Die Bluthochzeit
Der Autor schreibt unter verschiedenen Pseudonymen mehr als gut recherchierte und sehr eindrucksvolle historische Romane. Dieses Buch beginnt mit dem Ende. Magdeburg 1631. Der 30jährige Krieg hat über ...
Der Autor schreibt unter verschiedenen Pseudonymen mehr als gut recherchierte und sehr eindrucksvolle historische Romane. Dieses Buch beginnt mit dem Ende. Magdeburg 1631. Der 30jährige Krieg hat über die Stadt Blut, Vernichtung, Tod, Schutt und Asche gebracht. Die Menschen suchen vor den Unbillen Zuflucht im Dom. Dann streifen wir zurück ins Jahr 1630. Die kaiserlichen Truppen greifen das protestantische Magdeburg an. Die Honoren der Stadt haben sich mit den Schweden verbündet und warten auf deren Eingreifen. Aber inzwischen hat Feldherr Tilly mit seinem Heer die Stadt im Griff. Die Bürger spalten sich in zwei Lager, die einen wollen sich ergeben, die anderen warten auf die Schweden. In dieser politischen prekären Lage trifft die Witwe Teresa auf ihre Jugendliebe Ludo, was Teresas Vater unbedingt verhindern will, denn er hat einen anderen Mann für seine Tochter im Blick. Doch Ludo will seine Stadt verteidigen und begibt sich inmitten des Kriegsgetümmels und in sehr große Gefahr. Aber auch Teresas Freundin Sabina, die mit dem sehr viel älteren Ratsherrn Johann Steinmann verheiratet ist, holt die Vergangenheit ein. In dem ganzen Kriegsgewirr treffen wir auch immer wieder auf die achtjährige Edita, die eine Krankheit hat, die sie wie eine Greisin aussehen läßt. Das Mädchen ist eine Seherin und hat immer wieder Visionen. Der Autor versteht es gekonnt, geschichtliche Daten mit den real existierenden Personen und der Fiktion und fiktiven Menschen zu verbinden, so dass alles ein wirklich stimmiges Ergebnis gibt. Er läßt uns die Kämpfe, das Kriegsgeschehen, das tägliche Leben der Menschen um 1630 so authentisch erleben, man hört dabei sogar das Kriegsgeschrei und kann sich alles bildlich vorstellen. Und natürlich ist auch die Liebe mit von der Partie. Die Ausdrucksweise ist sehr gut verständlich, die Kapitel sind mehr als interessant und aufregend und werden der damaligen Zeit gerecht. Zu Beginn des Buches befindet sich ein Personenverzeichnis und eine Zeittafel. Am Ende das Glossar und das Nachwort des Autors. Besonders gut gelungen ist das Cover. Es zeigt einen Bildschnitt von Magdeburg mit den kämpferischen Truppen.