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Veröffentlicht am 01.09.2019

Eine Hochzeit und ein Mord

Flavia de Luce 10 - Todeskuss mit Zuckerguss
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Endlich ist es soweit! Im Hause de Luce steht die große Hochzeit von Feely und ihrem Auserwählten an. Das ganze Dorf hat sich versammelt um den Beiden zu gratulieren. Doch die Feier nimmt eine unerwartete ...

Endlich ist es soweit! Im Hause de Luce steht die große Hochzeit von Feely und ihrem Auserwählten an. Das ganze Dorf hat sich versammelt um den Beiden zu gratulieren. Doch die Feier nimmt eine unerwartete Wendung, als in der grandiosen Hochzeitstorte ein abgeschnittener Finger gefunden wird. Wenn das nicht ein Fall für das neu gegründete Detektivbüro von Flavia und Dogger ist. Doch der Finger ist nur die Spitze eines Eisberges aus Täuschung, Mord und Hinterlist, den die beiden Ermittler auf die Spur kommen müssen.

Der mittlerweile 10te Band der jungen Hobbydetektivin Flavia und ihrem neuen Partner Dogger führt die beiden hinter ein Netz aus Intrigen, welches mehr als das beschauliche kleine Dörfchen der Beiden umfasst. Nachdem der letzte Band mit weniger chemischen Formeln und Lösungen ein Teil seines üblichen Charmes einbußen musste, werden in diesem Band wieder deutlich mehr Experimente zur Lösung der Rätsel eingesetzt. Auch verschiedene Gifte, für die Flavia ja bekanntermaßen einen Faible hegt, haben wieder einen deutlich höheren Stellenwert. Flavias Ideenreichtum kennt keine Grenzen und Dogger als ihr detektivischer Partner ist eine schöne Ergänzung, da er mit seinem Wissen und Kenntnissen viele interessante Fakten zur Lösung des Falles beiträgt. Im Gegensatz zu den ersten Bänden scheint vor allem sein geistiger Zustand deutlich an Stabilität zu gewinnen. Neben den tödlichen Aspekten der Geschichte merkt man jedoch auch deutlich die Entwicklung zur Erwachsenen, die Flavia durchmacht. Nachdem ihre Schwester heiratet und Buckshaw verlässt, muss Flavia sich von noch einem Familienmitglied verabschieden, was ihr mehr als gedacht zusetzt.

Erneut eine gelungene Fortsetzung der Reihe, die mit britischem Humor, chemischen Lösungen und spannenden Verbrechen schon vor langer Zeit mein Herz erobert hat.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Gelungene Fortsetzung

Die Krone der Sterne
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Das Team um Iniza, Glanis, Kranit und Shara ist auf dem Piratenplaneten Noa untergetaucht, um den Häschern der Hexen zu entgehen. Inizas Tochter scheint hier zunächst in Sicherheit zu sein. Doch auch auf ...

Das Team um Iniza, Glanis, Kranit und Shara ist auf dem Piratenplaneten Noa untergetaucht, um den Häschern der Hexen zu entgehen. Inizas Tochter scheint hier zunächst in Sicherheit zu sein. Doch auch auf diesem Planeten sind die Anhänger der STILLE nicht weit, die Inizas Vater Hadrath aus den Kerkern von Noa befreien wollen und Inizas Tochter als Pfand für ihre sichere Flucht entführen. Um sie zu retten, müssen die Gefährten das Universum durchqueren und mehr als eine gefährliche Herausforderung bestehen.

Die Ereignisse von „Hexenmacht“ spielen ca. 1 Jahr nach dem ersten Band der Reihe. Vor Beginn der Geschichte gibt es eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes. Da es schon eine Weile her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, empfand ich diese Zusammenfassung als sehr hilfreich, um noch einmal alle Ereignisse Revue passieren zu lassen. Die weitere Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, die parallel passieren. Kranit und Shara haben einen Disput mit den Hexen auszutragen, während Glanis und Iniza ebenfalls auf der Suche nach ihrer Tochter getrennt werden. Durch die wechselnden Perspektiven der Protagonisten entstehen zwar einige Unterbrechungen in der Handlung, so wird jedoch auch eine Meng Spannung aufgebaut. Wie auch schon im letzten Band finde ich Kranit von allen Charakteren am interessantesten. Auch nach dem zweiten Teil sind viele Teile seiner Vorgeschichte und seines Charakters für mich noch ein unterhaltsames Rätsel. Auch die Muse und die Vorgeschichte der Maschinen finde ich spannend. Wie zu erwarten war, merkt man dem Buch an, dass die Geschichte auf ein großes Finale im dritten Band hinarbeitet. Ich freue mich sehr zu erfahren wie die Geschichte weitergeht, da das Ende sehr offen gehalten wird und äußerst spannend endet.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Zurück in der Welt der Besonderen

Die Bibliothek der besonderen Kinder
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Nur dank Jacobs neu entdeckten Kräften konnten Emma und er den Hollows entkommen. Doch die Entführung ihrer Freunde durch die Wights lastet schwer auf den Beiden. Ihre Suche führt sie in eine der düstersten ...

Nur dank Jacobs neu entdeckten Kräften konnten Emma und er den Hollows entkommen. Doch die Entführung ihrer Freunde durch die Wights lastet schwer auf den Beiden. Ihre Suche führt sie in eine der düstersten Orte der Besonderenwelt, eine Zeitschleife namens Devil`s Acre, wo Besondere sich selbst verkaufen. Hier ist das Hauptquartier der Wights und ihres Anführers Caul, die nun genug Ymbrynen und Besondere haben, um ihre düsteren Pläne in die Tat umzusetzen. Denn Caul ist auf der Suche nach der Bibliothek der Seelen, die ihm ungeahnte Kräfte bringen kann.

Eigentlich war der dritte Teil der besonderen Kinder als Abschluss einer Trilogie geplant. Aktuell ist jedoch bereits ein vierter Teil der Reihe erschienen. Trotzdem wird die Handlung der ersten drei Teile durch diesen Band zunächst abgeschlossen, sodass die Leser keine Angst haben müssen sich schon wieder mit einem fiesen Cliffhanger arrangieren zu müssen;)
Nachdem die Geschichte vor allem in der ersten Hälfte nur langsam Fahrt aufnimmt, entschädigt die zweite Hälfte des Buches mit vielen spannenden Wendungen ausreichend dafür. Nachdem sich Emma und Jacob nach dem Verlust ihrer Freunde allein den Wights stellen müssen, rücken vor allem ihre Beziehung und Jacobs neue Kräfte in den Fokus der Geschichte. Ihre Reise führt sie nach Devil`s Acre, einem Ort ohne Moral und voller Grausamkeiten. Der dritte Teil wirkt damit insgesamt deutlich düsterer als die vorherigen Bände. Nachdem ein Teil der ursprünglichen Protagonisten entführt wird und damit in der Geschichte leider lange keine tragende Rolle spielt, werden jedoch ein paar neue interessante Charaktere eingeführt. Hierunter gefiel mir vor allem Sharon der Fährmann sehr gut, der trotz seiner düsteren Art eigentlich ein ganz netter Kerl zu sein scheint. Alles in allem ist der dritte Teil der besonderen Kinder ein gelungener und spannender Abschluss der ursprünglichen Trilogie. Da es noch einen weiteren Teil gibt, bin ich gespannt welche Wendungen die Geschichte in Zukunft noch nehmen kann.

Veröffentlicht am 27.04.2019

Ein Mord in britischer Gesellschaft

Dreizehn Gäste
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Zwölf Gäste sind auf das Anwesen von Lord Aveling geladen, aber dreizehn erscheinen. Eine unglückbringende Zahl? Zumindest für einen der Gäste. Neben einem zerstörten Gemälde, lässt auch eine Leiche nicht ...

Zwölf Gäste sind auf das Anwesen von Lord Aveling geladen, aber dreizehn erscheinen. Eine unglückbringende Zahl? Zumindest für einen der Gäste. Neben einem zerstörten Gemälde, lässt auch eine Leiche nicht lange auf sich warten. Inspektor Kendall muss sein ganzes ermittlerisches Können aufbringen, um den Gästen ihre Geheimnisse zu entlocken.

Der bereits im Jahr 1936 erschienene Krimi von J. Jefferson Farjeon ist aktuell in neuem Stil vom Klett-Cotta Verlag aufgelegt wurden. In seinem wundervollen Leineneinband ist das Buch an sich schon ein stilvoller Hingucker und unterstreicht den Mord in der feinen Gesellschaft eines großzügigen Landgutes, wobei der britische Erzählstil sein Übriges zur Stimmung beiträgt. Die Geschichte beleuchtet in der ersten Hälfte die Facetten der verschiedenen Gäste und geht in der zweiten Hälfte zur Lösung des Mordfalles über. Während im ersten Teil noch zwischen den Perspektiven der Gäste gewechselt wird, nimmt im zweiten Teil der Hauptkommissar den Großteil der erzählerischen Perspektive ein. Neben einer spannenden Geschichte und den interessanten Ermittlungen, scheint trotz des kriminalistischen Themas immer mal wieder ein Hauch des trockenen englischen Humors durch, was ich sehr erfrischend fand. Da mir im ersten Abschnitt manchmal ein bisschen zu langatmig erzählt wurde, insgesamt aber eine spannende Geschichte daraus entstanden ist, gibt es von mir insgesamt 4 von 5 Sternen für das Buch und eine klare Leseempfehlung für Liebhaber britischer Kriminalromane.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Die Tür mit dem ?

DOORS ? - Kolonie
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Auf der Suche nach der jungen Großerbin Anna-Lena van Dam schickt ihr Vater ein Team von sechs der unterschiedlichsten Charaktere in die Höhlen unter dem alten Familienanwesen. Hier unten entdeckt die ...

Auf der Suche nach der jungen Großerbin Anna-Lena van Dam schickt ihr Vater ein Team von sechs der unterschiedlichsten Charaktere in die Höhlen unter dem alten Familienanwesen. Hier unten entdeckt die Expedition 3 Türen, die mit unterschiedlichen Zeichen versehen sind. 3 Türen, 3 Wege, die die junge Erbin gegangen sein könnte.
In diesem Teil fällt die Wahl auf die Tür mit dem „?“ und führt in eine alternative Realität in den 1940er in denen Hitler durch das Stauffenbergattentat umgebracht wurde und Amerika und England Deutschland übernommen und eine Allianz gegen Russland gebildet haben. Kann das Expeditionsteam nicht nur ihren Auftrag erfüllen, sondern auch die Zukunft dieser Welt verändern und einen drohenden Atomkrieg verhindern.

„Doors ?“ ist eines der 3 gleichzeitig erschienen Teile eines neuen Buchkonzeptes von Markus Heitz. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch der Leser hat die Wahl zwischen 3 verschiedenen Türen und damit auch 3 Büchern zwischen denen er sich entscheiden kann. Alle 3 Bände der Reihe haben denselben Anfang. Je nachdem durch welche Tür man schreitet setzt sich die Geschichte anders fort und man landet in einer anderen Geschichte.
Insgesamt finde ich die Idee hinter dem Buch sehr interessant und gut umgesetzt. Dieser Band ist der erste aus dieser Reihe den ich lese, sodass hier auch der Anfang der Geschichte für mich neu war. Da die anderen Bände eine ähnliche Seitenstärke haben, finde ich, wenn man die ersten 84 Seiten abzieht, die in jedem Buch gleich sind, den Rest der Geschichte relativ kurz. Auch war ich sehr überrascht, dass zumindest das Ende dieser Geschichte relativ offen gehalten ist, da ich bei einer so variablen Geschichte keine Fortsetzung erwarten würde.
Insgesamt finde ich die erste Geschichte sehr gut, bin aber gleichzeitig gespannt, ob mich die anderen Geschichten auch so begeistern können.