Platzhalter für Profilbild

LaraJWinter

aktives Lesejury-Mitglied
offline

LaraJWinter ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LaraJWinter über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Achterbahn der Gefühle mit kleinen Bremsmanövern

Faircoast: Hateful Ride | Aufwendig gestaltete Ausgabe mit Farbschnitt
0

Mit „Faircoast – Hateful Ride“ entführt uns die Autorin in eine bunte Welt voller Zuckerwatte und Adrenalin. Da ich Settings in Freizeitparks liebe, war ich unglaublich gespannt auf Jades und Kits Geschichte.

Jade ...

Mit „Faircoast – Hateful Ride“ entführt uns die Autorin in eine bunte Welt voller Zuckerwatte und Adrenalin. Da ich Settings in Freizeitparks liebe, war ich unglaublich gespannt auf Jades und Kits Geschichte.

Jade hat mich sofort für sich gewonnen. Sie ist kein typisches Mauerblümchen, sondern ein starker, individueller Charakter – und mal ehrlich: Eine Schlange als Haustier ist einfach ein genialer Schachzug! Das gibt ihr sofort eine besondere Note. Kit hingegen ist der klassische „Good Guy“ mit Geheimnissen. Besonders der Twist, dass Kit eigentlich Sam ist, hat mir richtig gut gefallen. Er war emotional greifbar, logisch hergeleitet und hat der Geschichte die nötige Tiefe verliehen.

Der Freizeitpark als Kulisse ist liebevoll gewählt, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Atmosphäre mich noch ein bisschen mehr „einsaugt“. Manchmal ging das magische Park-Feeling zwischen den Dialogen etwas verloren.

Was das „Enemies-to-Lovers“-Thema angeht: Wer hier auf heftige Wortgefechte und langes Anschmachten hofft, wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Die Annäherung der beiden verlief für meinen Geschmack etwas zu harmonisch und schnell. Es war süß, ja, aber die Funken hätten ruhig noch ein bisschen gefährlicher sprühen dürfen.

Ein paar Stolpersteine gab es für mich bei der Logik. Dass Kit aus dem Nichts über beachtliche Hacker-Skills verfügt (und wie er sich überall reinhackt) und sein vorbelasteter Name im direkten Umfeld scheinbar niemanden triggert, war für mich etwas schwer zu schlucken. Hier hätte die Geschichte durch eine straffere Erzählweise und etwas mehr Realismus gewonnen.

Fazit: Ein charmanter New-Adult-Roman für zwischendurch! Wer Lust auf ein besonderes Setting und eine herzerwärmende Lovestory hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Für Fans von tiefgründigeren Enemies-to-Lovers-Geschichten ist es eher eine „Light-Variante“, aber dennoch absolut lesenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

Abschiedsschmerz in den Rocky Mountains – Ein würdiger, aber ruhiger Abschluss

New Wishes
0

Nach Green Valley zurückzukehren fühlt sich jedes Mal an, als würde man sich in eine weiche Kuscheldecke hüllen – und „New Wishes“ bildet da keine Ausnahme. Rebecca und Leo sind ein tolles Paar, bei dem ...

Nach Green Valley zurückzukehren fühlt sich jedes Mal an, als würde man sich in eine weiche Kuscheldecke hüllen – und „New Wishes“ bildet da keine Ausnahme. Rebecca und Leo sind ein tolles Paar, bei dem das Tempo der Annäherung absolut stimmig war. Es war kein klassisches „Enemies-to-Lovers“-Feuerwerk, sondern eher eine sanfte, authentische Entwicklung von „du bist anstrengend“ zu „ich will dich nicht mehr missen“.

Warum keine 5 Sterne? Wenn man die Reihe liebt, vergleicht man zwangsläufig mit Highlights wie Band 1, 3 oder 5. Im Vergleich dazu fehlte mir hier bei Rebecca und Leo ein wenig die charakterliche Tiefe; ihre Konflikte wurden oft durch äußere Faktoren gelöst, statt durch einen eigenen Reifeprozess. Zudem muss ich gestehen: Mein Namensgedächtnis hat mich im Stich gelassen! Bei all den Cameos der früheren Pärchen saß ich manchmal da und grübelte, wer das jetzt nochmal genau war (außer bei den Klassikern wie Lena & Ryan oder Leonie und Sam).

Alles in allem ist es aber ein sehr gelungener Abschluss, der mich mit einem wohligen Gefühl zurücklässt. Wer die Reihe bisher mochte, wird auch diesen Band lieben, selbst wenn er vielleicht nicht der absolute Spitzenreiter der Serie ist. Ein leiser, schöner Abschied von einem meiner liebsten Buch-Orte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

Vorspeise zäh, Hauptgang mörderisch gut!

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
0

Eigentlich hatte ich nach den ersten Kapiteln von „Das Dinner“ schon die Befürchtung, direkt in den nächsten Reading Slump zu rutschen. Der Einstieg war leider ziemlich zäh und es dauerte eine gefühlte ...

Eigentlich hatte ich nach den ersten Kapiteln von „Das Dinner“ schon die Befürchtung, direkt in den nächsten Reading Slump zu rutschen. Der Einstieg war leider ziemlich zäh und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die Geschichte endlich serviert wurde. Wer hier aber dranbleibt, wird mit einem Thriller belohnt, der atmosphärisch absolut abliefert!

Das Setting ist ein Traum: Emily Rudolph beschreibt das luxuriöse Restaurant so bildgewaltig, dass ich am liebsten sofort selbst ein Krimi-Dinner veranstaltet hätte (vielleicht mit etwas weniger echten Leichen im Keller). Die Atmosphäre ist greifbar und das Spiel mit den verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen gibt der Story eine tolle Dynamik. Ja, am Anfang ist das Ganze mit den vielen Charakteren und Sprüngen etwas verwirrend – aber das kennt man ja von der Autorin. Diesmal fand ich es aber deutlich gelungener und flüssiger umgesetzt als noch in „Die Auszeit“.

Zu den Charakteren: Sympathieträger sucht man hier vergeblich. Man hat das Gefühl, die gesamte Truppe besteht aus drogensüchtigen Narzissten, die primär damit beschäftigt sind, wer gerade mit wem im Bett landet. Privat würde ich mit keinem von ihnen auch nur eine Vorspeise teilen wollen, aber als Verdächtige in diesem perfiden Spiel sind sie einfach großartig! Jeder hätte ein Alibi oder ein Motiv gehabt, die damals verschwundene Freundin loswerden zu wollen.

Besonders cool: Zur Mitte des Buches hatte ich einen handfesten Verdacht, wie alles zusammenhängt – und ich lag sogar richtig! Aber Emily Rudolph wäre nicht Emily Rudolph, wenn sie nicht noch ein Ass im Ärmel hätte. Der finale Plot-Twist hat mich völlig unvorbereitet getroffen und war das absolute Sahnehäubchen.

Fazit: Hätte man das Buch um ca. 50-70 Seiten gekürzt und den Anfang gestrafft, wären es glatte 5 Sterne geworden. So ist es eine sehr starke 4-Sterne-Leseempfehlung für alle, die Lust auf ein edles Setting und unvorhersehbare Abgründe haben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

Gefangen im eigenen Thriller: Nervenkitzel mit kleinen Pausen

Das Buch - Schreib um dein Leben!
0

Schreib um dein Leben von Patricia Walter war für mich ein wirklich solider Thriller, den ich über Audible gehört habe. Die Sprecherin Margit Sander hat einen fantastischen Job gemacht! Ihre angenehme ...

Schreib um dein Leben von Patricia Walter war für mich ein wirklich solider Thriller, den ich über Audible gehört habe. Die Sprecherin Margit Sander hat einen fantastischen Job gemacht! Ihre angenehme Stimme hat definitiv dazu beigetragen, dass die beklemmende Keller-Atmosphäre bei mir ankam.

Besonders hervorheben möchte ich die Protagonistin Kara. Es war erfrischend, mal keine Damsel in Distress zu haben, die nur passiv in ihrer Zelle hockt. Kara ist super stark, sie schmiedet Pläne und versucht mehrfach zu fliehen. Das hat sie für mich sehr greifbar und sympathisch gemacht, man fiebert richtig mit ihr mit.

Einen kleinen Abzug gibt es für den Aufbau: Das Buch, das Kara im Keller über den „Puppenmörder“ schreiben muss, wird kapitelweise eingebunden. Das liefert zwar interessante Einblicke in die Psyche des Täters, hat für meinen Geschmack aber immer wieder den Drive aus der eigentlichen Handlung genommen. Wenn man gerade wissen will, wie Karas nächster Fluchtversuch endet, bremst so ein Rückblick die Spannung leider etwas aus.

Fazit: Kein ultimatives Jahreshighlight, aber ein sehr guter, handfester Thriller für zwischendurch, der vor allem durch eine kämpferische Hauptfigur glänzt. Als Hörbuch absolut empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

Mehr als nur Strandkiosk & Sonnenschein: Eine Liebeserklärung an die eigene Stärke

Summer Tides
0

Vielen Dank an die Bloggerjury für dieses tolle Rezensionsexemplar! Sarah Fulmer hat mich mit „Summer Tides“ direkt an die goldenen Strände von St. Ives entführt. Auch wenn ich mir an manchen Stellen noch ...

Vielen Dank an die Bloggerjury für dieses tolle Rezensionsexemplar! Sarah Fulmer hat mich mit „Summer Tides“ direkt an die goldenen Strände von St. Ives entführt. Auch wenn ich mir an manchen Stellen noch einen Tick mehr detaillierte Umgebungsbeschreibungen gewünscht hätte, hat das Fernweh definitiv gekickt.

Was dieses Buch für mich aus der Masse der Sommerromane heraushebt, ist die Protagonistin Scarlett. Ja, sie ist stellenweise etwas naiv, aber das passte perfekt zu ihrem Charakter und ihrem Wunsch nach einem radikalen Neuanfang. Besonders berührt (und wütend gemacht) hat mich die Darstellung ihrer toxischen Beziehung zu Eric in London. Was für ein selbstverliebter Arsch! Dass die Autorin hier zeigt, wie schwierig es ist, aus solchen Mustern auszubrechen und das Erlebte zu verarbeiten, fand ich wahnsinnig wichtig und authentisch.

Die Liebesgeschichte mit Jonah war süß, lustig und herrlich „grumpy“. Es gab zwar Momente von Misskommunikation, aber die wirkten hier eher menschlich als künstlich konstruiert. Mein absolutes Highlight war jedoch die Auflösung: Es gibt kein übereiltes „Und alles ist sofort super“-Ende. Dass Scarlett sich bewusst erst einmal gegen die Beziehung entscheidet, um Jonah nicht an seinem Traum vom Job zu hindern und gleichzeitig zu lernen, selbstständig und alleine klarzukommen, war für mich die größte „Green Flag“ des Buches. Diese Entscheidung für sich selbst hat das spätere Happy End nur umso verdienter und schöner gemacht.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Trotz Scarletts Pechsträhne und ihrer Schulden löste sich am Ende alles ein wenig zu reibungslos auf – da hätten die „Stakes“ für mich ruhig noch etwas höher sein dürfen, damit der Sieg sich noch erkämpfter anfühlt. Insgesamt aber eine wundervolle, lockere Sommerlektüre ohne überdrehte Dialoge oder unnötiges Drama.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere