Cover-Bild Tainted Love
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Pfaueninsel
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 30.03.2026
  • ISBN: 9783691310122
Vincent Tal

Tainted Love

Kriminalroman. Auftakt einer neuen Reihe für Fans von Liz Moore und Martin Walker

Sommer 1986 im nordhessischen Zonenrandgebiet. Die Luft flirrt vor Hitze, der Wald stirbt leise. Die Region ist ein verwunschenes Idyll, in dem Dörfer Märchennamen tragen und die Grenze zur DDR das Ende der Welt markiert. Hier leben Martin Ritter, Bibliothekar mit einem Faible fürs Fotografieren, und seine Freundin Christine Lehmann, eine scharfsichtige Journalistin. Sie sind Suchende, die sich in einer schrecklichen Nacht, in der ein kleines Mädchen verschwand, kennen- und lieben lernten.
Jetzt bringt die Sonne, die seit Wochen auf die Wälder niederbrennt, in einem See einen luxuriösen Wagen ans Licht. Wer hat ihn versenkt? Was ist mit dem Fahrer geschehen? Martin und Christine suchen Antworten - und stoßen auf dunkle Zeichen von Liebe und Mord.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Magnolia in einem Regal.
  • Magnolia hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Sommer 1986, ein See, ein versenktes Auto und noch sehr viel mehr

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„Im Radio lief Tainted Love, ein Song, der dem draußen am Peugeot vorbeiziehenden Bilderbuchsommer eine eigentümliche Kraft und Traurigkeit verlieh.“

TAINTED LOVE. Sofort habe ich diesen Song aus den ...

„Im Radio lief Tainted Love, ein Song, der dem draußen am Peugeot vorbeiziehenden Bilderbuchsommer eine eigentümliche Kraft und Traurigkeit verlieh.“

TAINTED LOVE. Sofort habe ich diesen Song aus den 1980er Jahren im Ohr. Nicht von ungefähr hat Vincent Tal diesen Titel für das erste Buch seiner neuen Krimi-Reihe gewählt, die er in das nordhessische Zonenrandgebiet verortet. Er fängt damit perfekt den Flair dieser Zeit ein, katapultiert mich mit diesem Buch vierzig Jahre zurück. Das Leben damals war aus heutiger Sicht entschleunigt, wenn man an die stetige Erreichbarkeit und die sozialen Medien mit all den unschönen Seiten denkt, ohne war es zu jener Zeit dennoch nicht. Die Schlagworte Wackersdorf, Tschernobyl, RAF, um nur einiges Wenige zu nennen, dürften noch jedem ein Begriff sein.

Sommer 1986. Martin Ritter und Christine Lehmann, der Bibliothekar mit Hang zur Fotografie und die scharfsinnige Journalistin mit Weitblick, sind die Hauptcharaktere, denen ich gespannt folge. Kennengelernt haben sie sich in jener Zeit, als ein kleines Mädchen verschwand. Und nun kommt Christine zufällig an einem See vorbei, dessen Wasserstand durch die Sommerhitze ziemlich niedrig ist und ein Schrottauto zum Vorschein kommt. Die Polizistin wimmelt sie ab, sie aber will der Sache auf den Grund gehen.

Die flirrende Hitze ist beim Lesen direkt spürbar, auch stellt sich mir die Frage, warum ein Mercedes 300 SL in diesem kleinen See versenkt wurde. Christine forscht mit tatkräftiger Unterstützung, auch von Martin, nach. Sie kommen so manch Ungereimtheit auf die Spur, auch jenseits dieser versenkten Luxuskarosse.

Die Story ist vielschichtiger, als es zunächst den Anschein hat, sie ist in sich stimmig, untermalt mit auch heute noch gut hörbaren und wie ich finde zeitlosen Songs und einem angenehmen, gut lesbaren Schreibstil. Private Momente fließen gekonnt in das Kriminalistische, die beiden Hauptakteure gehen in der Sache zielstrebig vor und miteinander behutsam um. Gerne bin ich in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts mit Christine und Martin abgetaucht. Der gelungene Reihenauftakt macht neugierig auf mehr, ich freu mich auf „Sweet Dreams“, den nächsten Band, der jedoch noch ein Weilchen auf sich warten lässt.

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