Profilbild von NinaCoe

NinaCoe

Lesejury Profi
offline

NinaCoe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit NinaCoe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2025

Solider Cold case

Dunkle Asche
0

Eine Partynacht im Badeort Kalifornien an der Ostsee endet mit dem Mord an der jungen Sanna. Sie wird mit zwölf Messerstichen getötet und anschließend im Ferienhaus ihrer Eltern verbrannt. Dreißig Jahre ...

Eine Partynacht im Badeort Kalifornien an der Ostsee endet mit dem Mord an der jungen Sanna. Sie wird mit zwölf Messerstichen getötet und anschließend im Ferienhaus ihrer Eltern verbrannt. Dreißig Jahre später versuchen die Kommissarinnen Gudrun Möller und Judith Engster von der Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei, den Fall erneut aufzurollen, nachdem ein sterbender Zeuge seine Tochter beschuldigt.

Das klingt und ist zunächst sehr spannend. Die Atmosphäre ist düster, die Ermittlungsarbeit wird detailliert und nachvollziehbar geschildert. Der Schreibstil ist fesselnd. Gudrun und Judith arbeiten zum ersten Mal zusammen und müssen sich erstmal beschnuppern. Dabei geben sie gegenseitig ihre Geheimnisse nicht preis. Die von Gudrun erfahre ich ziemlich schnell, für sie ist ein Heimspiel, denn sie hat damals auch in Kalifornien gefeiert.

In Rückblicken erfahre ich so nach und nach die Hintergründe zu dem, was damals passiert ist. Gleichzeitig werde ich Zeuge, wie der Täter von damals die Ermittlungen beobachtet. Das könnte spannend sein, ist es aber nicht. Zwischenzeitlich zieht sich die Handlung etwas und als man den vermeintlichen Täter gefasst hat, waren einfach noch zu viele Seiten übrig und ich wusste dann, dass da noch mehr kommen muss. Das hat mir nicht gefallen.

Gegen Ende hat Jona Thomsen den Spannungsbogen noch mal gestrafft, aber dennoch lässt mich „Dunkle Asche“ etwas unzufrieden zurück. Motiv und Täter waren zwar eine große Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe, aber dennoch konnte mich der Thriller nicht wirklich begeistern. Ich habe schon weitaus bessere und auch spannendere Cold Cases verfolgt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2025

Kupernikus ermittelt

Mord im Himmelreich
0

Andreas Winkelmann ist bekannt für seine spannenden Thriller hat sich nun an ein neues Genre gewagt: Cosycrime oder besser gesagt, Campingcrime. Denn die ganze Geschichte spielt sich auf einem Campingplatz ...

Andreas Winkelmann ist bekannt für seine spannenden Thriller hat sich nun an ein neues Genre gewagt: Cosycrime oder besser gesagt, Campingcrime. Denn die ganze Geschichte spielt sich auf einem Campingplatz in der Nähe von Berlin ab. Da bekommt der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus die Rolle seines Lebens und ich als Leser jede Menge Schmunzelmomente. Denn Humor hat der liebe Andreas Winkelmann!

Kupernikus und seinen 30 Jahre alten Camper mag ich sofort und damit bin ich nicht alleine, denn die Künstlerin Annabelle ist auch ganz angetan von ihm. Sie lockt ihn sehr oft aus der Reserve und dann ermitteln beide in dem Mordfall, bei dem die ortsansässige Polizei nicht wirklich weiter kommt. Das Trio komplett macht Pinguin, die kleine Hündin, die Kupernikus rettet und dann auch bei sich behält.

Wie es sich für einen Cosy-Krimi gehört, geht es ganz gemächlich zu und Wortwitz und Spannung gehen einher. In der Tat ist es auch spannend, aber nicht so sehr, dass ich es kaum aushalten kann.

Mord im Himmelreich ist ein Wohlfühlbuch mit netten und auch ein paar bösen Menschen und es hat einfach Spaß gemacht, Annabelle und Björn bei ihren Annäherungsversuchen aber auch bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

Etwas ungewöhnlich ist der Aufbau, denn die einzelnen Kapitel (insgesamt 4) sind noch mal in Szenen unterteilt. Am Ende gibt es dann noch 2 Rezepte und ein schönes Nachwort.

Mir hat es gefallen, ich wurde gut unterhalten mit einer komplexen Story und vielen lustigen und spannenden Momenten!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Kalt

Moosland
0

Die Sprache hat mir nicht gefallen, viel zu distanziert und konnte mich daher nicht berühren. Auch die Personen, vor allem Elsa sind mir sehr fremd geblieben. Dabei war ich so gespannt auf die Geschichte ...

Die Sprache hat mir nicht gefallen, viel zu distanziert und konnte mich daher nicht berühren. Auch die Personen, vor allem Elsa sind mir sehr fremd geblieben. Dabei war ich so gespannt auf die Geschichte der Esja-Frauen. Aber Katrin Zipse hat sich eine „besonders schweigsame junge Frau ausgesucht. Sie ist gefangen in der Trauer um ihre Freundin Sola und bemüht sich nicht wirklich, sich mit den Bauersleuten zu verständigen.

Die Landschaft hat Katrin Zipse sehr eindrucksvoll beschrieben, die Menschen leider nicht. Ich hatte bis zum Schluss kein Bild von Elsa oder den Bewohnern des Hofes.

Es ist oft kalt in Island und genau so ging es mir auch beim Lesen. Die Geschichte hat mich leider kalt gelassen und die erhofften Einblicke in das Inselleben habe ich nicht so bekommen wie erhofft.

Das Buch wird mit Sicherheit begeistern können, aber leider nicht mich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2026

Verwirrende Story

Pen Pal
0

Ich habe mich von dem Cover, das mir überhaupt nicht gefällt, nicht abschrecken lassen und war sehr gespannt und die im Klappentext beschriebene Story. Aber selten hat mich ein Klappentext so sehr in die ...

Ich habe mich von dem Cover, das mir überhaupt nicht gefällt, nicht abschrecken lassen und war sehr gespannt und die im Klappentext beschriebene Story. Aber selten hat mich ein Klappentext so sehr in die Irre geführt wie bei Pen Pal. Ich habe eine völlig andere Story erwartet und war nicht positiv überrascht, sondern entsprechend enttäuscht. Pen Pal hat mit Brieffreundschaft fast gar nichts zu tun.

Kayla lebt in Washington und muss lernen, mit dem Tod ihres Mannes leben zu lernen. Dann poltert ziemlich plötzlich Aidan in ihr Leben und statt nur das Dach ihres maroden Hauses zu reparieren, ist er Balsam für ihr trauriges Herz. Kayla lässt sich auf eine sehr heftige Liebelei ein und ab da wird es sehr spicy. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, aber leider langweilt sie mich auch mit ständigen Wiederholungen. Davon abgesehen finde ich den Schreibstil sehr gut lesbar und nicht zu platt.

Das Buch ist in 3 Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt hat mir gut gefallen. Aber im 2. Abschnitt gibt es einen verwirrenden Twist, mit dem ich nicht gerechnet habe und der die ganze Geschichte für mich zerstört. Ich kann nicht näher darauf eingehen ohne zu spoilern, aber genau solche Geschichten mag ich nicht. Darauf hätte man im Klappentext hinweisen müssen.

Somit gefiel mir nur der erste Teil und ab dem 2. Teil wurde es für mich abstrus und unglaubwürdig. Sehr schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2026

Direkt und ohne Schnörkel

22 Bahnen
0

Ich habe mit hohen Erwartungen diesen Roman begonnen, wurde aber ein wenig enttäuscht.
Caroline Wahl hat mit ihrer direkten und schnörkellosen Sprache das Leben einer jungen Frau in einer deutschen Kleinstadt ...

Ich habe mit hohen Erwartungen diesen Roman begonnen, wurde aber ein wenig enttäuscht.
Caroline Wahl hat mit ihrer direkten und schnörkellosen Sprache das Leben einer jungen Frau in einer deutschen Kleinstadt eindringlich porträtiert. Tilda fristet ein Dasein zwischen Verantwortung und Sehnsucht nach Freiheit. Denn sie studiert, arbeitet an der Supermarktkasse und kümmert sich um ihre kleine Schwester Ida und ihre alkoholkranke Mutter. Die Atmosphäre ist daher oft rau und traurig. Der Autorin gelingt es gut, die Zerrissenheit von Tilda glaubhaft und authentisch darzustellen.

Ein kleiner Lichtblick für Tilda sind die Begegnungen mit Viktor, der genau wie sie 22 Bahnen schwimmt und ihre Träume von einer Zukunft in Berlin.

Der Schreibstil von Caroline Wahl ist anders: frech, direkt und ohne Umschweife. Das wirkt zunächst einmal erfrischend. Aber nach einer Weile haben mich die vielen Wiederholungen und die oft kurzen und abgehackten Sätze gestört.

Die Geschichte von Tilda hat mich berührt, aber Tilda selbst ist mir nicht nahe gekommen. Dafür wurden sie und ihr Leben zu distanziert und oberflächlich beschrieben. Da konnte einfach keine Nähe aufkommen. Sprachlich ist 22 Bahnen anders, aber mir persönlich hat es nicht so gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere