Cover-Bild Letzter Landler
Band 344 der Reihe "HAYMON TASCHENBUCH"
(9)
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15,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 19.02.2026
  • ISBN: 9783709979983
Herbert Dutzler

Letzter Landler

Ein Altaussee-Krimi
In Altaussee schwingen neben dem Taktstock auch die Hüften. Während die Welt im Dreivierteltakt tanzt, muss Franz Gasperlmaier am kriminalistischen Parket eine gute Figur machen.

Lederhose meets Hochkultur. But do you speak English?
Im Ausseerland muss der Bär nicht alleine steppen. Denn neben dem Wiener Staatsopernballett gastieren auch die kanadischen Eltern von Franz Gasperlmaiers Schwiegertochter Richelle in Bad Aussee. Statt noch schnell seine lückenhaften Fremdsprachenkenntnisse aufzupolieren, muss der bodenständige Polizist Gattin Christine ins Ballett begleiten. Am schönen blauen Altausseer See tanzt am selben Wochenende dann auch noch der Tod Landler: Eine der Musikerinnen spielt bei der Aufführung ihren allerletzten Ton. Nicht nur Gasperlmaier wird da auf Misstöne im Orchesterensemble aufmerksam. Die große Frage: Wer teilt hier neben einer Begeisterung für Musik auch das Bett … und vielleicht sogar illegale Substanzen?

Alles Walzer bei Familie Gasperlmaier
Während er von den neumodischen Beziehungskonstellationen, die ihm bei seinen Ermittlungen unterkommen, am liebsten richtig viel Abstand nimmt, ist es bei Franz Gasperlmaier zuhause auch nicht unkompliziert. Das liegt aber nicht an seiner Christine, sondern daran, dass der Besuch aus Kanada einen souveränen Spagat zwischen gesellschaftlichen Pflichten (in einer Fremdsprache!), Familienzeit mit den Enkelkindern und der fordernden Polizeiarbeit verlangt. Und als wäre ein Mordfall nicht strapaziös genug, gibt’s da noch einen blutjungen neuen Arbeitskollegen am Posten, der sich die Hörner abstoßen muss. Das einzig Gute an einer Mordermittlung? Die vertrauten Kolleginnen Dr. Kohlross und Emina aus Liezen sind wieder mit an Bord. Ob bei all der Aufregung noch Zeit bleibt für das ein oder andere Gläschen mit seinem Lieblingsnachbarn, dem Doktor Altmann?

Affären, Drogen und Volksmusik?
Das Staatsopernballett im Salzkammergut? Dabei gibt’s in Bad Aussee gar kein Opernhaus und der Kultur wird traditionell eigentlich im Festzelt gefrönt – Volkskultur im Allgemeinen und Trinkkultur im Speziellen. Herbert Dutzler versteht es, das Ausseerland in allen kontrastreichen Facetten zu portraitieren. Sei es beim Aufeinandertreffen von Neuem auf Traditionellem oder auch, wenn deutlich wird, dass auch im vermeintlichen Paradies mit dem Feuer gespielt wird und Grenzen überschritten werden. Für uns kein Grund zur Sorge, denn mit Franz Gasperlmaier und dessen Familie und Bekannten stellt uns Herbert Dutzler eine ausgesprochen charmante und liebevolle Reisegesellschaft an die Seite. Die uns in jedem Fall immer wieder neues entdecken lässt: wie den Landler (andernorts Ländler), einen Volkstanz im Dreivierteltakt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Spannung aus Altaussee

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Im Kurhaus von Bad Aussee findet ein Auftritt des Staatsopernballetts statt und Franz Gasperlmaier muss mit seiner Frau Christine dort hin. Er hat so gar keine Lust dazu, doch zu seiner eigenen Überraschung ...

Im Kurhaus von Bad Aussee findet ein Auftritt des Staatsopernballetts statt und Franz Gasperlmaier muss mit seiner Frau Christine dort hin. Er hat so gar keine Lust dazu, doch zu seiner eigenen Überraschung gefällt im die Aufführung - ganz besonders die Geigerin Julia, die hat es ihm angetan. Doch am nächsten Morgen ist die Schönheit tot und er muss sich auf die Suche nach deren Mörder machen. Bei den Ermittlungen stehen ihm die Gruppeninspektorin Emina Jovanovic und Frau Dr. Kohlross hilfreich zur Seite, was man von dem Neuling Kevin nicht unbedingt behaupten kann.

Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben. Der Schreibstil ist gut und flüssig und mit dem typischen Humor des Autoren gespickt. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz und der Leser darf sich über eine unterhaltsame Lesezeit freuen.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Alles Walzer bei Familie Gasperlmaier!

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Gasperlmaier ist nicht sehr begeistert - seine Christine hat Karten für das Wiener Staatsopernballett mit hiesiger Musik im örtlichen Kurhaus. Wider Erwarten ist er ganz begeistert von der Aufführung. ...

Gasperlmaier ist nicht sehr begeistert - seine Christine hat Karten für das Wiener Staatsopernballett mit hiesiger Musik im örtlichen Kurhaus. Wider Erwarten ist er ganz begeistert von der Aufführung. Doch dann wird eine der jungen Musikerinnen tot aufgefunden. Ein komplizierter Fall, in dem er da mit der Emina und der Frau Doktor aus Liezen ermittelt. Es gibt viele Verdächtige, aber die scheiden nach und nach aus, da sie ein Alibi vorweisen können. Der neue und noch sehr junge Kollege namens Kevin sorgt für Unruhe und muss noch sehr viel lernen.

Auch im Hause Gasperlmaier geht es turbulent zu, denn die Eltern ihrer Schwiegertochter Richelle sind aus Kanada zu Besuch in Altaussee. Da müssen die Englisch-Kenntnisse etwas aufgefrischt werden, was zu Unterhaltungen in deutsch-englischem Kauderwelsch und mit Händen und Füßen führt.

Auch dieser humorvolle Heimat-Krimi aus Altaussee hat mir wieder sehr gut gefallen. Den eher ruhigen Bezirksinspektor Gasperlmaier und seine sympathische Familie mag ich sehr und kenne sie bereits aus mehreren Büchern dieser Reihe. Auch seine beiden Kolleginnen sind sehr kompetent und besonders die Frau Doktor verehrt er ja geradezu. Mir hat dieser abwechslungsreiche Ausflug nach Aussee wieder schöne Lesestunden beschert!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Richtig spannender Krimi

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In "Letzter Landler trifft im Kurhaus das Wiener Staatsopernballett auf Musik aus der Region. Aber statt Kulturgenuss wartet auf Franz Gasperlmaier wieder ein verzwickter Fall. Eine junge Musikerin wird ...

In "Letzter Landler trifft im Kurhaus das Wiener Staatsopernballett auf Musik aus der Region. Aber statt Kulturgenuss wartet auf Franz Gasperlmaier wieder ein verzwickter Fall. Eine junge Musikerin wird tot aufgefunden. Es gibt Misstöne im Ensemble vom Orchester und es gibt viele unterschiedliche Gerüchte. Es gibt viele Gspusis, Drogen und Volksmusik und für Gasperlmaier und seine Kolleginnen aus Liezen heißt es fleißig ermitteln, denn sein neuer Kollege Kevin ist nicht gerade gut geeignet für die Polizei.

Mir hat der Krimi wieder sehr gut gefallen. Ich habe letztes Jahr "Letztes Glückskeks" gelesen und bin seitdem begeistert von dieser Reihe. Diese Geschichte war genau das richtige für mein Dauertief, wo ich auch mal was anderes brauche, als meine Depressionslektüre, die ich hauptsächlich lese, um mich verstanden zu fühlen. Von mir gibt es sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Volkskultur trifft Hochkultur

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Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Letzter Landler“ die Fortsetzung seiner Reihe rund um den Bezirksinspektor Franz Gasperlmaier im Ausseerland bestens gelungen. Der neue Fall mit dem Gasperlmaier wurde ...

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Letzter Landler“ die Fortsetzung seiner Reihe rund um den Bezirksinspektor Franz Gasperlmaier im Ausseerland bestens gelungen. Der neue Fall mit dem Gasperlmaier wurde von mir bereits inniglich herbeigesehnt und das Warten darauf hat sich gelohnt.

Der Gasperlmaier ist und bleibt ein Original und entspricht in so vielem der österreichischen Seele eines braven Mannes. Er macht sich Gedanken um seine Lieben und will auf jeden Fall, dass es ihnen so gut wie möglich geht. Seiner Ehefrau Christine ist Franz liebevoll zugetan, auch wenn sie diejenige ist, die zu Hause den Ton angibt. Mit dem in der Nähe lebenden Sohn, der Schwiegertochter und den beiden Enkelkindern, der Tochter und deren Gattin, die immer öfter den Weg zurück von Wien ins Elternhaus finden, wo sie im oberen Stockwerk des gasperlmaierschen Hauses eine Einliegerwohnung hergerichtet haben, ist die Familienidylle nahezu perfekt. Zusätzlich kommen die Schwiegereltern aus Kanada für einige Wochen zu Besuch und so ist das Privatleben gut gefüllt. Die Lektüre fühlte sich für mich wie ein Heimkommen in die Familie Gasperlmaier an.

Dass der Gasperlmaier öfter über seinen traditionsbeschwerten Schatten springen muss, nimmt er besonders der Familie zuliebe gerne in Kauf. Er stellt sich mit heroischem Gleichmut allen Neuerungen, sei es nun technischer oder gesellschaftlicher Art, und versucht sie, auch wenn er manches nicht so ganz versteht, in seinen Alltag zu integrieren oder zumindest zu akzeptieren.
Der Gasperlmaier ist kein taffer, cooler Ermittler, doch gerade das macht ihn so sympathisch. Er ist tief verwurzelt in seinem Ausseerland und glaubt prinzipiell an das Gute im Menschen. Einem gschmackigen Essen und einem Bier ist er nicht abgeneigt und ab und an ein Schnapserl mit seinem Nachbarn Altmann darf auch nicht fehlen.

Herbert Dutzlers Schreibstil gefällt mir als Fan der Reihe nach wie vor sehr. Er verpackt den Kriminalfall mit Leichtigkeit in eine kurzweilige und humorvolle Geschichte, die durchaus auch kritische Themen wie z. B. sexuelle Übergriffe, Drogenmissbrauch und sexistisches Verhalten behandelt. Es überschlugen sich die Ereignisse und eine Vielzahl an möglichen Verdächtigen machte es mir nicht leicht, zu erraten, wer nun für die Toten verantwortlich sein könnte. Sobald ich meinte, den oder die ÜbeltäterInnen ausgemacht zu haben, ergab sich durch eine neue Wendung wieder ein ganz anderes Bild. So blieb der Roman spannend bis zum Schluss und zur Auflösung des Falles.
Der Autor schaffte es mit seinen detailreichen Schilderungen der Umgebung und der Charaktere, dass ich mich direkt selbst in der Kulisse des Ausseerlandes und mitten in den Ermittlungen sah. Die österreichisch gefärbte Ausdrucksweise seiner ProtagonistInnen macht das Buch zu einem liebenswerten Stück Heimatkunde. Auch die Seitenhiebe auf den Innviertler Landler und das Mühlviertel als Heimat seines Polizeikollegen Kevin fand ich amüsant.

Für mich war es ein großartiges Lesevergnügen und ich wünsche dem Gasperlmaier, dass seine Kollegin Manuela bald aus der Elternkarenz in die Dienststelle zurückkehrt und er in alter Manier seinen treuen LeserInnen eine Fortsetzung der Reihe präsentieren kann.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannenden Krimi mit viel österreichischem Lokalkolorit und einem äußerst bodenständigen und sympathischen Ermittler ist, dem sei "Letzter Landler" von Herbert Dutzler wärmstens empfohlen. Ein herrliches Lesevergnügen und darum von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Gasperlmaier und die Kunst

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In Bad Aussee gastiert das Staatsopernballett und Franz Gasperlmaier, Postenkommandant in Altaussee, muss hin. Das hat seine Frau Christine beschlossen, denn Gasperlmaier hat es nicht so mit der Hochkultur. ...

In Bad Aussee gastiert das Staatsopernballett und Franz Gasperlmaier, Postenkommandant in Altaussee, muss hin. Das hat seine Frau Christine beschlossen, denn Gasperlmaier hat es nicht so mit der Hochkultur. Doch die Aufführung gefällt ihm, besonders die Schönheit einer Geigerin, Julia, hat es ihm angetan. Doch am nächsten Morgen ist Julia tot, ermordet.

Nunmehr beginnen die Ermittlungen mit der tatkräftigen Hilfe von Gruppeninspektorin Emina Jovanovic und der Frau Dr. Kohlross, beide aus Liezen. Ein verzwickter Fall, nicht nur die Orchestermusiker, das Ballettensemble und Freunde des Opfers sind potentiell verdächtig, denn Julia hatte wechselnde amouröse Verhältnisse. Doch dann gibt es einen weiteren Toten, diesmal einen Balletttänzer. Waren da Drogen im Spiel? Neben einem Schlagersternchen, das den Toten gut gekannt hat, führen immer mehr Spuren zu den Orchestermitgliedern…

Privat hat Gasperlmaier auch gut zu tun, denn die Eltern von Richelle, seiner Kanadischen Schwiegertochter, sind zu Besuch. Da muss Opa Gasperlmaier schon einmal seine Enkel hüten. Das ist schwierig, aber glücklicherweise wird er schnell bei einem Einsatz gebraucht. Die Einladung nach Kanada, die Richelles Eltern aussprechen, möchte er am Liebsten gleich wieder vergessen, denn der Gasperlmaier will gar nicht von zu Hause weg.

Herbert Dutzler hat mit “Letzter Landler” wieder einen seiner berühmten und teilweise bereits verfilmten Lokalkrimis vorgelegt. Die lieb gewonnenen Figuren haben auch in diesem Band ihren Platz, so der Dr. Altmann, Gasperlmaiers Nachbar, der zur rechten Zeit einen Schnaps ausschenkt. Auch der ehemalige Postenkommandant Friedrich Kahlß hilft bei der Aufklärung des Falles. Natürlich kommen auch die Christine vor, die Gasperlmaier immer sagt, wo es lang geht und seine Tochter Katharina mit ihrer Ehefrau, beides neugierige Journalistinnen. Nicht zu vergessen, hat Herbert Dutzler etliche kleine Seitenhiebe eingebaut, so zum Beispiel auf die Schillingzeitung, die sofort wüste Vermutungen zu den Morden anstellt, natürlich immer mit Fragezeichen hinter den Behauptungen, denn schließlich gilt die Unschuldsvermutung. Diesmal ist auch ein junger Polizist, Kevin, mit von der Partie, der nicht nur in sozialen Netzwerken versinkt, sondern auch kein Benehmen und kein Talent für die Polizeiarbeit hat. Alle diese Figuren sind lebensnah beschrieben und wachsen den Lesenden schnell ans Herz, denn sie passen wunderbar in die Ausseer Landschaft.

Somit dürfen wir uns wieder über einen unterhaltsamen Kriminalroman mit viel Lokalkolorit freuen, der sich nahtlos in die Reihe der bisher erschienenen Bände einreiht. Das Buch ist flott und witzig geschrieben, es gibt viele richtige Indizien und falsche Spuren, bis die Aufklärung der Morde gelingt. Wer Gasperlmaier und seine Familie bisher noch nicht lieb gewonnen hat, wird sicher nach dem Lesen dieses Falles von den Protagonisten und der Szenerie überzeugt sein. Daher kann ich einen fiktiven Urlaub im Ausseer Land nur empfehlen, es warten eine spannende Geschichte und viele originelle Persönlichkeiten.

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