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Veröffentlicht am 17.01.2020

Aus dem Leben eines Taugenichts...

Nach dem Feuer
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Auf humorvolle Art erzählt der Autor aus Sicht des jungen Lukas sein Erleben in der aufstrebenden Badestadt Aachen.
Nach dem Tod seines Vaters sieht er die Chance, sein ungeliebtes Studium abzubrechen ...

Auf humorvolle Art erzählt der Autor aus Sicht des jungen Lukas sein Erleben in der aufstrebenden Badestadt Aachen.
Nach dem Tod seines Vaters sieht er die Chance, sein ungeliebtes Studium abzubrechen und mit einer Wanderschaft die Welt zu erkunden. Er hat dabei aber das ungestüme Talent der Jugend, erst zu handeln und dann zu denken, womit er sich allerlei Ärger einhandelt und seine Reisekasse minimiert, was ihn zwingt in Aachen zu bleiben. Mit Arbeit und einer wunderschönen jungen Frau, Eva-Maria, an der Seite scheint das Leben perfekt. Doch nach einem Streit verschwindet Eva-Maria, und er kann sie nur durch den Diebstahl geheimer Dokumente befreien…
Der Einstieg in das Buch fällt leicht und mir fällt besonders die der Zeit angepasste Ausdrucksweise auf (auf jeden Fall sind die Formulierungen mit der Handlung sehr stimmig).
Auch der Schreibstil überzeugt mit Augenzwinkern und allerlei Wortwitz. Da es Lukas ist, der erzählt, nimmt er sich teilweise selbst auf die Schippe.
Ein unterhaltsames Buch vor historischem Hintergrund (sehr gelungen ist die Einarbeitung des Bade- und Kurarztes, François Blondel!) das ich gern weiterempfehle!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2020

JA zum Draußen - aber....

Im Freien – Abenteuer vor der Tür
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Nachdenklich grüble ich nun schon einige Zeit über einer Rezension, denn irgendwie habe ich mir von diesem Buch mehr versprochen.
Eins ist Fakt: Björn Kern macht sich in diesem Buch quasi nackt, lässt ...

Nachdenklich grüble ich nun schon einige Zeit über einer Rezension, denn irgendwie habe ich mir von diesem Buch mehr versprochen.
Eins ist Fakt: Björn Kern macht sich in diesem Buch quasi nackt, lässt den Leser an all seinen Gedanken und Überlegungen teilhaben, so lächerlich oder „verspinnert“ sie einem auch vorkommen mögen. Damit ist dieses Buch grundehrlich, aber trotzdem für mich nicht ganz authentisch. Der einfache Spaziergang draußen, dass Zelten, das Genießen der Nacht oder simple Beobachten scheinen nicht zu reichen. Es kommt mir vor, dass es extremer und spektakulärer sein muss: das Campen mit Junior bei Gewittersturm, das Schwimmen in der Oder trotz Warnungen, der Sprung ins winterliche Eiswasser, der Lauf auf den Bahngleisen… Zum Teil scheinen die Handlungen unüberlegt – Spontanität ist gut – aber viele der grusligen und schrecklichen Erlebnisse sind für mich als Naturmensch logisch und erklärbar. Sehr deutlich werden hier die Unterschiede zwischen dem wirklichen Naturkenner-, Liebhaber und Nutzer (der wahrscheinlich genießt und schweigt) und einem künstlichen Hype der Spaßgesellschaft, in der wir leben.
Wenn ich mir vorstelle das Menschen so kopflos in die Natur stolpern und sie hier und jetzt fast erzwungen erleben wollen, wie ein Besuch im Kino oder Schwimmbad, dann wird mir schon anders. Das Ganze hat etwas von dem Versuch den Konsum mit der Rückkehr zur und in die Natur zu boykottieren (um sich besser zu fühlen??), aber nicht wirklich sie zu sehen. Ansatzweise sind die Beschreibungen von Landschaft, Flora und Fauna wirklich sehr gelungen, aber die zum Teil konfusen Gedanken des Autors überlagen dies. Ich hatte das Gefühl, das er letztendlich nicht weiß, was er eigentlich will. Zumal seine Draußen-Aktionen zum Ende des Buches hin immer abstruser werden.
Vielleicht sehe ich das auch etwas zu kritisch, weil ich es berufsbedingt durch das ständigen Draußen jeden Tag erlebe. Wer einmal einen ganzen Tag bei Dauerregen oder Nassschnee draußen verbracht hat, legt wenig Wert darauf, das zu wiederholen. Dazu kommen so „freien“ Dingen wie dem Zelten im Wald, die rechtlich nicht ganz ohne sind.
Dieses Buch hat mich leider nicht überzeugt!

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 14.01.2020

Ein Lebenstraum in Gefahr....

Das Erbe der Porzellanmalerin
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Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Das Erbe der Porzellanmalerin“ und lässt sich auch ohne Vorkenntnisse dessen gut lesen.
Die junge Geraldine hat bei Meißen das Rittergut ihres Vaters geerbt und ihr ...

Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Das Erbe der Porzellanmalerin“ und lässt sich auch ohne Vorkenntnisse dessen gut lesen.
Die junge Geraldine hat bei Meißen das Rittergut ihres Vaters geerbt und ihr größtes Glück ist die königliche Erlaubnis Porzellanscherben zu bemalen. Jedoch hat sie es aufgrund von Anfeindungen und Missgunst nicht leicht. Ihr Halbbruder will ihr das rechtmäßige Erbe streitig machen und findet mit Hilfe des Familienanwalts eine Zusatzklausel, die sie verpflichtet innerhalb eines Jahres nach dem Tod ihres Vaters zu heiraten – ansonsten verliert sie ihren Erbanspruch. Und auch in der Porzellanmanufaktur finden sich Neider, die ihr das Leben zusätzlich erschweren und sogar in Gefahr bringen.
Birgit Jasmund gelingt es wunderbar, den Leser in die Geschichte hineinzuführen, so dass man sich quasi dabei wähnt. Durch den flüssigen Schreibstil kommt man rasch durch das Buch – auch die Handlung fesselt, so das man wissen möchte, wie es weitergeht. Historische Personen wurden gelungen in die Geschichte eingebunden und ein Personenverzeichnis zu Beginn des Buches vervollständigt selbiges.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, so dass ich es gern weiterempfehle!

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Für ungetrübten Badespaß

Ein Kräutlein für die Ewigkeit
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Es ist schon recht schwierig, Inhalt auf die wenigen Seiten zu bringen, so das ein stimmiges Büchlein mit ca. 15 Minuten Lesedauer entsteht. Dies ist hier wieder recht gut gelungen, wenn auch das Genre ...

Es ist schon recht schwierig, Inhalt auf die wenigen Seiten zu bringen, so das ein stimmiges Büchlein mit ca. 15 Minuten Lesedauer entsteht. Dies ist hier wieder recht gut gelungen, wenn auch das Genre nicht ganz meins ist und ich auch offene Enden nicht so mag (aber das ist letztendlich Geschmacksache). Die Idee eines „unkaputtbaren“ Buches für kurzweilige Unterhaltung in der Badewanne ist jedoch sehr gut umgesetzt.

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Veröffentlicht am 10.01.2020

Ein psychologisch wieder super gelungenes Buch.

Leichenbraut
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Nach „Dunkle Ufer“ war ich auf dieses Buch als Folgeband sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht.
Zufällig gelangt nach einem Erdrutsch ein Sarg zu Tage, in dem zwei Leichen liegen – die Ermittlungen ...

Nach „Dunkle Ufer“ war ich auf dieses Buch als Folgeband sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht.
Zufällig gelangt nach einem Erdrutsch ein Sarg zu Tage, in dem zwei Leichen liegen – die Ermittlungen ergeben, das dem verstorbenen Ehemann seine Frau lebendig in den Sarg dazu gelegt wurde.
Weiterhin beobachten zwei Jugendliche nachts auf einem Friedhof eine Beerdigungszeremonie, ebenfalls mit einer Braut. Alles deutet auf eine Serie hin…
Psychologisch sehr raffiniert verwebt Sage Dawkins die Sichtweisen der verschiedenen Handelnden mit falschen Spuren sowie interessanten zusätzlichen Informationen. Ich hatte verschiedene Täter im Verdacht – und war letztendlich davon sehr überrascht, wer es war. Das gehört für mich (neben einer stimmigen Story) zu einem guten Thriller unbedingt dazu!
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen – gerne empfehle ich es weiter!

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