Zwischen Göttern, Verrat und Herzschmerz
Supernatural Academy: Year Two (Supernatural Academy 2)Band 1 war für mich ein Highlight – humorvoll, spannend und mit einer starken Protagonistin. Umso größer war meine Erwartung an „Year Two“. Der Einstieg gelingt auch hier: Wir sind sofort zurück im Academy-Alltag, ...
Band 1 war für mich ein Highlight – humorvoll, spannend und mit einer starken Protagonistin. Umso größer war meine Erwartung an „Year Two“. Der Einstieg gelingt auch hier: Wir sind sofort zurück im Academy-Alltag, bei Maddison und Asher, und spüren diese trügerische Ruhe… bis plötzlich alles kippt. Mit dieser Wendung habe ich absolut nicht gerechnet.
Maddison wächst weiter über sich hinaus. Sie wird stärker, mutiger und muss sich nicht nur äußeren Gefahren, sondern auch ihrem Gefühlschaos stellen. Gerade diese emotionale Zerrissenheit steht stark im Fokus – für meinen Geschmack jedoch manchmal zu dominant. Das Drama rund um Asher nimmt viel Raum ein und hat mich stellenweise eher angestrengt als mitgerissen.
Das Setting bleibt für mich das absolute Highlight: die Academy mit ihrer besonderen Atmosphäre, die aufsteigende Bedrohung durch Atlantis und die Einführung weiterer Gottheiten. Die Welt ist bildgewaltig und kreativ, auch wenn manche Zusammenhänge etwas wirr wirken und Nebencharaktere leider an Tiefe verlieren.
Der Schreibstil von Jaymin Eve ist flüssig und angenehm, die Geschichte liest sich schnell weg. Trotzdem fühlte sich dieser zweite Band für mich wie ein klassischer Mittelteil an: viel Emotion, weniger Fortschritt in der großen Handlung. Einige Entwicklungen waren vorhersehbar und nicht jede Entscheidung wirkte logisch.
Das Ende macht neugierig auf mehr, auch wenn ich mir insgesamt eine stärkere Überraschung gewünscht hätte.
Fazit: Atmosphärisch stark und emotional intensiv, aber mit zu viel Drama und zu wenig echter Weiterentwicklung der Story. Für Fans der Reihe dennoch lesenswert – mich konnte Band 2 leider nicht ganz überzeugen.