Cover-Bild Ein Tisch am Fenster
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 13.03.2025
  • ISBN: 9783462006247
Vincent Moissonnier, Bert Gamerschlag

Ein Tisch am Fenster

Geschichten aus einem besonderen Restaurant | Der Wirt eines Sterne-Restaurants erzählt - Der SPIEGEL-Bestseller

Märchenhafte und doch wahre Geschichten aus einem besonderen Restaurant

Seit bald 40 Jahren stehen sich zur Mittagszeit in einer unscheinbaren Kölner Straße Menschen die Füße platt, lugen durch ein verhangenes Schaufenster und warten darauf, an einen zauberhaften Ort vorgelassen zu werden. Das Le Moissonnier ist ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Sternerestaurant und zugleich der Schauplatz so unzähliger wie unwahrscheinlicher Geschichten.

Seine eigentliche Geschichte beginnt Anfang der 80er-Jahre, als Vincent und Liliane, beide aus Frankreich stammend und Berufseinsteiger im Gastronomiegewerbe, sich in Berlin über den Weg laufen. Im Nu nimmt eine Liebesgeschichte ihren Lauf und führt nach weiteren Lehrjahren und einem Umzug nach Köln zur Gründung eines eigenen Bistros.

Wie von einem modernen Märchen erzählt dieses Buch von einer bescheidenen Idee und den Hürden einer Existenzgründung in der Fremde, von den Mühen des Aufstiegs und vom Zauber des Erfolgs. Wir lesen von auffälligen und unauffälligen Gästen, von den abenteuerlichsten Seiten der Arbeit mit Menschen in der Gastronomie und von den Grundlagen der gehobenen Küche. Denn das Buch macht auch vor der Schwingtür zum Allerheiligsten nicht halt: mit einer verblüffenden Offenheit berichtet es von der raffinierten und dabei zutiefst sinnlichen Arbeit einer Sterneküche. 

Ein Buch, das Genuss und Geschmack erfahrbar macht, das die wunderlichsten Gestalten zum Leben erweckt und einen besonderen Ort zum Strahlen bringt.

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

Ein Leben zwischen Töpfen, Träumen und Tischkultur – Eine Hommage an die wahre Gastronomie

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Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen nicht nur unterhält, sondern tief bewegt – Ein Tisch am Fenster ist genau so eines. Es erzählt die Geschichte eines Ehepaars, das seine Leidenschaft für Gastronomie ...

Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen nicht nur unterhält, sondern tief bewegt – Ein Tisch am Fenster ist genau so eines. Es erzählt die Geschichte eines Ehepaars, das seine Leidenschaft für Gastronomie lebt wie kaum jemand sonst. Liliane und Vincent Moissonnier nehmen uns mit hinter die Kulissen ihres berühmten Kölner Restaurants – aber was sie eigentlich zeigen, ist viel mehr: eine Haltung zum Leben.

Was mich besonders berührt hat, ist die Mischung aus persönlicher Geschichte und echtem Einblick in eine Welt, die oft idealisiert oder verklärt wird. Hier aber spürt man die Realität: die langen Tage, die Rückschläge, den Druck – aber auch die Magie, die entstehen kann, wenn man mit Herzblut bei der Sache ist. Dieses Buch ist keine Selbstbeweihräucherung, sondern eine Liebeserklärung an das Handwerk, an Qualität, an echte Gastfreundschaft.

Sprachlich trifft Moissonnier genau den richtigen Ton: charmant, ehrlich, mit einem Hauch französischem Esprit, aber immer bodenständig. Man liest nicht über Küche – man riecht, schmeckt, hört sie. Besonders die Szenen aus den frühen Jahren des Restaurants, die kleinen Krisen, die großen Träume, haben mich sehr gepackt. Man spürt, wie viel Mut es braucht, aus einer Idee Wirklichkeit zu machen – und wie sehr ein Restaurant mehr sein kann als nur ein Ort zum Essen.

Auch die Menschen, die in diesen Erinnerungen auftauchen – Stammgäste, Mitarbeitende, Nachbarn, Freunde – wirken so lebendig, dass man beim Lesen oft schmunzeln muss. Es sind keine erfundenen Anekdoten, sondern echte Erlebnisse, erzählt mit Wärme und Respekt.

Dieses Buch ist ein Genuss – nicht nur für Menschen, die gutes Essen lieben, sondern für alle, die sich für Geschichten interessieren, die echt sind. Geschichten vom Anfangen, vom Dranbleiben, vom Nicht-Aufgeben. Und vom Glück, seinen eigenen Weg zu gehen, auch wenn er nicht immer einfach ist.

Für mich war Ein Tisch am Fenster mehr als nur eine Lektüre – es war ein Abendessen in Buchform: reich, ehrlich, voller Seele. Absolut empfehlenswert.

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