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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

interessante Figuren bringen die Spannung

Das Camp
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Camp Donkerbloem ist ein heruntergekommener Campingplatz in den Ardennen. Doch das soll sich jetzt ändern. Nachdem Wout Meertens, Besitzer einer heruntergekommenen Kölner Bar, ihn für einen Schnäppchenpreis ...

Camp Donkerbloem ist ein heruntergekommener Campingplatz in den Ardennen. Doch das soll sich jetzt ändern. Nachdem Wout Meertens, Besitzer einer heruntergekommenen Kölner Bar, ihn für einen Schnäppchenpreis gekauft hat, ist sein bester Freund, Tayfun Akyd, dort als Verwalter tätig. Erstmals hat Tayfun das Gefühl am richtigen Platz zu sein, wenn da nicht die Sehnsucht nach Frieda wäre…
Eines voran: diesen zweiten Band sollte man nur lesen, wenn man den ersten kennt. Denn hier trifft man auf alte Bekannte, auf altes Misstrauen und Hass, die bereits im ersten Teil ihren Ursprung haben. Noch immer will jemand, den der Autor wohlweißlich den Mörder oder Killer nennt, Frieda Stahnke aus dem Verkehr ziehen. Als brillante Ermittlerin ist sie einfach für die aktuellen Geschäfte, die sein Auftraggeber vorhat, zu gefährlich. Dabei ist Frieda gerade jetzt neben der Spur, wirft man ihr doch, dank fingierter Spuren, mehrere Verbrechen vor.
Ich empfand in diesem Teil Tayfun und Wout als die zentralen Figuren sehr gut beschrieben. Es hat mir gefallen, wie der Autor ihr Wesen, ihre Motivationen und auch ihre Reaktionen entwickelt hat. Gerade Tayfun, dieser ehemalige Boxer mit einem Herz aus Butter hatte es mir angetan. Kein Wunder, dass auch Frieda seine empathische Art zu schätzen weiß. Leider fand ich in diesem Teil der Trilogie aber die einzelnen Handlungsebenen, Camp, Köln, Hamburg, Lausitz, etwas losgelöst voneinander. Aber spannend war es auf jeden Fall, so dass ich 4 Lese-Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

kann ich uneingeschränkt empfehlen

Die Totenklägerin
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Matilda ist kein leicht verträglicher Typ. Sie hat dunkle Geheimnisse, lässt ungern jemanden hinter ihre Fassade blicken und doch schafft es die 12jährige Jackie ihr näher zu kommen. Sie ist es, die ihr ...

Matilda ist kein leicht verträglicher Typ. Sie hat dunkle Geheimnisse, lässt ungern jemanden hinter ihre Fassade blicken und doch schafft es die 12jährige Jackie ihr näher zu kommen. Sie ist es, die ihr schwere schwer ersparten 50 Euro einsetzt, damit Matilda sich den Tod von Oma Resi näher ansieht. Sie glaubt nicht, dass Oma Resi einfach so gestorben ist. Natürlich nimmt Matilda das Geld von Jackie nicht, aber trotzdem versucht sie näheres über die alte Dame und ihr Ableben herauszubekommen.
Unter der Lüge, Oma Resi hätte mit ihr vereinbart, dass sie die Trauerrede bei ihrer Beerdigung hält, beginnt sie mehr und oft weniger erfolgreich Antworten zu finden.
Anfangs habe ich mich mit Matilda als Hauptfigur schwergetan. Sie war mir zu abweisend, wenig strukturiert, von Sozialkompetenz ganz zu schweigen. Aber das hat sich mit Lesefortschritt immer mehr verbessert. Denn ihrem Abweisen von Nähe und ihrer schroffen Art verbirgt sie nicht nur die Erfahrungen einer schwierigen Kindheit, ist in ihrem Kern trotzdem allem ein herzlicher Kern. Vor allem ist sie aber eines: nicht auf den Mund gefallen und auch wenn der Graf von Reuth, der reichste Unternehmer des Ortes, sie offen anfeindet, bietet sie gekonnt Paroli. Überzeugt hat mich das Buch schlussendlich mit Matildas Trauerrede am Grab von Oma Resi. Gekonnt wirft Matilda hier Fragen auf, sät Zweifel und kommt der Wahrheit sehr nahe ohne direkt anzuklagen. Wirklich super gemacht. Insgesamt gibt’s von mir 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

spannungsgeladenes Lesevergrügen

Giftiger Grund
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Nach fast sieben Jahren kommt Joran aus dem Jugendknast. Am Entlassungstag holt sein Vater ihn ab, bringt ihn in die elterliche Wohnung. Doch hier kommt es gleich zum ersten Eklat. Auch Jorans Job- und ...

Nach fast sieben Jahren kommt Joran aus dem Jugendknast. Am Entlassungstag holt sein Vater ihn ab, bringt ihn in die elterliche Wohnung. Doch hier kommt es gleich zum ersten Eklat. Auch Jorans Job- und Wohnungssuche laufen alles andere als glatt. In seiner Verzweiflung kehrt Joran zur Tankstelle, die er damals mit seinen beiden Freunden überfallen hat, zurück, um das damals dort versteckte Geld zu holen. Heute ist die Tankstelle ein Lost Place. Ein Ort, der auch andere, wenn auch aus gänzlich anderen Gründen, angezogen hat….
Der Autor macht diesen Lost Place am Priusring zum zentralen Punkt der Handlung. Hier lernen sich Charu, Edda und Joran kennen. Und jeder der drei hat seine eigene Geschichte. Besonders hatte es mir Edda angetan. Immer wieder habe ich mich gefragt, warum dieses 10jährige Mädchen nachts diesen dunklen, kalten verlassenen Ort aufsucht. Wie schlimm muss ihr Zuhause sein, wenn sie nachts immer wieder an diesen unwirtlichen Ort flieht.
Mich hat es sehr spannend unterhalten zu erfahren, die Geschichte der drei zu erfahren. Kapitelweise und durch die Überschrift leicht einzuordnen erzählt jeder der drei in Ich-Form seine Gründe diesen Ort aufzusuchen. Dabei lässt der Autor aber immer genug Geheimnisse offen, um die Spannung aufrecht zu halten. Schlussendlich kommt es zum Finale, dem letzten Treffen am Priusring das völlig aus dem Ruder läuft. Da nimmt der Krimi nochmal richtig an Fahrt auf. Ja, es bleibt spannend bis zum Schluss und ich kann dieses Buch allen Krimi-Fans uneingeschränkt empfehlen. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

spannend zu lesen

Waldgeheimnis
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Alina Fink und ihr Kollege Alexander Thaler werden zur Aufklärung des Tötungsdelikts am Geschäftsführer einer Software-Firma gerufen. Der wurde mit seinem eigenen Golfschläger erschlagen. Eine Ermittlung, ...

Alina Fink und ihr Kollege Alexander Thaler werden zur Aufklärung des Tötungsdelikts am Geschäftsführer einer Software-Firma gerufen. Der wurde mit seinem eigenen Golfschläger erschlagen. Eine Ermittlung, die weitreichende Verbindungen erkennen lässt. Denn dem Serientäter Nikolas Novak, den Alina vor 2 Jahren ins Gefängnis gebracht hat, gelingt der Ausbruch aus der JVA.
Mich hat es spannend unterhalten, wie die Autorin mich durch den Wechsel vom Heute zur Vergangenheit mit den Figuren bekannt gemacht hat. Vor allem aber, fand ich die Beschreibungen zu Nick Novak. Wie der sein Schauspieltalent, seine Beziehungen nach draußen wie auch seine Wirkung auf Frauen nutzt, um seinen Ausbruch zu realisieren, fand ich beeindruckend geschildert. An einigen Stellen habe ich mich gefragt, wie so intelligente Frauen auf seinen Charme hereinfallen können. Alle Schritte Novaks dienen nur einem Ziel: er will sein Kunstwerk fertigstellen.
Bei der Suche nach Nick stellen die Ermittler Verbindungen zur Schwester des erschlagenen Golfspielers fest. Einer jungen Frau, die seit jungen Jahren in der Familie viele negative Erfahrungen gemacht hat. Vielleicht ist sie deshalb auch ein williges Opfer für Novak. Irgendwie hat sie mir leidgetan.
Dieser Krimi kam mir durchaus glaubhaft vor. Vielleicht auch darum, weil hier „Ende gut, alles gut“ nicht zutrifft. Ich habe mit dem Buch spannende Lesestunden verbracht und gebe 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

geht unter die Haut

Da, wo ich dich sehen kann
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Maja ist neun, als Frank, ihr Vater, im Zorn Mutter Emma umbringt. Für Maja beginnt ein neuer Alptraum. Als ihre Mutter noch lebte, musste sie immer wieder den Streit ihrer Eltern miterleben. Doch jetzt, ...

Maja ist neun, als Frank, ihr Vater, im Zorn Mutter Emma umbringt. Für Maja beginnt ein neuer Alptraum. Als ihre Mutter noch lebte, musste sie immer wieder den Streit ihrer Eltern miterleben. Doch jetzt, nach dem Tod der Mutter, macht sie sich Vorwürfe. Schließlich hat sie immer ihrem Vater beigestanden. Hätte sie ihre Mutter retten können, wenn sie sich nicht so verhalten hätte?
Ich habe das Buch sehr langsam gelesen, immer wieder beiseitegelegt. Es waren für mich einfach zu viele Emotionen, die da hochgekommen sind. Nicht weil ich ähnliches erlebt habe. Es sind die eindringlichen Ausführungen der Autorin, die mich ergriffen gemacht haben. Dabei fand ich es von Jasmin Schreiber sehr gut vermittelt, wie die kleine Maja mit ihren Alpträumen zu kämpfen hat. Maja spricht von Ranken, die sie zu ihrer Mutter in die Erde ziehen wollen und ihr dabei die Luft zum Atmen nehmen. Doch die Autorin fasst die Auswirkungen dieser Gewalttat noch viel weiter. Die Eltern von Emma, ihre beste Freundin Liv, alle wissen nicht, wie sie mit dem Verlust und vor allem mit der traumatisierten Maja umgehen sollen. Beide Großelternteile, väter- wie mütterlicherseits, wollen für Maja da sein und bringen das junge Mädchen damit in noch größere Bedrängnis. Mit den Zeichnungen von Maja, den Amtsschreiben um den Sorgerechtsstreit der Großeltern wird ein rundes Bild geschaffen. Was mir aber besonders gefallen hat, sind die schwarz grundierten Kapitel. Ich habe sie für mich „was wäre, wenn“ bezeichnet. Ein Gedankenspiel, das im Nachhinein das Verbrechen nicht verhindern kann. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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