Eine spannende Reise in die Vergangenheit
Aha, das ist also seine Mutter. Diese Königin ohne Krone. Nicht mehr ganz so umfangreich wir vor der Ankunft des kleinen Bruders. Sie ist erschöpft, das sieht Heinrich sofort und er macht sich so seine ...
Aha, das ist also seine Mutter. Diese Königin ohne Krone. Nicht mehr ganz so umfangreich wir vor der Ankunft des kleinen Bruders. Sie ist erschöpft, das sieht Heinrich sofort und er macht sich so seine Gedanken. Sein Vater, der König, regiert mit strenger Hand. Nicht nur das Reich, auch seine Familie war vor seinen Wutausbrüchen nicht sicher. Als Friedrich sein Heim verlassen wollte, musste er ein Jahr lang in „Einzelhaft“ verbringen. Zudem auch noch ansehen, wie sein bester Freund erhängt wurde. Seine Schwester Wilhelmine züchtigte der strenge Vater, weil sie ihren Lieblingsbruder nicht verraten wollte. Und trotzdem wurde Friedrich König und Wilhelmine blieb seine Lieblingsschwester.
"Sieben Jahre" lässt die Historie Preußens lebendig werden. Friedrich II ging als „der Große“ in die Geschichte ein. Obwohl er verheiratet war hält sich hartnäckig das Gerücht, er sei homosexuell. Dass er gerne musizierte ist allerdings unzweifelhaft belegt und wird auch in diesem Roman thematisiert.
Die Autorin Tanja Kinkel ist bekannt für ihre akribische Recherchearbeit. Aus dem Grund ist das Buch auch recht umfangreich. Das Lesen lohnt sich allerdings und die Reise in die Vergangenheit ist nicht nur spannend sondern auch bildhaft dargestellt. Besonders gefielen mir die Dialoge der Brüder Heinrich und Friedrich. Die beiden hatten keine Scheu voreinander und Heinrich nahm bei seiner Kritik an Friedrich kein Blatt vor den Mund. Meine Leseempfehlung gilt ohne Einschränkung.