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Veröffentlicht am 03.10.2020

Der Venustransit im 18. Jahrhundert

Die Vermessung des Himmels
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Venustransit nennt man das Vorbeiziehen der Venus vor der Sonne, wodurch die Venus als dunkler Fleck sichtbar wird. Mit entsprechender Schutzbrille und einfachen Fernrohren kann man dieses astronomische ...

Venustransit nennt man das Vorbeiziehen der Venus vor der Sonne, wodurch die Venus als dunkler Fleck sichtbar wird. Mit entsprechender Schutzbrille und einfachen Fernrohren kann man dieses astronomische Ereignis gut beobachten. Doch leider passiert dies nur selten. So das letzte mal am 06. Juni 2012. Der nächste Transit ist erst am 11. Dezember 2117.

Im 18. Jahrhundert gab es zwei Gelegenheiten, über die dieses Buch berichtet. Im Jahre 1761 sollte der Venustransit stattfinden. Bereits 1716 rief der britische Astronom Edmond Halley seine Kollegen auf, den Transit zu beobachten. Er sollte dazu genutzt werden, um die Entfernung zwischen Erde und Sonne zu ermitteln. Dazu war es erforderlich den Transit von möglichst weit voneinander entfernen Punkte zu beobachten und die genauen Uhrzeiten für den Eintritt und den Austritt zu dokumentieren.

Was in der heutigen Zeit dank moderner Transportmittel innerhalb kurzer Zeit möglich ist, bedeutete zu jener Zeit monatelange Vorbereitung sowie Reisezeiten von mehreren Monaten, da die ausgewählten Ziele an entlegenen Orten der Erde lagen.

In ihrem Buch berichtet Andrea Wulf, wie in vielen Ländern der Welt nach Geldgebern gesucht wurde, um die Expeditionen zu finanzieren. Außerdem mussten auch die entsprechenden Wissenschaftler gefunden werden und nicht zuletzt die nötige Ausrüstung beschafft werden. Die erste Hälfte des Buches befasst sich mit den Vorbereitungen und der Beobachtung des Venustransits am 6. Juni 1761.

Nachdem die Ergebnisse nicht ganz so zufriedenstellend ausfielen, waren die Wissenschaftler bestrebt am 3. Juni 1769 einen erneuten Versuch zu starten. Doch diesmal blieben gerade mal acht Jahre der Vorbereitung. Doch die Zeit musste reichen, denn die nächste Gelegenheit sollte erst im Jahre 1874 sein. Diese erneuten Versuche werden im zweiten Teil des Buches beschrieben.

Zwischendurch gibt es immer wieder passende Skizzen aus der damaligen Zeit.

Das Buch liest sich wie ein Reisebericht. Die Art und Weise der Reisebeschreibungen gefällt mir gut, doch ich hatte mehr Augenmerk auf den wissenschaftlichen Aspekt erwartet. Man lernt beim Lesen viel über die damalige Zeit und auch etwas über den Venustransit. Schade, dass wir den nächsten nicht mehr erleben werden.

Veröffentlicht am 15.05.2020

Drei Geschichten um die Przewalski-Pferde

Die Letzten ihrer Art
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Maja Lunde bleibt ihrer Linie treu. Auch diesmal lautet das Motto "Drei Geschichten - ein Thema". Das Thema sind nach den Bienen und dem Wasser nun die Wildpferde.

1992 versucht die Tierärztin Karin ...

Maja Lunde bleibt ihrer Linie treu. Auch diesmal lautet das Motto "Drei Geschichten - ein Thema". Das Thema sind nach den Bienen und dem Wasser nun die Wildpferde.

1992 versucht die Tierärztin Karin mit ihrem Sohn Mathias Wildpferde in der Mongolei auszuwildern. Dabei geht es nicht nur um die Schwierigkeiten des Pferdeprojekts sondern auch darum Mathias, der seit Jahren drogenabhängig ist, wieder auf den rechten Weg zu verhelfen. Unterstützt wird sie dabei durch den Einheimischen Jochi.

1883 macht sich der Petersburger Michail Alexandrowitsch Kowrow mit dem deutschen Tierfänger Wilhelm Wolff auf den Weg in die Mongolei, um dort die seltenen Wildpferde zu fangen und in den St. Petersburger Zoo zu bringen. Von seiner Reise berichtet er in Form eines Reiseberichtes.

2064 kämpfen Eva und ihre Tochter Isa ums Überleben. Das Leben in Norwegen ist mittlerweile sehr schwer geworden. Die meisten Menschen sind bereits fortgezogen. Der ehemalige Tierpark ihrer Familie besteht nur noch aus wenigen Tieren. Darunter sind auch zwei Wilfpferde.

Maja Lunde erzählt die drei Geschichten im Wechsel. Auch wenn das Grundthema das selbe ist, sind die Geschichten doch sehr unterschiedlich. Am besten hat mir dabei die Erzählung aus der Zukunft gefallen. So richtige Freude beim Lesen ist diesmal jedoch leider nicht aufgekommen.

Die Covergestaltung kann ich nicht so recht nachvollziehen. Nachdem die ersten beiden Bücher ein einheitliches Layout haben, wurde diesmal plötzlich die Schriftart und Schriftgröße geändert.

Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.05.2020

Wir bleiben zu Hause - Urlaub daheim

Urlaub ahoi
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Urlaub zu Hause, wie öd ist das denn? Diese Frage stellt sich das Mädchen im Buch auch, während sie in den Sommerferien zu Hause bleibt. Und dann fängt es zu allem Überfluss auch noch an zu regnen. Es ...

Urlaub zu Hause, wie öd ist das denn? Diese Frage stellt sich das Mädchen im Buch auch, während sie in den Sommerferien zu Hause bleibt. Und dann fängt es zu allem Überfluss auch noch an zu regnen. Es regnet einen Tag, zwei Tage, drei Tage ...

Also fängt das Mädchen an, zu lesen. Sie versinkt in ihrem Buch über das Meer und während draußen der Regen tropft, entschwindet sie in Träumereien. Plötzlich befindet sich ihr Haus mitten Meer und beginnt sich zu bewegen. Nun reist sie zusammen mit ihrem Haus über die Weltmeere und entdeckt jede Menge Tiere, Eisberge und mehr. Am Ende der Ferien hat sie die Welt gesehen und ist doch zu Hause geblieben.

Corinna Antelmann erzählt eine schöne Geschichte über die Fantasie. Die vielen farbigen Illustrationen spiegeln sehr gut wieder, was das Mädchen träumt. Soweit gefällt uns das Buch sehr gut. Ich habe es zusammen mit unserer Tochter Luise (8) gelesen. Obwohl Luise mittlerweile schon ganz gut lesen kann, hatte sie bei diesem Buch große Probleme. Der Grund hierfür ist die Schriftart. Sie erinnert stark an die Schrift einer alten manuellen Schreibmaschine. Aus meiner Sicht ist sie für ein Kinderbuch sehr unpassend. Bei einzelnen Wörtern wäre es vielleicht auch noch okay, aber das komplette Buch ist in dieser Schriftart gedruckt. Das ist sehr schade.

Insgesamt vergeben wir daher 3 Sterne.

Veröffentlicht am 25.01.2020

Das Tagebuch eines Pranksters

Das geheime Tagebuch eines Pranksters
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Das geheime Tagebuch eines Pranksters richtet sich an Kinder ab 10 Jahren. Marc-Rene Lochmann beschreibt zunächst, was man für den Streich benötigt und wie man ihn umsetzt. Danach schreibt er, wie es bei ...

Das geheime Tagebuch eines Pranksters richtet sich an Kinder ab 10 Jahren. Marc-Rene Lochmann beschreibt zunächst, was man für den Streich benötigt und wie man ihn umsetzt. Danach schreibt er, wie es bei ihm geklappt hat. Insgesamt findet man 15 Pranks im Buch.

Zwischendurch schreibt Marc-Rene aus seinem Leben und wie er zum Skaten kam und später zum YouTuber. Weiterhin gibt es noch ein kleines Freundebuch, in dem ihr erfahrt, was seine Freunde von Marc-Rene denken.

Illustriert wurde das Buch von Daniel Ernle.

Insgesamt kann mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Für junge Leute mag es ganz witzig sein. Ich vergebe daher 3 Sterne.

Veröffentlicht am 12.10.2019

Der Insasse

Der Insasse
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Zum Inhalt

Seit einem Jahr ist der Junge Max verschwunden. Der Vater von Max glaubt, dass er Opfer eines Serientäters geworden ist. Da dieser mittlerweile in einem psychiatrischen Gefängniskrankenhaus ...

Zum Inhalt

Seit einem Jahr ist der Junge Max verschwunden. Der Vater von Max glaubt, dass er Opfer eines Serientäters geworden ist. Da dieser mittlerweile in einem psychiatrischen Gefängniskrankenhaus sitzt, lässt er sich mit Hilfe seines Schwagers, der bei der Polizei arbeitet, dort als Patient einschleusen.
Doch er ahnt nicht, mit welcher falschen Identität er plötzlich konfrontiert wird....

Meine Meinung

Nach den ganzen Lobpreisungen des Autors, waren meine Erwartungen an dieses Hörbuch entsprechend hoch.


Die Geschichte um den Vater von Max ist definitiv ein Psychothriller. Sebastian Fitzek schafft es bei all den verwirrenden Handlungen in der Psychiatrie den Hörer gänzlich in die Irre zu führen. Was zunächst nach einer simplen Story klingt, entpuppt sich als komplexe Abhandlung.

Am Ende des Buches hat es Sebastian Fitzek aber doch übertrieben. Speziell der Fundort von Max ist aus meiner Sicht, dann doch so absurd, dass es für mich nicht nachvollziehbar ist.

Insgesamt ist es ein mittelmäßiger Thriller. Ich vergebe daher 3 Sterne. Vielleicht habe ich ja ein schwaches Buch des Autors erwischt.

Gelesen wird das Buch von Simon Jäger. Er hat seinen Job sehr gut gemacht. Es hat Spaß gemacht, ihm zuzuhören. Er hat die verschiedenen Protagonisten sowie die Stimmung des Buches gut herübergebracht.