zu dem Erleben und Erlebten, machen meiner Meinung nach sehr deutlich, dass vieles ohne großartige Diskussion einfach so hingenommen bzw. akzeptiert wurde, bzw. Erwachsene und Eltern noch als Autoritätspersonen wahrgenommen wurden. Was nicht heißen soll, das die Menschen damit durchweg „Duckmäuser“ waren. Meines Erachtens nach, gab es gar keine Zeit dafür, denn mit der „Ansage“ wurden quasi rasch Entscheidungen für Überleben oder Tod getroffen. Mitunter würde ich mir etwas von dieser Eigenschaft heutzutage wünschen, wo so vieles totdiskutiert werden muss. Dies ist meist nicht zielführend und kostet so viel Zeit und Kraft, die man besser einsetzen könnte.
Ulrike Blatter ist es sehr gut gelungen das alltägliche Alltagsgeschehen so zu schildern, dass man sich fühlt, als wäre man dabei. Mehr als einmal habe ich gedanklich den Hut vor diesen Menschen gezogen, das – die meisten – daran nicht zerbrochen sind. Diese pragmatische Überlebensstrategie spürt weit in nachfolgende Generationen nach: Disziplin und Sparsamkeit, allerdings auch psychische Probleme durch das Verdrängen.
Das Buch macht auf mich mit Lesebändchen, Hardcover und stabilen Schutzumschlag einen sehr hochwertigen Eindruck und liegt gut in der Hand. Abgerundet wird das ganze Werk durch einige exemplarische Fotos in der Mitte des Buches, die mit Nummer- und Seitenzahl-Verweis den Bezug zum Lesefortschritt schaffen. Auch wenn man diese Leute "nur" aus der Erzählung kennt, schaffen sie eine viel persönlichere Beziehung dazu - mir geht es zu mindestens so.
„Der Hütejunge“ hallte nach dem Lesen noch lange in mir nach – ich empfehle dieses Buch allen am Thema interessierten Lesern sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 22.07.2020

Der Krieg aus Sicht eines Kindes

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Inhalt: Der namenlose Junge, dessen Namen man erst auf der letzten Seiten im letzten Satz erfährt, wächst im Krieg auf denn er wird im Jahr 1934 geboren. Die Handlung des Buches spielt über einen großen ...

Inhalt: Der namenlose Junge, dessen Namen man erst auf der letzten Seiten im letzten Satz erfährt, wächst im Krieg auf denn er wird im Jahr 1934 geboren. Die Handlung des Buches spielt über einen großen Zeitraum, besser gesagt vom Jahr 1934 – 1948. Man fühlt mit und erlebt den Krieg aus der Sicht eines Jungen.

Meinung: Das Cover des Buches ist dezent, doch durch das alte Foto wird man gleich daran erinnert, dass das Buch in der Vergangenheit spielt. Der Schreibstil des Buches ist an manchen Stellen etwas anstrengend zu lesen. Doch im Gesamtbild war das Buch angenehm zu lesen. Einige der Ereignisse, wie zum Beispiel der Bombenangriff auf die Städte und Dörfer,finde ich sehr schlimm und durch die detaillierte Beschreibung, konnte man sich einiges viel besser Vorstellen. Da es einige Charaktere gibt, ist es am Anfang etwas schwierig allem zu folgen, aber nach einer gewissen Zeit ist man mit den Personen vertraut .Was mir gut gefallen hat, ist dass man als Leser die ganze Kindheit des Jungen des namenlosen begleiten darf.

Fazit: Ein interessantes Buch über den Krieg aus Sicht eines Kindes. Das Buch regt zum Nachdenken an und bekommt deshalb von mir 4,5 von 5 Sterne.

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