Cover-Bild Der Codebreaker
36,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ecoWing
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 696
  • Ersterscheinung: 17.03.2022
  • ISBN: 9783711003065
Walter Isaacson

Der Codebreaker

Wie die Erfindung der Genschere die Zukunft der Menschheit für immer verändert

Die CRISPR-Methode und die Zukunft der Medizin

Was macht die Natur, wenn ein neuer Feind auftaucht? Sie findet eine neue Strategie. Wenn eine Bakterie von einem Virus attackiert wird, verteidigt sie sich beispielsweise, indem sie ihre genetische Struktur ändert. Doch wie können diese Mechanismen nachgewiesen werden? Und welchen Nutzen hat dieses Wissen für die Medizin?

Der Amerikanerin Jennifer Doudna und der Französin Emmanuelle Charpentier sind bahnbrechende Erkenntnisse im Bereich der Biochemie gelungen: Die beiden Forscherinnen konnten die Verteidigungsstrategien der Natur auf grundlegendster Ebene, auf jener der Zelle, entdecken und nachbauen. Das Ergebnis heißt »CRISPR«. Diese Genschere kann den genetischen Bauplan punktgenau ändern.

- Ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Chemie: Die Erfolgsgeschichte des Code-Breakers

- Die Erfindung von CRISPR: So funktioniert die Technologie des Gen-Editierens

- Frauen in der Wissenschaft: Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier im persönlichen Porträt

- Moralische und ethische Fragen, die bei der Genforschung bedacht werden müssen

- So kann die Genschere in der Virus-Bekämpfung eingesetzt werden

Sternstunde der Forschung: Blicken Sie den berühmten Wissenschaftlerinnen über die Schulter! 

Was trieb Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier zu dieser Höchstleistung an? Welche Rückschläge und Erfolge begegneten den Forscherinnen auf ihrem Weg zum Durchbruch? Wie wurde aus einer Idee, die zunächst wie Science-Fiction klang, ein Projekt, das die Welt der Wissenschaft für immer verändern würde?

Walter Isaacson erzählt in diesem fundierten Sachbuch nicht nur die Geschichte der CRISPR-Methode, sondern lässt Sie auch hinter die Kulissen blicken: in die Labore, in denen der Wettlauf der Biosciences entschieden wurde. Ein packendes Wissenschaftsbuch, das Forschung und Biografie verbindet!

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Lesejury-Facts

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  • Venatrix hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2022

Einblick in eine faszinierende Wissenschaft

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Der bekannte Schriftsteller und Biograf nimmt sich in diesem Buch zweier Wissenschaftlerinnen an, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen, wie ehemals zum Beispiel Steve Jobs. Isaacson nimmt uns Leser ...

Der bekannte Schriftsteller und Biograf nimmt sich in diesem Buch zweier Wissenschaftlerinnen an, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen, wie ehemals zum Beispiel Steve Jobs. Isaacson nimmt uns Leser in die Welt der Biochemie, zu Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier mit, die eine bahnbrechende Erfindung gemacht haben und dafür im Jahr 2020 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden sind.

In neun Teilen mit Unterkapiteln lernen wir die beiden Wissenschaftlerinnen und ihre Forschung kennen. Wir dürfen ihnen über die Schulter schauen.

Teil 1 - Die Ursprünge des Lebens
Teil 2 - CRISPR
Teil 3 - Geneditieren
Teil 4 - CRISPR in Action
Teil 5 - „Öffentlicher“ Wissenschaftler
Teil 6 - CRISPR-Babys
Teil 7 - Die moralischen Fragen
Teil 8 - Depeschen von der Front
Teil 9 - Coronavirus

Meine Meinung:

Die Entdeckung von CRISPR wird als dritte große, ja bahnbrechende Entdeckung der letzten 125 Jahre gefeiert. Neben dem Atom, den Bits und Bytes ist es die Gen-Schere, die die Menschheit revolutionieren kann. Der Griff zur CRISPR-Schere könnte die Verbreitung von Viren und/oder Erbkrankheiten stoppen. Doch das ist (noch) Zukunftsmusik. Vor allem sind zahlreiche Fragen zu klären. Ist alles, was möglich und machbar erscheint, auch ethisch und moralisch vertretbar?

Der Schreibstil (und die Übersetzung) ist sachlich, jedoch nicht hypertroph. Auch als Nicht-Wissenschaftler kann man den Ausführungen folgen. Zahlreiche Bilder und mögliche Anwendungsgebiete veranschaulichen die Theorien.

Was mir auffällt ist, dass, obwohl es sich um die Arbeit und Porträts zweier Frauen geht, der Titel des Buches „DER Codebreaker“ heißt. Hier hätte sich doch bestimmt ein weiblicher Titel finden lassen. Mit einem solchen kleinen (absichtlichen?) Fauxpas werden die Leistungen der beiden Nobelpreisträgerinnen wieder einmal herabgewürdigt.

Fazit:

Ein bewegender Einblick in eine faszinierende Wissenschaft, die vielleicht auch ein wenig Angst erzeugt. Gerne gebe ich diesem interessanten Buch 5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Über Methoden zur Manipulation von Genen und die Personen, die an ihrer Entwicklung beteiligt waren

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Der Journalist Walter Isaacson beschreibt hier den Lebensweg von Jennifer Doudna, Chemie-Nobelpreisträgerin des Jahres 2020, stellt die von ihr (mit)entwickelte Technologie des Gen-Editierens vor und beleuchtet ...

Der Journalist Walter Isaacson beschreibt hier den Lebensweg von Jennifer Doudna, Chemie-Nobelpreisträgerin des Jahres 2020, stellt die von ihr (mit)entwickelte Technologie des Gen-Editierens vor und beleuchtet deren Implikationen.
Es handelt sich bei diesem Werk also um eine Art Mischung aus Biographie und Sachbuch. Wobei es sogar richtiger wäre, von „Biographien“ zu sprechen. Denn wenngleich sich die Darstellung natürlich auf Doudna konzentriert, wird doch bei den meisten erwähnten Personen, seien es ihre Mitarbeiter, Kollegen oder „Gegner“, zumindest ein kurzer Blick auf Herkunft und Werdegang geworfen. So interessant es auch sein mag, die Persönlichkeiten verschiedener Wissenschaftler auszuloten, hätte ich es allerdings doch besser gefunden, sich auf die Wissenschaft zu konzentrieren.
Zwar finden sich sehr wohl immer wieder Passagen, in denen beispielsweise detaillierter beschrieben wird, wie Forschungen an bakterieller DNA zur Entdeckung von CRISPR führten, einer Genomsequenz, mit der sich Bakterien gegen Viren wehren, und wie daraus eine Methode entwickelt wurde, die unter anderem dazu dienen kann, Genome verschiedener Lebewesen, auch des Menschen, zu ändern. An ein paar Stellen hinterfragt der Autor dann, unter welchen Voraussetzungen derartige Eingriffe in das menschliche Erbgut akzeptabel wären, welche Folgen sie für den Einzelnen wie auch auf gesellschaftlicher Ebene hätten und welche ethischen Dilemmata damit verbunden sind. Derartige tiefschürfendere Abschnitte werden jedoch gewissermaßen verwässert durch die Wiedergabe von jemandes Lebenslauf oder die Beschreibung der Stimmung auf irgendeiner Konferenz. Angesichts der Seitenzahl hätte ich mehr „echten“ Inhalt erwartet.
Immerhin gestaltet sich die Lektüre angenehm. Die einzelnen Kapitel sind meist relativ kurz und lesen sich flott. Durch diesen Aufbau wird zudem bisweilen eine gewisse Spannung erzeugt, wenn es etwa darum geht, wem ein wissenschaftlicher Durchbruch als erstes glückt oder wer ein Patent erhält. Allerdings werden manche Themen zu oberflächlich behandelt und zu schnell wieder abgehakt.
Außerdem nimmt die Auseinandersetzung mit Covid-19 zu großen Raum ein und der mögliche Nutzen von CRISPR in diesem Zusammenhang wird zu optimistisch geschildert. Dies erklärt sich aber auch daraus, dass das Buch inmitten der Pandemie verfasst wurde.